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Sonntag, 23. August 2015, 12:11

Kaktus gelb: Hilfe, Eisenkur bewirkt das Gegenteil, was nun?

Hallo Leute,
dies ist mein erster Beitrag, und ich habe gleich einen Notfall für euch:
Ich habe diesen wunderschönen ca. 150cm großen Kaktus, den ich mal absolut gesund und munter gekauft habe, er war mal durchgehend blaugrünlich gefärbt. Bei der Verkäuferin stand er recht viel draußen am Balkon. Bei uns stand er dann in einem extrem hellen Erker nach Süden mit Fenster zu drei Seiten, und beim Umtopfen haben wir eigentlich fast das gesamte Substrat so gelassen wie es war und den Topf nur geringfügig mit Baumarkt-Sukkulentenerde aufgefüllt, das meiste blieb aber so, wie es war. Mit der Zeit ist der Kaktus dann aber zunehmend hellgrüner geworden, ja fast schon gelblich. Wir dachten dann, dass er vielleicht doch öfter draußen stehen muss und haben ihn dann am Sommeranfang auf den Südbalkon gestellt. Leider ging die Hellgrüngelbfärbung weiter. Im Internet ergab meine Recherche dann, dass es wohl Eisenmangel sein muss. Überall stand geschrieben, dass gelben Kakteen das Eisen fehlt, und sie durch eine Eisenkur wieder grün würden. Ich hab daraufhin ein 20g Tütchen Compo "Fetrilon" Eisenchelat gekauft und in 2 Liter Wasser aufgelöst. Dazu habe ich noch eine kleine Kappe Compo Kakteendünger in das Wasser gegeben. Von diesem Wasser habe ich dann circa 1 Liter gegossen, ein wenig auch auf den Kaktus selber, weil auf der Fetrilon-Tüte stand, dass es auch über die Blätter aufgenommen wird. Zudem hatte ich gelesen, dass Kakteen von Bimszusätzen im Substrat profitieren und habe einen Sack "Premium Bims" aus der Eifel von Vulkatec gekauft, Körnung 3-8. Ich hatte dazu den obersten Teil des Substrates, wo wenig Wurzeln waren, ein bisschen gelockert und mit dem Bims gemischt und noch Bims oben aufgefüllt.
Jetzt aber der Schock: nach ungefähr einer Woche sieht der Kaktus noch schlimmer aus als vorher. Er hat auf einmal so große länge rötliche Verfärbungen am Stamm (als ob das das Eisenchelat sich in Rost verwandelt hätte und der Kaktus quasi von innen unter seiner Haut Rostflecken hätte) und das Grüngelb ist noch gelber geworden. Auch der zweite kleinere Stamm rechts, der eigentlich noch recht schön dunkelbläulich-grün war, hat jetzt auf einmal so eine Rippe wo er gelblich geworden ist, samt rötlichem Fleck, siehe Bilder.
Was kann ich jetzt tun? Es kommt mir so vor, als ob ich irgendwas total falsch gemacht habe, und ich verstehe auch gar nicht, wieso überall steht, gelber Kaktus würde Eisenmangel bedeuten, wenn bei Eisengabe alles noch gelber wird? Oder liegt es an der kleinen Kappe Kakteendünger, die ich auch noch hinzu gegeben hatte?
Ich danke euch SEHR für euren Rat, bin ganz verzweifelt!

VOR der Eisenkur:




1 Woche NACH der Eisenkur:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Markus Spaniol« (23. August 2015, 13:26) aus folgendem Grund: Bitte den Nutzungsbestimmungen entsprechend die foreninterne Dateianhangsfunktion für Bilder nutzen, denn nur so wird gewährleistet, dass die Bilder dauerhaft gespeichert bleiben. Ansonsten kann es sein, dass der externe Bilderhoster die Bilder löscht und der Beitrag somit nutzlos wird. Ich habe deine Bilder entsprechend bearbeitet und als Anhang hochgeladen.


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Sonntag, 23. August 2015, 13:52

Ich hab daraufhin ein 20g Tütchen Compo "Fetrilon" Eisenchelat gekauft und in 2 Liter Wasser aufgelöst.

Das ist eine viel zu hohe Konzentration!

