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1

Dienstag, 24. Februar 2009, 15:54

Ist diese Orchidee noch zu retten?

Wir haben seit Jahren eine Orchidee mit der Bezeichnung P. charles w. X curtisii. Sie wahr ohnehin nicht gerade die pflegeleichteste, denn mit Blüten hat sie uns höchstens alle 2 Jahre erfreut. Jetzt sieht sie allerdings erbärmlich aus. Die Blätter sind weich und sterben nach und nach ab, aber was mich weit mehr beunruhigt ist, dass die Pflanze ganz locker im Substrat steckt, was wohl darauf hindeutet dass auch die Wurzeln betroffen sind.

Bisher habe ich die Orchidee noch nicht ausgetopft, da ich erst einmal um Rat fragen möchte, ob und was man in so einem Fall bei Orchideen überhaupt machen kann.


2

Dienstag, 24. Februar 2009, 16:44

Hallo Markus.
Hast Du evtl. etwas an den Haltungsbedingungen verändert - oder einmal etwas zu viel gegossen.?
Ich bin kein Experte und weiß auch nicht wie unterschiedlich die Bedingungen sind, die verschiedene Orchideen brauchen. - Aber meine steht in der Küche am Süd-West Fenster (im Sommer duch einen Kirschbaum schattiert) und bekommt immer nur dann Wasser wenn ich mal daran denke...so alle zwei bis vier Wochen mal nen Schluck. Gedüngt habe ich noch nie, werde aber trotzdem 2-3 mal im Jahr mit mehreren Blüten belohnt. Ein Blatt hat sie noch nie verloren.
Dachte eigendlich immer, dass Orchideen nicht so anspruchsvoll sind.
Wie alt werden Orchideen denn überhaupt - vielleicht hat Deine ja auch ihr Lebensalter erreicht ?
Gruß Timo

3

Dienstag, 24. Februar 2009, 17:04

Hallo Markus,

jetzt muss ich doch glatt mal Werbung für ein anderes Forum machen - aber da es ja kein KuaS-Forum ist, wirst du mir sicher verzeihen. Frag doch einfach mal im "offiziellem" Forum der Deutschen Orchideen-Gesellschaft nach. Ich hab von der besagten Orchideenausstellung in Nürnberg am Wochenende eine Orchidee mitgenommen (konnte einfach nicht wiederstehen...). Dummerweise war daheim plötzlich das Namensschild verschwunden. Nachdem ich dort im Forum gestern Spätabends nachgefragt hatte, hab ich heute diese ausführliche und kompetente Antwort gefunden. Nicht schlecht, dort wird man also geholfen --> http://www.orchidee.de/forum/index.php?topic=494.0
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


4

Dienstag, 24. Februar 2009, 17:30

Hallo,


das beste ist wenn du erst einmal das alte Substrat entfernst. Danach die Wurzeln gut abspülen. 2 Tage trocknen lassen, und wieder in ein gutes Orchideensubstrat pflanzen.
Danach solltest du ca 3 Tage warten bevor du wieder gießt.

Gruß
Michael

5

Dienstag, 24. Februar 2009, 19:47

@ Timo,

also an den Haltungsbedingungen habe ich zumindest bewusst nichts geändert. Sie steht nach wie vor während der kalten Jahreszeit am Küchenfenster und über Sommer im Wohnzimmer. Zu viel gegossen wurde sie mit Sicherheit nicht, eher zu wenig - ob es wohl daran liegt?
Wie alt Orchideen werden würde mich auch mal interessieren, aber dass meine ihr Lebensalter erreicht hat glaube ich eher nicht, denn sie besteht inzwischen nicht nur aus dem Haupttrieb, sondern hat inzwischen auch einige Ableger gebildet, was auf dem Bild allerdings nicht gut zu sehen ist.


@ Shamrock,

vielen Dank für den Hinweis und den Link zum Forum der der Deutschen Orchideen-Gesellschaft. Das es dieses Forum gibt wusste ich, allerdings wollte ich mich ebenso wie du bisher nicht nur wegen einer womöglich einmaligen Frage registrieren. Aber wie ich sehe bist du dennoch dort sehr freundlich aufgenommen worden, also werde ich es dort morgen auch mal versuchen.


@ Frazzor,

ich denke auch dass ich die Pflanze komplett austopfen sollte und mir die Wurzeln mal genauer betrachten sollte. Mit dem guten Orchideensubstrat hast du sicherlich ebenfalls recht, denn ich muss zu meiner Schande gestehen, dass diese Pflanze seit ca. 5 Jahren im selben Substrat steht.

6

Dienstag, 24. Februar 2009, 23:03

Hi,

wenn ich mich nicht irre sieht man auf deinem Substrat Kalk oder Salz ablagerungen. Möglicherweise sind diese Ablagerungen auch an den Wurzeln.
Deswegen austopfen und die Wurzeln abwaschen.
Gießt du eher oder Besprühst du deine Orchideen?

