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1

Sonntag, 3. Mai 2009, 19:14

Vertrocknete Blütenreste bei Mammillaria

Hallo zusammen,

die für die Gattung Mammillaria typischen Blütenkränze sind ja sehr attraktiv. Weniger attraktiv sind aber die zwischen den Warzen zurückbleibenden vertrockneten Blütenreste, die selbst nach vielen Jahren nicht abfallen.

So ist das jedenfalls bei meiner Mammillaria mystax (wurde so im alten Forum bestimmt). Die Pflanze, die ich 1985 als winzigen Sämling bekommen habe, blüht jedes Jahr reichlich in mehreren Kränzen, doch zurück bleiben immer die alten Blütenreste der Vorjahre, die selbst zwischen den ältesten Warzen ganz unten nicht abfallen.

Mir ist schon klar, dass ich die Blütenreste mit einer Pinzette in mühseliger Arbeit entfernen könnte, was mich aber viel mehr interessiert ist, wie es sich in der Natur verhält. Werden am natürlichen Standort die Blütenreste von Insekten, Tieren gefressen oder durch das dortige Klima zersetzt oder fallen ab?


2

Sonntag, 3. Mai 2009, 20:19

8) Moin Markus,
Du hast die Antwort mit Deiner Frage gegeben.
Sehr viele Vögel sind auf die Kakteenfrüchte als Nahrung angewiesen und sind dadurch bedeutend für die Vermehrung der Kakteen.
Also, bleibt Dir nur die Zucht von Kakteenfruchtsammlern oder die mühsame Absammlung der Früchte.
ciao, Tom.
Sukkulentenfieber ist eine schwere Krankheit! Wer sich infiziert hat, ist nicht zu retten!
Hauptsache, der frühe Vogel säuft nicht meinen Kaffee!!
Tom

3

Montag, 4. Mai 2009, 12:54

Hi Thomas,

die Frage von Markus bezog sich aber eher auf die vertrockneten Blütenreste und nicht auf die Früchte. Das würde mich nämlich auch interessieren, wie es sich da am Standort verhält. Bei mir funktioniert das mit den vertrockneten Blütenresten ja recht einfach: Meine Kakteen stehen auf dem Balkon, auf dem ich auch zum Rauchen (blöde Sucht!) ausweiche; da hat man viel Zeit mit der Pinzette Blütenreste zu zupfen.

Viele Grüße! Matthias (Shamrock)
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


4

Montag, 4. Mai 2009, 16:20

Hallo Markus,

also zu allerst stehen die Pflanzen ja nicht aus optischen Gründen in der Natur ;) deshalb gehe ich davon aus, dass sich genügend Pflanzen auftreiben lassen würden, in denen Blütenreste stecken - selbst wenn dies ggf. zu Fäulnis führen kann. Ich kann mir vorstellen, dass die Witterungsbedingungen die Reste reduzieren und Tiere mit ihren Krallen beim Besteigen der Pflanzen Reste herauskratzen. Möglicherweise ernähren sich Insekten von den abgestorbenen Resten und beseitigen dadurch einen Teil, andere könnten den Platz als Zuflucht vor der Witterung oder Feinden nutzen. Von diesen Insekten ernähren sich vielleicht größere Tiere, die dann auf der Futtersuche die ehemaligen Blüten gänzlich heraus zupfen ...

Liebe Grüße

vom TOM

5

Dienstag, 5. Mai 2009, 20:54

... die Frage von Markus bezog sich aber eher auf die vertrockneten Blütenreste und nicht auf die Früchte. Das würde mich nämlich auch interessieren, wie es sich da am Standort verhält.


Matthias hat recht, es geht um die Blütenreste.

6

Mittwoch, 6. Mai 2009, 12:37

Leider war es mir noch nicht vergönnt zu den Standorten zu reisen, jedoch kamen mir folgende Ideen:

a) In unseren Gewächshäusern sind die Pflanzen geschützt, an den Standorten nicht, daher besteht die Möglichkeit, das durch Wind und Wetter sich diese Blütenreste schneller auflösen

b) Auch gibt es an den Standorten reichlich Tiere. So könnten etliche davon die Reste absammeln und zum Nestbau verwenden. Wenn ich ein emsig Käferlein wäre, würde ich es zumindest so tun, weil viel Material gibt es vor Ort nicht.