Gebrauchsanweisung laut Compo
Aufwandmenge:
Vorbeugende Anwendung: 20 - 40 g für 2 - 5 m²
Heilende Anwendung: 5 - 100 g für 1 - 5 m²
Pflanzung: 20 g je 15 - 20 l Bodenaushub

Anwendungsform:
Angegebene Menge in 10 l Wasser streuen, sorgfältig auflösen und anschließend gießen.
Für die Blattanwendung 1g /10 l Wasser.

Eisendünger ist in der Regel extrem giftig, durch das im Eisendünger enthaltene Eisen-II-Sulfat (Schwefel-Eisen-Verbindung).

Ich befürchte, dass du aufgrund der hohen Konzentration deiner Nährlösung die Wurzeln regelrecht verbrannt hast.

3

Sonntag, 23. August 2015, 13:53

Hallo ikstej,

erst einmal herzlich willkommen bei uns im Forum!
Du hast da keinen Kaktus, das sieht mir eher nach Euphorbia ingens aus, eine "andere Sukkulente".
Das gelb werden bei Sukkulenten zeigt Nährstoffmangel an! Was für andere Pflanzen gilt, gilt nicht immer für Sukkulenten.
Also, spezifisch einen Eisenmangel zu diagnostizieren ist ziemlich gewagt.
Zudem kann es aber auch sein, dass sich die Euphorbia einen Virus eingehandelt hat, das zeigt sich auch in einer Gelbfärbung.
Bims ist grundsätzlich ein sehr gutes Substrat für Sukkulenten, nur mußt Du ihn im gesamten Topf verteilen, nur obenauf bringt wenig.
Das zweite Bild zeigt allerdings, dass die Pflanze schon stark geschädigt ist. Ich würde hier bis unten, wo es noch grün ist, komplett abschneiden.
Pass aber bitte auf, Euphorbien enthalten giftigen Milchsaft, der darf nicht in die Augen geraten.
Wenn der Milchsaft zu sehr fließt, kannst Du die Schnittstelle mit Wasser einsprühen, das stoppt nach kurzer Zeit den Saftfluß.
Gutes Gelingen und berichte bitte weiter!
Ooh, ich sehe gerade, Markus hat schon vor mir gepostet.
Wenn es so ist, wie Markus schreibt, und das kann auch gut sein, dann muß Du nach dem Schneiden auch austopfen und den Wurzelballen gründlich abspülen und eine gute Woche trocknen lassen.
Anschliessend in neues Substrat, gerne wieder mit Bims, einpflanzen und erst einmal nur sprühen, nicht gießen, es müßen sich erst neue Wurzeln bilden.
Die alte Erde kannst Du entsorgen, die ist ja überkonzentriert!!!
Sukkulentenfieber ist eine schwere Krankheit! Wer sich infiziert hat, ist nicht zu retten!
Hauptsache, der frühe Vogel säuft nicht meinen Kaffee!!
Tom

4

Sonntag, 23. August 2015, 15:06

Hallo ikstej,

auch von mir erstmal ein herzliches Willkommen hier im Forum!

Die gelbe Verfärbung bei deiner Euphorbia KANN ein Zeichen von Eisenmangel sein, muss aber nicht... Eine rein optische Diagnose ist immer etwas gewagt...
Da du nach dem Umtopfen das alte Substrat wieder verwendet hast, kann es schon schlicht ausgelaugt sein. Ein bissl neues Substrat aus dem Baumarkt (welches übrigens für sukkulente Pflanzen extrem ungeeignet ist...), wird da nicht für schnelle Abhilfe sorgen können.

So oder so scheinst du jetzt ein ziemliches Problem zu haben. Leider! Den Worten meiner Vorredner ist eigentlich kaum mehr was hinzuzufügen. Um ehrlich zu sein befürchte ich, dass du da kaum mehr was retten kannst. ;( Wobei es natürlich immer einen Versuch wert ist. Wurzelkontrolle eben.
Halte uns doch mal auf dem Laufenden wie´s weitergeht und was letztlich dabei rauskommt. Eine einmalige Eisendüngung wird nicht ratzfatz Abhilfe schaffen aber eine drastische Eisenüberdüngung recht flott das gezeigte Erscheinungsbild. Vor allem auch, wenn deine Euphorbia ggf. wirklich bereits durch einen Virus o.ä. geschwächt war.