Gruß
Michael

7

Mittwoch, 25. Februar 2009, 08:09

@Markus:

also hier mal meine Tipps zu der Orchidee. Erstmal definitiv austopfen. Alles was nicht nach gesunder Wurzel aussieht entfernen und Schnittstellen mit Kohle oder Zimt bestäuben. dann einen Topf zu 1/3 mit Seramis oder ähnlichem füllen. Orchidee in Sphagnum (am besten lebend) oder auch anderes lebendes Moos packen, da das Moos Pilzerkrankungen vorbeugt, dann leicht feucht halten, im Seramis darf etwas Wasser sein, an den Wurzeln nicht. Sprühen halte ich für keine gute Idee und habe ich auch noch nie gemaht, gibt bloß Herzfäule. Versuch die Luftfeuchte indirekt zu erhöhen. Stell den Topf in eine flache Schale, die mit Kieseln o.ä und Wasser gefüllt ist, aber Wasser darf eben Wurzeln nicht berühren. Am besten Regenwasser nehmen, keinen Kalk.

Momentan keinesfalls düngen, dass übersteht Sie nicht.

So solltest du Sie retten können. Wenn nicht, schau doch mal bei (hoffe das geht in Ordnung) bei www.orchideenkultur.net rein. Die helfen alle gerne.
LG

Suserl

8

Mittwoch, 25. Februar 2009, 10:41

Ich habe neulich mal von einem Gärtner gehört, daß die Wurzeln der Orchideen Licht bräuchten, so daß man sie in durchsichtigen Töpfen halten sollte. Aber ob das stimmt?!? Urs

9

Mittwoch, 25. Februar 2009, 11:35

@Urs:
So generell gesprochen ist das schlicht falsch. Für einige epiphytische Arten wirkt es sich positiv aus (Vanda und ähnliche), aber für terrestrische wäre es der Tod. Alle meine Phals stehen in normalen (undurchsichtigen) Töpfen und das seit Jahren. Die stört das nicht im geringsten. Markus Schützling hat eher ein Wurzel-kann-nicht-atmen-Problem, so wie es aussieht. Vermutlich zu torfhaltiges Substrat, das zwischen dem Gießen nicht abtrocknete, oder eben nur oberflächlich.

@all:
epiphytische Orchideen brauen im allgemeinen einmal Stoßwässern, Wasser fließt ab und dann wieder abtrocknen. Eben wie In den Baumkronen des Regenwaldes. Stehendes Wasser ist Gift, genau wie bei Kakteen.
LG

Suserl

10

Mittwoch, 25. Februar 2009, 11:40

Hallo hab mal ein Bild von meiner Phal. Opaline gemacht, die steht auch im undurchsichtigen Topf und net mal ne Wurzel schaut raus. Es ist eine Jungpflanze.
»Suserl« hat folgendes Bild angehängt:
  • k-IMG_8841.JPG
LG

Suserl

11

Mittwoch, 25. Februar 2009, 19:26

Hi,

wenn ich mich nicht irre sieht man auf deinem Substrat Kalk oder Salz ablagerungen. Möglicherweise sind diese Ablagerungen auch an den Wurzeln.
Deswegen austopfen und die Wurzeln abwaschen.
Gießt du eher oder Besprühst du deine Orchideen?


Stimmt, da haben sich obwohl wir weiches Wasser haben einige leichte Kalkablagerungen gebildet. Die Orchidee wir meistens gegossen und nur äußerst selten besprüht.

12

Mittwoch, 25. Februar 2009, 19:35

Erstmal definitiv austopfen. Alles was nicht nach gesunder Wurzel aussieht entfernen und Schnittstellen mit Kohle oder Zimt bestäuben. dann einen Topf zu 1/3 mit Seramis oder ähnlichem füllen. Orchidee in Sphagnum (am besten lebend) oder auch anderes lebendes Moos packen, da das Moos Pilzerkrankungen vorbeugt, dann leicht feucht halten, im Seramis darf etwas Wasser sein, an den Wurzeln nicht. Sprühen halte ich für keine gute Idee und habe ich auch noch nie gemaht, gibt bloß Herzfäule. Versuch die Luftfeuchte indirekt zu erhöhen. Stell den Topf in eine flache Schale, die mit Kieseln o.ä und Wasser gefüllt ist, aber Wasser darf eben Wurzeln nicht berühren. Am besten Regenwasser nehmen, keinen Kalk.


Seramis für Orchideen? Ich dachte immer Orchideensubstrat sollte hauptsächlich aus Rindenstückchen bestehen.

13

Donnerstag, 26. Februar 2009, 08:38

Phalaenopsis

Moin Markus,

deine Phalaenopsis sieht so aus, als ob sie mal regelrecht abgesoffen ist. Ich will dir keine großen Hoffnungen machen, mir scheint eine Weiterkultur ziemlich sinnlos. Wenn überhaupt, wird es Jahre brauchen, bis sie sich erholt.

Entscheidend für den Erfolg ist ein lockeres Epiphytengemisch aus Borke, Torfbrocken und auch Schaumstoff- bzw. Styroporschnitzeln. Die Wurzeln dürfen niemals über Stunden im Wasser stehen, sie faulen unweigerlich. Meist sammelt sich im Übertopf überschüssiges Gießwasser - das ist tödlich!

