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1

Dienstag, 22. Dezember 2009, 18:54

Yavia cryptocarpa

Hallo an alle,

ich hätte mal gewußt ob hier im Forum jemand erfahrung mit Yavia cryptocarpa hat. Ich besitze die Pflanze schon seit einigen Jahren und bisher ist es mir nicht geglückt diese zum Blühen zu bringen. Mich würde auch interessieren auf welche Unterlage man Yavia am besten pfropft damit die Pflanze nicht so wuchert. Bei mir bilden sich sehr viele Ableger aber von Blüten keine spur. Wichtig wäre mir im moment auch die Unterlage, da ich einen teil der Pflanze retten muß wegen zu spät bemerktem Schädlingsbefall.



Gruß Uwe

Echinopsis2

unregistriert

2

Dienstag, 22. Dezember 2009, 19:46

Uwe, du hast eine PN.

3

Dienstag, 22. Dezember 2009, 23:31

Uwe, du hast eine PN.


Hm, ich habe diese Pflanze zwar nicht, aber sind diese Pflegehinweise so geheim, dass sie nur per PN weitergegeben werden?
Da es eine monotypische und nicht sehr verbreitete Gattung ist, denke ich , dass interessiert auch andere User. Vielleicht hat der ein oder andere solch eine Pflanze oder spekuliert mit einem evtl. Erwerb.

Frauke

Echinopsis2

unregistriert

4

Mittwoch, 23. Dezember 2009, 16:36

Hm, ich habe diese Pflanze zwar nicht, aber sind diese Pflegehinweise so geheim, dass sie nur per PN weitergegeben werden?
Nein samsine, es ging um etwas anderes, nur bedingt um die Kultur selber.

Zu der Kulturfrage:

Am ehesten würde ich die Pflanze auf Trichocereus jusbertii pfropfen, Unterlagen wie Echinopsis z.B sind ungeeignet, die Pflanzen sprossen dann zu sehr, und wachsen zu sehr in die Länge.
Was die Blüten anbetrifft: Im Winter sollte die Pflanze unter Kunstlich (sehr, sehr hell) durchkultiviert werden, und entsprechend die Unterlage auch mit viel Wasser und Nährstoffen in Form von Dünger, Nährsalzen usw versorgt werden. Solche Pflanzen bekommen auch mal 2-3 Körnchen Blaukorn im Frühjahr (natürlich nur, wenn die Pflanze gepfropft ist! Wurzelecht nicht!).

Grüße,
Echinopsis

5

Mittwoch, 23. Dezember 2009, 21:38

Hm, ich habe diese Pflanze zwar nicht, aber sind diese Pflegehinweise so geheim, dass sie nur per PN weitergegeben werden?
Nein samsine, es ging um etwas anderes, nur bedingt um die Kultur selber.

Zu der Kulturfrage:

Am ehesten würde ich die Pflanze auf Trichocereus jusbertii pfropfen, Unterlagen wie Echinopsis z.B sind ungeeignet, die Pflanzen sprossen dann zu sehr, und wachsen zu sehr in die Länge.
Was die Blüten anbetrifft: Im Winter sollte die Pflanze unter Kunstlich (sehr, sehr hell) durchkultiviert werden, und entsprechend die Unterlage auch mit viel Wasser und Nährstoffen in Form von Dünger, Nährsalzen usw versorgt werden. Solche Pflanzen bekommen auch mal 2-3 Körnchen Blaukorn im Frühjahr (natürlich nur, wenn die Pflanze gepfropft ist! Wurzelecht nicht!).

Grüße,
Echinopsis


Und warum hast du das nicht gleich hier "öffentlich" geschrieben? *grübel* Schließlich wurde die Frage ja auch "öffentlich" gestellt...
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


Echinopsis2

unregistriert

6

Mittwoch, 23. Dezember 2009, 21:42

Ich habe nur nach 1-2 Sprossen gefragt, ob er nächstes Jahr übrig hat.
Das war eigentlich alles. Wir haben nicht über Pflege geschrieben.
Es geht mir darum, verschiedene Klone zusammen"zusammeln", zwecks Bestäubung (mindestens 2 Klone, besser 3 oder 4 sind hier von Vorteil!!).
Jetzt zufrieden, bzw jetzt weiß jeder Bescheid? :rolleyes:

