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Samstag, 12. August 2017, 19:42

Vor knapp 10 Wochen wandte sich ein Freund, der Orchideen sammelt, mit der Bitte an mich, eine madegassische Erdorchidee von ihm zu übernehmen, weil er ihr nicht die Bedingungen bieten könne, die diese Pflanze braucht. Er begründete seine Bitte damit, daß ich Erfahrung im Umgang mit madegassischen Pflanzen habe, und die Orchidee bei mir sicherlich besser aufgehoben sei als bei ihm. Er pflegte die Pflanze mehr als ein Jahr. In dieser Zeit gab die Orchidee keinen Mucks von sich. Sie bildete weder neue Blätter noch Blüten, noch zeigte sie sichtlich Wachstum. Ich entsprach seinem Wunsch sehr zögerlich, schließlich steht mir kaum Platz für weitere Pflanzen zur Verfügung. Als ich das Päckchen öffnete, war ich sehr erschrocken. Die Pflanze erschien mir mehr tot als lebendig. Mit einer Gartenschere knipste ich die mir leblos erscheinenden Teile der Pflanze ab, und pflanzte den Rest in Kakteenerde von Haage, und goß zunächst sehr sparsam. Ich stellte die Orchidee an einen sehr hellen Ort, dorthin, wo sie nur in den Morgenstunden direkter Sonne ausgesetzt ist. Nach knapp drei Wochen schob sich ein neues Blatt aus dem Erdreich, und knapp zwei Wochen darauf erschien - oh Wunder - ein Blütenstengel. Die blühende Pflanze dokumentierte ich sogleich fotografisch. Der Vorbesitzer freute sich und beglückwünschte sich selbst zu der Entscheidung, die Pflanze abzugeben. Und ich freute mich, weil ich keinerlei Erfahrungen habe mit Orchideen. Das Namensschild habe ich beim Auspacken der Pflanze übersehen, und aus Versehen mit der Verpackung entsorgt. Es war der einzige Hinweis auf die Identität der Pflanze. Der Vorbesitzer hat den Namen vergessen. Es ist wohl eine sehr seltene Hybride. So muss die Pflanze nun ohne Namen leben. Wer weiß, wie lange sie bei mir durchhält.

Gruß,
Norbert
»Norberto« hat folgende Bilder angehängt:
  • madegassische Orchidee Hybride 1.jpg
  • madegassische Orchidee Hybride 2.jpg
  • madegassische Orchidee Hybride 3.jpg
  • madegassische Orchidee Hybride 4.jpg
  • madegassische Orchidee Hybride 5.jpg
  • madegassische Orchidee Hybride 6.jpg

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Samstag, 12. August 2017, 20:40

Hübsches Pflänzchen! Herzlichen Glückwunsch!
Weißt du wie die Orchidee vorher kultiviert wurde? Vielleicht ist sie ja bei dir aus ihrer Ruhephase erwacht?
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


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Samstag, 12. August 2017, 22:39

Das ist ein super Erfolg :) und schön ist sie auch..
.. denn Sukkulenten machen glücklich.. <3..!

204

Sonntag, 13. August 2017, 10:10

Klasse. Interessantes Teil.
Liebe Grüße, Benni
Flickr Galerie! Die besten Bilder sind hier zu finden.
EyeEm.

205

Freitag, 18. August 2017, 21:48

Schöne Geschichte, Norbert, und Glückwunsch zu der hübschen Blüte. :thumbup:

206

Montag, 27. Mai 2019, 19:41

Ach ja, Norbert - wie geht´s denn der Orchidee mittlerweile?

Ich hab mal wieder was heimisches. Zufällig in der Pfalz aufgestöbert, wo wir eigentlich primär auf Sedum-Suche waren. Wenn das mal nicht Bocks-Riemenzunge (Himantoglossum hircinum) ist? Die werden auch ziemlich stattlich und waren eigentlich kaum zu übersehen (im Gegensatz zum gesuchten Sedum):
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


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Donnerstag, 30. Mai 2019, 22:03

Wenn wir schon bei Orchideen sind, welche niemanden interessieren. Bletilla striata ist im Garten auch wieder munter dabei. Dummerweise hab ich sicherheitshalber bei den Nachtfrösten kürzlich alles abgedeckt und dabei leider einige Blütenstiele abgebrochen. Sieht aber immer noch gut aus:
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


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Sonntag, 23. Juni 2019, 23:16

1,5 h gelatscht, nur weil ich Sedum rupestre in Blüte fotografieren wollte - und dann war ich zu früh! ;(
Statt Sedum gab´s auf der Trockenwiese nur so Orchideenunkraut:


Müsste mit dem langen Sporn (sicheres Zeichen für Schmetterlingsbestäubung) und dem späten Blütezeitpunkt eigentlich der Mücken-Händelwurz (Gymnadenia conopsea) sein.
Mit Käfer:


Und mit Spinne. Wer genau guckt, sieht sogar ein Pollinium in der Blüte hängen:


Früher hat man deren Speicherwurzeln gerne ausgegraben, um den Kindern die Überlegenheit des Guten gegenüber dem Bösen zu erklären. Die diesjährige Speicherwurzel ist nämlich schön weiß, während die alte, ausgezehrte schwarz ist. So kam das dann in eine Schüssel Wasser und während das gute "Herrgottshändchen" oben schwamm, ging die schwarze Satanshand unter ins Verderben. Das dürfte aber kaum der Grund sein, warum Orchideen hierzulande heute selten sind...

Die Blätter sehen aus wie aufrechte Grashalme. Ohne Blüte hat man also keine Chance diese Orchidee in einer Wiese zu finden. Deshalb weiß man auch bis heute kaum etwas über ihren Vegetationsrhythmus.
Beim Samengewicht weiß man dagegen Bescheid: 0,000008 Gramm pro Korn.
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


209

Sonntag, 23. Juni 2019, 23:20

Dann hat sich Dein Ausflug doch mehr als gelohnt!

210

Sonntag, 23. Juni 2019, 23:38

Nicht wenn man ein blühendes Sedum rupestre fotografieren wollte...
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969