Ich, ebenfalls Raucher, mache es wie oben geschrieben, beim Rauchen und Bewundern der Blüten mit Pinzette abzupfen, entspannt ehrlich.



Grüße

Andreas

7

Samstag, 23. Mai 2009, 18:47

Wenn man sich die herrlichen Standortpflanzen (insgesamt 766 Fotos :thumbup: ) in der Fotogalerie des AfM anschaut, stellt man fest, dass in der Natur anscheinend kaum vertrocknete Blütenreste der Vorjahre zurückbleiben.

Aber so wie hier empfohlen, extra mit dem Rauchen anzufangen, nur um Zeit für das abzupfen der Blütenreste zu haben? 8| ;)

8

Sonntag, 1. August 2010, 13:41

Blütenreste abzupfen hat schon was sehr Pedantisches - aber die alten, vertrockneten, schwarzen Krümel entstellen die schönste Mammillaria. Andreas hat übrigens vollkommen Recht! Das entspannt. Wirklich!
Hier der größte Teil der diesjährigen Ausbeute einer einzigen Mammillaria(gruppe):

"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Shamrock« (1. August 2010, 20:55)


9

Sonntag, 1. August 2010, 15:07

8) Moin,

fleißig fleißig der Matze!

ciao, Tom.
Sukkulentenfieber ist eine schwere Krankheit! Wer sich infiziert hat, ist nicht zu retten!
Hauptsache, der frühe Vogel säuft nicht meinen Kaffee!!
Tom

10

Mittwoch, 4. August 2010, 08:56

Moin!

Darf ich mal eine Theorie dazu aufstellen?
Vertrocknete Blütenreste die an der Pflanze hängen bleiben, gibts doch eigentlich nur, wenn die Blüten nicht bestäubt wurden, sonst entstehen doch dort die Früchte. Wenn die Blüten in der Natur also grösstenteils bestäubt werden und Früchte entstehen, hat es da gar keine Blütenreste, die vertrocknet hängenblieben. Was mit den Früchten passiert, wurde ja bereits erörtert.

Gruss,

Olaf

11

Mittwoch, 4. August 2010, 09:12

:thumbup: Hallo Olaf,
super Theorie!
Ist einleuchtend und auch sinnvoll! :thumbup:
mfG Lucas :)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Urs« (4. August 2010, 09:49)


12

Mittwoch, 4. August 2010, 13:44

Hi Olaf (aka herbieZH),

zuerst mal Hallo und herzlich Willkommen hier! Sehr schön zu sehen, dass jemand nach längerer Zeit Mitlesen auch mal einen Beitrag verfasst. :thumbsup:

Klar und logisch: Sinn und Zweck der Mühe des Blütenbildens ist natürlich immer der Samen- bzw. Fruchtansatz. Auch bei kleistogamen Kanditaten, etc. Im besten Fall gibt es dann eine Bestäubung mit einer anderen Pflanze der gleichen Art und irgendwann auch eine neue, gesunde Pflanze mit erweitertem Genpool. Die Situation am Standort ist natürlich hierzu viel besser als in jeder Kultur. Schon allein durch die teils extreme Spezialisierung der Blüten auf den potentiellen (häufig auch bevorzugt gewünschten) Bestäuber und umgekehrt. Evolution ist schon was Tolles und ich war grad erst Turbinicarpus-Blütenreste zupfen. Es ist wirklich faszinierend was sich die Natur einfallen lassen muss um ungewünschte Hybridisierungen bzw. sogar Reizbestäubungen zu vermeiden!

Viele Grüße und hoffentlich liest man sich mal wieder! ;)

Matthias (aka Shamrock)
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


13

Dienstag, 10. August 2010, 21:15

Zitat

auf dem ich auch zum Rauchen (blöde Sucht!) ausweiche; da hat man viel Zeit mit der Pinzette Blütenreste zu zupfen.

haben wir doch tatsächlich die gleichen Hobbies :rolleyes:

Grüßle
Robby

PS: Am Standort gibt es sehrwohl vertrocknete Blütenreste. Die Natur schert sich aber keinesfalls um Ästhetik.