7

Mittwoch, 23. Dezember 2009, 22:05

Mit deiner PN hast du zwar nicht die Frage von kaktus1000 beantwortet aber hier für "Licht im Dunkeln" gesorgt. :)
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


Echinopsis2

unregistriert

8

Mittwoch, 23. Dezember 2009, 22:15

Mit deiner PN hast du zwar nicht die Frage von kaktus1000 beantwortet aber hier für "Licht im Dunkeln" gesorgt. :)

Ich habe die Frage doch schon beantwortet, hier öffentlich. :D

9

Donnerstag, 24. Dezember 2009, 00:51

Daniel, danke für deine Ausführungen.
Wie sieht es mit der wurzelechten Haltung aus, hat da schon jemand Erfahrung? Brauchen diese Pflanzen generell eine so spezielle Behandlung?

Frauke

Echinopsis2

unregistriert

10

Donnerstag, 24. Dezember 2009, 08:24

Guten Morgen Frauke,

wurzelechte Yavias wirst du sehr selten antreffen, sie sind wirklich sehr heikel auf eigenen Wurzeln.
Spezielle eigene Erfahrungen dazu kann ich dir nicht schreiben, da ich nur im Besitz von gepfropften Exemplaren bin.
Soweit mir bekannt, können Sprosse der Yavia nicht bewurzelt werden, es haben schon viele Leute versucht, allerdings immer mit Misserfolgen.
Somit bleibt eigentlich nur die Aussaat (allerdings ist es auch schwer, Samen dieser schönen Gattung zu besorgen). Piltz hat jedes Jahr ein paar Korn (so um die 50) übrig.
Ein Bekannter von mir (CABAC, vielleicht sagt jemanden der Name was?) hat über diese interessante Gattung im DKG Forum einen interessanten Bericht geschrieben. Er hat letztes Jahr um die 50 Korn von Fa. Piltz bekommen, jetzt leben allerdings nurnoch 3-4 Sämlinge.
Wenn es jemanden interessiert suche ich euch mal den Bericht raus.
Alles in allem wirklich eine sehr heikle, langwierige und schwierige Angelegenheit.
Natürlich behalten die Pflanzen wurzelecht ihr standorttypisches, kugeliges Aussehen bei, und vergeilen nicht so, wie gepfropfte Pflanzen (dies sieht man schön in meinem Yavia cryptocarpa Thread in der Bilderecke hier im Forum, wie die Pflanzen bei einer Pfropfung auf der falschen Unterlage aussehen).
Mir dienen die Pflanzen nur als Samenspender, blühfähige sind sie, und haben die letzten Jahre auch üppig geblüht, das weiß ich vom Vorbesitzer.
Trotz aller negativen Rückschläge werde ich, sobald ich selbst Samen der Pflanze erzeugt habe, die Aussaat versuchen, und dann auch Aussaatberichte/Erfolgsstatistik dazu führen.

In dem Sinne ein schönes Weihnachtsfest!
Daniel

11

Donnerstag, 24. Dezember 2009, 15:43


Am ehesten würde ich die Pflanze auf Trichocereus jusbertii pfropfen, Unterlagen wie Echinopsis z.B sind ungeeignet, die Pflanzen sprossen dann zu sehr, und wachsen zu sehr in die Länge.



Hallo Daniel,

da hat sich bei dir ein Fehler eingeschlichen.. Richtig muss es Harrisia/Eriocereus jusbertii heissen!
Gruss Dominik

Echinopsis2

unregistriert

12

Donnerstag, 24. Dezember 2009, 15:56

Hast Recht, danke für die Korrektur!

13

Sonntag, 27. Dezember 2009, 14:49

Auf eigenen Wurzeln

Ja ich kann hier nur bestätigen das es unwahrscheinlich schwer ist, wenn nicht gar unmöglich die Yavia zu bewurzeln. Ich versuche das schon seit ca. 5 Jahren. Die als Steckling geschnittenen Ableger sehen über Monate frisch und ganz normal aus, bilden aber in den allerseltesten Fällen wurzeln. Und wenn wirklich mal eine Wurzel zu sehen ist, ist es wie beschrieben sehr schwer diese Pflanze weiterzukultivieren. Wier gesagt ich habe es noch nicht geschafft. Substrate und Hilfsmittel für die Bewurzelung wurden auch verschiedene verwendet. Aber ich versuch´s trotzdem weiter. Einestages hat man ja eventuell auch mal das Glück des tüchtigen auf seiner seite.



