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Samstag, 25. April 2009, 10:34

Samen vor der Aussaat stratifizieren?

ich weiß ja nicht, ob das auf unsere sukkulentensamen zutrifft, aber in einem anderen forum hat mal jemand das stratifizieren von samen beschrieben:

Zitat

Der Begriff Stratifizieren bezeichnet eigentlich eine Spezialbehandlung von Saatgut um die Keimung anzuregen. Im algemeinen versteht man aber unter Stratifizieren eine längere feuchtkalte Lagerung der Samen. Oft wird Stratifizieren auch synonym für die Behandlung von Kaltkeimer gebraucht.

Viele in Mitteleuropa heimische Pflanzenarten (v.a. Baumsamen) verlangen niedrigere Temperaturen um zu Keimen. In der Natur ist das sehr sinnvoll, da so sichergestellt wird, daß die Samen erst nach dem Winter zu keimen beginnen. Während der Kältephase laufen im Samen vielfältige biochemische Prozesse ab. Dabei werden Substanzen gebildet welche die Keimung stimulieren. Diese Kälteeinwirkung wird meistens "Stratifizierung" genannt.

Grundsätzlich wird bei der Aussaat so vorgegangen: Das Saatgut sollten entweder im Herbst oder sehr früh im Jahr ausgesät werden. Ideal ist die Saat in Schalen. Natürlich kann auch direkt in den Garten gesät werden, was aber nur bei großen Saatgut-Mengen zu empfehlen ist, da hierbei nicht selten ein erheblicher Teil von Tiere gefressen wird.

Alternativ dazu kann die Kältebehandlung im Kühlschrank erfolgen, was häufig, gerade bei kleinen Menge erfolgreicher ist als die Saat draußen. Für den Kühlschrank ist es Zweckmäßig die Samen nicht in Schalen zu säen, sondern mit etwas feuchtem Sand, Perlite oder Taschentücher in Plastikbeutel zu packen. Hierbei ist auch die Gefahr der Schimmelbildung geringer. Soll die Kältebehandlung im Kühlschrank erfolgen geht man so vor: Die Saat wird zunächst warm gestellt, etwa 2-4 Wochen an einem etwa 20°C warmen Ort. Das Substrat muß dabei immer feucht (aber nicht naß) gehalten werden. Anschließend wird die Saat kalten Temperaturen ausgesetzt, zwischen -4 und +4 °C. Der Kühlschrank muß dafür möglichst kalt eingestellt sein (evtl. nachmessen!). Nach einer Kältephase von 4-6 Wochen werden die Samen aus dem Kühlschrank genommen und in Töpfe mit Erde ausgesät. Nach dieser Kühlperiode dürfen keinesfalls sofort hohe Temperaturen angewandt werden, vielmehr liegt dann der günstigste Temperaturbereich zwischen +5 und 12°C, auch dann, wenn bereits eine Keimung zu beobachten ist.
Gruß, Pit

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Samstag, 25. April 2009, 12:59

Sehr interessanter Beitrag, wobei ich aber bezweifele dass die Stratifikation sich positiv auf Sukkulentensaatgut auswirkt, denn in dem Beitrag ist ja die Rede von Kaltkeimern und darunter verstehe ich Pflanzen die aus kälteren Gegenden stammen.

Hat denn schon mal jemand diese Methode bei Sukkulenten ausprobiert oder kennt dazu einen Artikel?

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Samstag, 25. April 2009, 15:37

ich hab den tipp von jemandem, der damit z.b. palmen aussät, aber nicht klassische zimmerpflanzen. aber mehr weiß ich auch nicht ... habs noch nie probiert.
Gruß, Pit

4

Sonntag, 26. April 2009, 23:18

Die Methode wird sehr häufig für Kakteensamen aus "kälteren" Regionen, also vorwiegend frostharte wie Pedio-, Sclerocactus, Toumeya, Austrocactus und div. Opuntien beschrieben, z.B. hier.

@pit: Ob das bei Ascleps nötig ist wage ich zu bezweifeln. ;) Aber vielleicht ist hier eine andere Methode interessant (ich kenne es natürlich auch wieder nur von Kakteen): bei langsam oder schlecht keimenden Arten ist es manchmal erfolgreich, den Aussaattopf komplett durchtrocknen zu lassen und anschließend wieder in gespannte Luft zu bringen. Sehr häufig keimt dann mehr als zuvor.

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Dienstag, 28. April 2009, 17:58

Hallo,
nun will ich auch mal meinen Senf dazugeben:
also
@Pit und Sensei66: Ascleps sind sehr gute Keimer, wenn man sie unter den richtigen Bedingungen (Substrat, Temperatur.....) ausäät.
Siehe unter Vermehrung Ausaat von Orbea variegata;).

Also soe keimen leicht und für Anfänger recht gut geeingnet;).
mfG Lucas :)