Viel Erfolg und liebe Grüße - Shamrock (aka Matthias)
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


5

Sonntag, 23. August 2015, 23:49

Hallo, der gelbe Teil ist aber noch wirklich sehr fest und prall, da ist nichts weichlich o.ä. Im unteren Bereich wirkt ja auch alles sehr normal und sauber. Die ganze Pflanze ist auch sehr stabil und hat keinerlei strukturelle Schwächen und "hängt" auch nicht zu einer Seite. Ich fände es angesichts dessen etwas sehr drastisch, alles gelbe abzuschneiden?? Dass die Pflanze vielleicht sogar ZU sonnig steht, habe ich auch noch als Vermutung. Soweit ich weiß, stand der Kaktus bei der Vorbesitzerin zwar auf dem Balkon, aber in einem Innenhof mit nur zeitweiser Sonne. Laut Recherchen müsste es kein Euphorbia sein, sondern ein Cereus jamacaru! Ist es denn möglich, dass ein Kaktus, der doch eigentlich die pralle Sonne liebt (oder?), in diesem Fall einen anderen Charakter hat, weil sie früher nie soviel Licht hatte und in weniger Licht aufgewachsen ist?

6

Montag, 24. August 2015, 00:02

Und du bist nicht der Ansicht, dass du in viel zu hoher Dosis den Eisendünger verabreicht hast und die innerhalb einer Woche sichtbaren Schäden dadurch entstanden sind?

7

Montag, 24. August 2015, 00:03

Cereus jamacaru

Das ist natürlich durchaus möglich, da Deine Bilder zu weit entfernt sind, um spezifisch sein zu können. Dazu bräuchte ich Nahaufnahmen der Bedornung.
Der Wechsel aus einer schattigen Gewohnheit in die Sonne,bewirkt sofort einen Sonnenbrand auf dem der Sonne zugewandten Bereich. Diese Stellen verbleichen,schrumpeln ein und werden zu häßlichen braunen Narben.
Deine Pflanze zeigt ein anderes Schadbild,ich bleibe bei meiner Empfehlung. Bin aber gerne bereit mich belehren zu lassen!
Sukkulentenfieber ist eine schwere Krankheit! Wer sich infiziert hat, ist nicht zu retten!
Hauptsache, der frühe Vogel säuft nicht meinen Kaffee!!
Tom

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Montag, 24. August 2015, 00:14

Ja, der Eisendünger war total überkonzentriert, das sehe ich jetzt auch ein. Meine "viel-hilft-viel"-Denkweise war wirklich idiotisch. Ich frage mich, ob es denn nicht etwas gibt, was ich jetzt ausprobieren kann, um vielleicht doch noch den oberen Teil zu retten. Er ist wie gesagt sehr fest und wirkt in der Realität garnicht sooo krank, wie es vielleicht auf dem Bild aussieht.
Also, eure Tipps: Substrat komplett von den Wurzeln abspülen, trocknen lassen und dann in neues Substrat mit viel mehr Bims eintopfen,
sowie die ganze Pflanze wieder schattiger stellen? Was wäre eine möglichst leicht zu organisierende Substrat-Mischung, die sich für Cereus eignet? Mein 3-8mm Bims (Premium = bereits gewaschen), plus was noch dazu? Baumarkt-Sukkulentenerde wird ja eher abgelehnt, wie ich las, da zuviel Torfanteil? Was dann?

9

Montag, 24. August 2015, 00:17

Substrat komplett von den Wurzeln abspülen

............macht Sinn, da die Konzentration dort ja noch vorhanden ist und die Pflanze weiter schädigt!!
Substrat bekommst Du z.B. bei Haage!! ;)
Sukkulentenfieber ist eine schwere Krankheit! Wer sich infiziert hat, ist nicht zu retten!
Hauptsache, der frühe Vogel säuft nicht meinen Kaffee!!
Tom

10

Montag, 24. August 2015, 00:24

http://www.kakteen-haage.de/Zubehoer/Erd…nerde-10-l.html

Die hier gemischt mit meinem Bims? Wäre das ok? Wieviel Gewichtsanteile Bims?