Gruß Uwe

14

Sonntag, 27. Dezember 2009, 21:57

Ich danke noch mal für eure Erläuterungen.
Der Kaktus gefällt mir sehr gut, aber diese Gattung ist ja nun doch noch recht neu und noch nicht so recht 'ausgetestet', da lass ich lieber erst mal die Finger von und erfreu mich an den Bildern die ihr zeigt.

Frauke

Echinopsis2

unregistriert

15

Sonntag, 27. Dezember 2009, 22:06

@Frauke: Falls du mal welche brauchst, ich werde nächstes Jahr ein paar Sprosse pfropfen.

16

Sonntag, 27. Dezember 2009, 22:46

Daniel, danke für dein Angebot, aber ich lass da érst mal die Finger von.
Ich steh nicht so auf gepfropfte Pflanzen und die Sonderbedingungen kann ich der Pflanze derzeit auch nicht bieten.
Ich warte einfach mal noch ein paar Jahre, vielleicht hat diese Gattung sich dann besser unseren Haltungsbedingungen angepasst ;) (wenn ich so manches altes Kakteenbuch durchblättere, da steht oft 'sehr heikel' oder 'schwierig zu pflegen' und heute sind diese Kakteen durchaus in vielen Sammlungen zu finden) und versuch es dann vielleicht einmal.

Frauke

17

Montag, 28. Dezember 2009, 01:05

Wobei in der alten Literatur auch bei vielen "ganz einfachen" Kakteen etwas von sehr heikel und Co. zu lesen ist, wobei man doch mit "easy going" locker über die Runden kommt... Alte Kakteenliteratur zu lesen macht echt Spaß und gibt Selbstvertrauen! :whistling:

Wobei ich von der Yavia vorerst auch lieber die Finger lasse.
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


18

Montag, 28. Dezember 2009, 18:14

Man muß natürlich sehen, daß das was für uns heute an Pflanzen zur Verfügung steht, sowohl was die genetische Vielfalt innerhalb der vefügbaren Arten als auch die Anzahl der Arten selbst, das weit übertrifft was vor 10 und mehr Jahren erhältlich war. Ähnliches trifft auf die Verfügbarkeit von Hilfsmittel zur Kultur und den Austausch von Kenntnissen zu. Es hat hier wirklich Fortschritte beim Wissen und dessen Verbreitung gegeben.

Kurz gesagt: Ein Zwerg, der auf den Schultern eines Riesen steht, sieht mehr als der Riese selbst.

Was Yavia cryptocarpa angeht, ja das ist zum einen das genetische Material ausgesprochen begrenzt. Andererseits wird bei der Vermehrung der Pflanze aus verständlichen Gründen bevorzugt Pfropfung eingesetzt. Gepfropfte und wiederbewurzelte Pflanzen werden sich häufig anders verhalten als wurzelechte Pflanzen, was auch durch den ungewöhnlichen hormonellen Zustand einer Pfropfung und deren höhere Wachstumsgeschwindigkeit bedingt sein dürfte.

Allerdings wäre es einmal ganz interessant zu erfahren, was denn schon alles ausprobiert worden ist, um die Yavia zu bewurzeln.

19

Mittwoch, 30. Dezember 2009, 11:11

Yavia cryptocarpa

Hallo zusammen,
dieser seltsame Kaktus hat es geschafft, dass ich hier meinen ersten Beitrag schreibe und damit Forenspannerdasein aufgebe. Wer oder was CABAC ist, kann man in anderen Foren erschöpfend nachlesen.