Düngen im Sommer mit halber Konzentration Mineraldünger, Regenwasser ist optimal, Leitungswasser führt über längere Zeit zu Verkalkung. Wenn das Substrat sich zersetzt, muß neu getopft werden, sonst kommt es zu Luftmangel.

Aufstellung warm und hell ohne direkte Sonne, höchsten ganz früh oder spät. Vorteilhaft ist eine saugfähige Drainage im Übertopf. Es gibt mittlerweile auch spezielle Übertöpfe mit einem hochgezogenen Absatz innen.
"Du kommst überall hin, wenn du lange genug gehst"

14

Donnerstag, 26. Februar 2009, 16:46

Hallo Thomas,

allzu große Hoffnung habe ich auch nicht, aber ein Versuch kann ja nichts schaden. Am Wochenende werde ich sie austopfen, die Wurzeln gut abspülen, alle abgestorbenen Teile entfernen, die Schnittstellen mit Holzkohlepulver behandeln und anschließend in frisches Substrat setzen. Bei dieser Gelegenheit werde ich auch gleich unseren beiden anderen Orchideen frisches Substrat gönnen.

Vielen Dank auch für die Pflegehinweise.

15

Freitag, 27. Februar 2009, 07:35

In diesem Aufbau dienr das Seramis der Luftfeuchtigkeit. Das eigentliche Substrat ist das Spaghnum-Moos.

Also ehrlich, so schlecht sieht die Orchidee doch gar net aus. Und ihr wärtüberrascht in welchen abenteuerlichen Sachen Orchideen wachsen, .B. geschredderte Styroportapete (ist aber nur für Profis mit Leitwertmessgerät)

Meine Babys stehen auf dem Seramis-Moos-Schichtsystem bis sie etabliert sind.
LG

Suserl

16

Sonntag, 1. März 2009, 17:39

RE: Phalaenopsis

Moin Markus,

deine Phalaenopsis sieht so aus, als ob sie mal regelrecht abgesoffen ist. Ich will dir keine großen Hoffnungen machen, mir scheint eine Weiterkultur ziemlich sinnlos.


Wie man auf den Bildern der ausgetopften Pflanze sieht, hattest du absolut recht. Da sind so gut wie keine Wurzen mehr vorhanden und die verbliebenen Restwurzeln sehen aus als ob sie auch schon abgestorben sind.


17

Sonntag, 1. März 2009, 17:45

Die Wurzeln sind definitiv hinüber.

Wenn du willst, kannst du es mit viel Luftfeuchtigkeit versuchen, aber es sieht sehr schlecht aus, was nicht heißt, dass es unmöglich ist.

Es hängt aber doch stark vom Aufwand ab, den du betreiben möchtest.
LG

Suserl

18

Sonntag, 17. Mai 2009, 18:04

Der Versuch die Orchidee doch noch zu retten ist gescheitert, inzwischen sind auch die restlichen Pflanzenteile gefault und mussten entsorgt werden.

19

Sonntag, 17. November 2013, 11:34

Orchideen

Hallo,
habe zweierlei Orchideen. Zum einen eine Miltona, zum anderen eine Phaleonopsis.
Nun meine Fragen:
Ich glaube, meine Miltonia stirbt! Nach erfolgreicher Blüte sind auch die grünen Blätter eingegangen. Wenn ich allerdings ganz vorsichtig an der Erdoberfläche sondiere, scheint schon noch "Leben" vorhanden zu sein. Die Pflanze steht an einem hellen Platz, ohne der direkten Sonne ausgeliefert zu sein. Ich weiß jetzt nicht , ob es normal ist, dass nach der Blüte die Blätter einghen, so dass kaum noch "oberirdisch" etwas vorhanden ist. Ist meine Pflanze nun endgültig gestorben oder kann sie im Frühjahr neu austreiben? Soll ich sie einfach an ihrem jetzigen Standort stehen lassen und ab und an mal die Orchideenerde befeuchten? Oder ist da Hopfen und Malz verloren?

Nun zu meiner Phaleonopsis:
Seit dem Sommer 2012 habe ich sie. Sie hat bisher 2x geblüht. Der Trieb mit der Blüte ist auch nach der zweiten Blüte total vertrocknet. Das erste Mal habe ich den vertrockneten Trieb einfach abgeschnitten, nun weiß ich nicht, ob das einfach ein Fehler war. Auf jeden Fall habe ich den zweiten, mittlerweile vertrockneten Trieb nun stehengelassen. Ein neuer Trieb hat sich auch schon gebildet und hat schon Knospen angesetzt. Was soll ich nun machen? Den alten Trieb ebenfalls abschneiden, oder soll ich diesen nebe dem neuen Trieb stehenlassen? ?(

LG Theresia
Gib dich dem Zauber der Sukkulenten hin,-und Du spürst und siehst deren Schönheit und Harmonie ! :love:

20

Sonntag, 17. November 2013, 11:49

Natürlich kannst Du den vertrockneten Blütenstengel abschneiden, das ist kein Fehler. Und die Miltonia würde ich stehen lassen,immer mal gießen und mal sehen, was im Frühjahr passiert. Urs