11

Montag, 24. August 2015, 00:32

Nimm die mineralische,die passt besser! Bims kannst Du beimischen nach Gutdünken, da gibt es kein genaues Rezept.
Wenn Du von Hundert Sammlern einen Substrattip bekommst, dann hast Du genau Hundert verschiedene!
Bei mir sind es schon 50 % Bims. ;)
Beachte, Haage hat schon Bims im Substrat.................
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Tom

12

Montag, 24. August 2015, 09:38

Hallo, nochmal wegen des zweiten Bildes:
Ich glaube, dass hier einige jetzt gerade auch einen falschen Eindruck durch das zweite Bild haben. Das zweite Bild wirkt durch die rötlichen Eisen(Rost-)Flecken so, als ob der Kaktus gelb-braun wäre, wie ein schon vermodernder Kaktus. Das täuscht, das Braun kommt also wirklich nicht von irgendeinem Vermoder-Prozess, sondern ist aufgrund des Eisenüberschusses da. Dadurch dass der gelbliche Teil in der Realität noch so fest, prall und lebhaft wirkt (übrigens auf der Rückseite auch noch ein wenig grünlicher), möchte ich nicht so mirnichtsdirnichts als ersten Schritt gleich den ganzen großen Teil absägen.

Ich werde mir also eure Tipps zu Herzen nehmen und zunächst mal Wurzeln abspülen, trocknen und das Substrat komplett ersetzen.

Mir sind aber zwei Dinge noch nicht ganz klar:

- soll ich ihn danach wieder ganz sonnig auf meinen Balkon stellen, oder lieber in den Erker (auch Süd und sehr sonnig, aber da sind dünne leichte Gardinen davor), oder gar weiter hinten in die Wohnung?

- ich habe mich auch noch anderweitig erkundet, und es scheint zwei sehr voneinander abweichende Meinungen zu geben, was das richtige Substrat für einen Cereus angeht: einerseits so ein klassisches Kakteen-Gemisch (also z.B. so eine Kakteenerde von Haage, mit Bims dazu), oder wie ich also nun erfuhr, Palmenerde (Grund: Cereus kommt eher in Brasilien auf sehr fruchtbaren Böden vor), wobei ich da dankbar für einen genaueren Tipp wäre. Möchte nicht wieder im Baumarkt irgendeinen 'Mist' kaufen.

Danke euch!

13

Montag, 24. August 2015, 09:46

Nimm mal eine Nadel und pieks vorsichtig dein Plänzchen an. Wenn weißer Milchsaft austritt, dann ist es eine Euphorbia. Auf den Fotos wirklich etwas heikel zu beurteilen. Gutes Beispiels für Konvergenz... Konvergenzerscheinungen bei Sukkulenten ;)

Wenn du dir schon die Mühe machst und extra eine fertige Substratmischung bestellen willst, dann brauchst du nicht unbedingt Bims beimischen. Da du diesen aber schon vorrätig hast, schadet es aber auch nicht, wenn du etwas davon mit reinmischt.
Stimmt schon, so "wüchsige Sukkulenten" können schon gut eine Portion Humus im Substrat vertragen. Dennoch sollte das Substrat an sich überwiegend mineralisch sein. Schon allein, um einen guten Wasserabfluss sowie ein schnelles Trocknen des Substrats zu ermöglichen. Auch wenn ein Cereus auf eher fruchtbarem Boden wachsen sollte, so wächst er doch sicher nicht im Moor oder Sumpf. ;)

Über kurz oder lang sollte es schon das Ziel sein, deiner sukkulenten Pflanze ein Maximum an Sonne zu bieten. Aber eben mit langsamer Gewöhnung an die Sonne. Ist ja ähnlich wie bei uns Menschen. Ein Schotte im Spanienurlaub ist nach einem Tag krebsrot... Vor allem beim derzeitigen Sonnenstand kann es flott zu einer bedenklichen UV-Strahlung kommen, wenn man diese nicht gewöhnt ist.
Dennoch bin ich da ganz bei Tom und sage, dass so kein Sonnenbrand aussieht. War deine Pflanze evtl. an einem Standort mit großer Aufheizung während der Hitzephase, ohne zirkulierende Frischluftzufuhr? Einmal durchgekocht quasi?

Natürlich kannst du noch versuchen den oberen Teil zu retten. Warte mal ab, wie sich das gelbe Schadbild weiter entwickelt. Wenn die Verfärbung allerdings weiter nach unten ziehen sollte, dann solltest du schnell reagieren.
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


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Montag, 24. August 2015, 09:54

Hallo,

ganz wichtig, hier mal noch ein Detailbild - ich rätsele grade ob es sich vielleicht doch eher um einen Neocardenasia handelt?? (Wegen der 'gerippten' Rippen?)