Das Bild zeigt übrigens wurzelechte Yavias; ob es nun bewurzelte Sprossen sind oder Typaufsammlungen mag dahin gestellt sein, ich kann aber versichern, dass es nicht meine Pflanzen sind und werde auch nicht verraten, in welcher Sammlung diese Pflanzen stehen. Es ist ja schon bekannt, dass ich mich ab und zu in Südamerika herrumtreibe. Es steht aber bei mir nicht das Pflanzensammeln (und wenn dann aber bitte so, dass daraus eine generative als auch vegetative Vermehrung entsteht) im Vordergrund sondern die Verhältnisse unter denen Pflanzen vorkommen oder gefunden werden. Erst wenn ich die Arealgeografie und den Verbreitungsmodus gesehen und erfasst habe, werden die Pflanzen in diesem Gebiet für mich auch als Sammlungspflanzen interessant. Ähnlich wie Rimacactus lauii halte ich Yavia crytcocarpawegen ihrer absoluten Nischenfundorte für in unseren Sammlung nicht kulturwürdig. Durch das probate Mittel der Pfropfung wurden sie für unsere Kulturbedingungen "Haltbar" gemacht und was wir davon haben, sieht man an den kollosalen,unnatürlichen, hässlichen Zellhaufen (die auch ich in meiner Sammlung stehen habe).

Das Gebiet in denen Yavias vorkommen wurde lange vor der Entdeckung von ihr selbst schon häufig von Kakteensammlern aufgesucht. Warum Ritter, Rausch und wie sie alle heißen nicht auf diese Kaktee gestoßen sind, mag ein Geheimnis bleiben. Ich bin selbst noch an keinem Yaviastandort gewesen, weiß aber genau wo sie stehen und könnte sie ohne Probleme auch ohne GPS-Kordinate ziemlich schnell finden. Warum das so ist, erklärt sich aus der einzigartigen Arealgeografie des Landstriches in Nordargentinien. Und eben diese Arealgeografie macht eine wurzelechte Kultur so schwierig. Ach übrigens, wer in der Nähe der kleinen Stadt Yavi nach Yavia cryortocarpa sucht, sucht vergebens.

Edmund, ich muss Dir wegen Deiner Aussage hinsichtlich der verfügbaren Klone widersprechen. Es sind mittlererweile zahlreiche Klone im Umlauf. Wenn ich alleine die erwähne, die ich vor ein paar Jahren bei einem deutschen Auswanderer in Cafayate gesehen habe und die danach alle nach Europa gekommen sind, dürfte eine generative als auch vegetative Vermehrung in unseren Sammlungen ziemlich sicher sein. Völlig abgesehen von den Pflanzen, die über Tschechien in unsere Sammlungen gelangt sind.

Nach meinen Erfahrungen ist eine wurzelechte Kultur über eine Aussaat schwierig und verlustreich, aber möglich. Wenn jemand über mehrere Klone von gepropften Pflanzen verfügt, wird er in der Lage sein, über kurz oder lang Samen in seiner Sammlung zuerzeugen. Bei der Aussaat ist aber zubeachten, dass sich Yaviasamen nicht für eine Aussaat unter Kunstlicht und Zusatzwärme eignen. Oder besser beschrieben, wem es bis heute nicht gelungen ist, Weingartia der südlichen Gruppe, oder Neowerdermannias- bzw Sulocrebutiaaussaaten erfolgreich auzusäen, wird keinen Erfolg haben. Und damit alle die, die jetzt eine Aussaat planen, ihr Geld für Yaviasamen nicht umsonst ausgegeben, verrate ich mal wie ich es mache. Bei mir gibt es eine sogeannte Kaltaussaat, d.h. ich säe Weingartia, Pterocatus, Sulcorebutoa oder Neowerdermannia Ende März / Anfang April im Gewächshaus aus. Tagsüber steigen die Temperaturen meist schon über 35°C und nachts fallen sie meisten sehr tief (ca.5-8°C) und dieser Temperaturwechsel bewirkt wohl, dass solche Aussaaten erfolgreich verlaufen...

...in diesem Sinne wünsche ich allen eine erfolgreiche Aussaat, eine erfolgreiche Kultur und einen guten Rutsch ins 2010

CABAC
»CABAC« hat folgendes Bild angehängt:
  • Y_cryp_M8.jpg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Markus Spaniol« (31. Dezember 2009, 09:27)


20

Mittwoch, 30. Dezember 2009, 11:45

8) Moin CABAC,

toll, dass Du zu uns gefunden hast und dass "Herbert Thiele aus Paderborn" gleich eine so umfassende Information uns zu Teil werden läßt!
Klasse, freut mich außerordentlich!

ciao, Tom.
Sukkulentenfieber ist eine schwere Krankheit! Wer sich infiziert hat, ist nicht zu retten!
Hauptsache, der frühe Vogel säuft nicht meinen Kaffee!!
Tom