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Montag, 24. August 2015, 09:58

Cereus jamacaru ist wahrscheinlicher. Schon allein, da dieser deutlich gängiger in Baumärkten und Co. vertreten ist. Aber Säulenliebhaber und -kenner wirst du hier im Forum kaum finden. Unsereins hält sich aus Platzgründen lieber an die kleinbleibenden Kugeln. ;)
Vielleicht ist ja noch jemand gewillt etwas Literatur zu wälzen, um deinen KAKTUS näher zu bestimmen. Zumindest Kaktus kann man beim neuen Foto sicher festlegen. :thumbup:

Und warum lädst du eigentlich deine Fotos nicht, gemäß der Forenregeln, über die foreneigene Software hoch? Ist ganz einfach und macht auch absolut Sinn. Hab´s jetzt geändert...

Jedenfalls schön zu sehen, dass dir die Bestimmung und die Rettung deiner Säule sehr am Herzen liegt. Mal gucken wie weit wir dir da behilflich sein können.
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


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Montag, 24. August 2015, 10:24

Ok, ich werde mal mein bestes versuchen. Danke für die vielen Tipps.

Macht es überhaupt einen Unterschied, ob die Pflanze nun ein Cereus oder ein Neocardenasia ist?


Noch etwas anderes, weiss jemand von euch, was der Unterschied zwischen diesen beiden ist:

http://www.kakteen-haage.de/Zubehoer/Erd…alisch-5-l.html

http://www.kakteen-haage.de/Zubehoer/Erd…enerde-5-l.html

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Montag, 24. August 2015, 11:09

Ok, ich habe jetzt die normale Kakteenerde (also nicht die beiden oben aus den Links, sondern die gemischte) von Haage bestellt.
Dies wurde mir von Haage für Cereen so empfohlen.

Würdet ihr die jetzt so nehmen wie sie ist (damit genug Nährstoffe enthalten sind), oder soll ich noch meinen Bims dazumischen?
Oder zu der Haage Kakteenerde noch Graberde dazu? Oder beides?

- Ich habe ja hier sonst auch noch den normalen Compo Kakteen-Dünger (nicht das Fetrilon) - ist der jetzt zu verteufeln, oder trifft den keine Schuld?

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Montag, 24. August 2015, 12:05

Rein aus Prinzip sollte man jetzt natürlich auch noch deinen Dünger verteufeln - aber der passt schon. Wenn dein Cereus in mineralischem Substrat steht, musst du sowieso häufiger düngen (und gießen auch; immer durchdringend im Sommer, sobald das Substrat wieder komplett trocken ist). Bei so einem wüchsigen Cereus kannst du schon bei jedem zweiten oder dritten Gießen Düngen - aber bitte maximal die Hälfte der vom Hersteller angegebenen Dosis. Reicht absolut. Wenn du da natürlich auch gemäß dem Motto "viel hilft viel" gehandelt hast, dann kann so eine extreme Salzkonzentration natürlich auch die Wurzeln verbrennen und im Extremfall zu solchen Schadbildern führen.
Deine Substrat-Frage von Beitrag 16 hat sich ja mitterlweile erledigt, oder?
Neocardenasia herzogiana ist ein Synonym für Neoraimondia herzogiana. Zumindest gehe ich mal davon aus, dass du die meinst. Die wächst in Bolivien in Höhenlagen zwischen 600 und 1.900 Metern. Cereus jamacaru dagegen wächst in der brasilianischen Caatinga-Vegetation. Glaube schon, dass da minimale klimatische Unterschiede herrschen. ;)
Warte mal bis Tom sich wieder meldet. Der ist unser Bestimmungsguru. Meine Motivation dazu hält sich aktuell etwas in Grenzen. :whistling:

Was hälst du von meiner "Durchgekocht"-Theorie? Dazu schreibst du ja gar nix. Hinter Glas kann sich die Hitze leicht hochpotentieren und wenn diese dann auch noch schön "steht", so sollte man sie wirklich nicht unterschätzen...
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


19

Montag, 24. August 2015, 12:30

Hinter Glas in der Sonne stand er nie, entweder hinter Glas+dünne Gardine (bis Frühsommer), danach frei auf dem Balkon, ohne Glas o.ä.

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Montag, 24. August 2015, 14:08

Wodurch du also einen Hitzestau ausschließt. Gut, dann mal schön weiter beobachten, ob die Verfärbung eventuell größer wird und auf das Ergebnis der Wurzelkontrolle bin ich auch schon schwer gespannt.
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


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