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41

Montag, 2. März 2015, 22:04

Interessant, keine schlechte Idee zur Vorbeugung, werde ich mir auch mal besorgen.

Eine schön gemischte Sammlung gefällt mir immer am Besten ;) . Die ACM's sind bei mir ganz Astro-untypisch spät und schlecht gekommen. Vier Sämlinge habe ich jetzt, ich hoffe Du hast mehr Glück.

42

Montag, 2. März 2015, 22:12

Nun wie schon geschrieben - auch die ACMs bekam ich geschenkt. Eine ganze Samenkapsel voll........sieht auf alle Fälle viel aus.
Ich hatte die Aussaat gar nicht unbedingt vor, so ganz einfach sollen die ja auch nicht gerade sein. Aber egal - meistens klappt es dann ganz besonders gut, wenn ich keine Ansprüche habe. Und nachdem ich die Herkunft des Saatguts ganz genau kenne, habe ich an dessen Keimfähigkeit eigentlich überhaupt gar keinen Zweifel ^^
Aber Danke, Anton! Ich werde berichten......aber vielleicht in einem eigenen Tröööt, bevor ich deinen hier vollends schreddere.

43

Dienstag, 3. März 2015, 00:11

Na, das geht ja schon gut los bei euch.
Das wird schon mir den Ariocarpen. Selbst bei mir Aussaatmuffel, der keine besonderen Vorkehrungen trifft, leben noch fünf von sechs aufgelaufenen Sämlingen.

Gekauft habe ich in diesem Jahr keine Samen, ausgesät wurde erst mal nur eigene Ernte und da vor allem Hybriden.
Einen Teil meiner Aussaat habe ich 22.02.2015 getätigt. Da wären z.B. 2 x Akersia x nat., 7 Chamaecereus-Hybriden, 2 Echinopsis-Hybriden, 9 Hildewintera-Hybriden und 2 Epi-Hybriden (ca. gesamt 500 Korn). Viele davon ohne den Vater zu kennen, denn im letzten Jahr hatte ich zwei Hummelvölkern am GWH Unterschlupf gewährt, da konnte ich nur vor und nach der Bevölkerung gezielt bestäuben. Fruchtansatz hatte ich reichlich und habe dann die Früchte einer Pflanze einfach zusammen geschüttet, gemüschelt und bin dann auf die, hoffentlich recht unterschiedlichen Ergebnisse, gespannt. Die dürften auch sein, denn es blühten immer mehrere Hybriden, vor allem bei den Hildes, gleichzeitig.

Die erste Sämlinge sind am 01.03. bei den HWH geschlüpft, EH und CH folgten heute.



Die Epis lassen sich da immer ein wenig mehr Zeit.
Zur weiteren Aussaat kommen noch ein paar gezielte Epi-Kreuzungen, natürliche Epiphyten und ein paar Sukkulenten, wo ich noch ältere Samentütchen gefunden habe und von den ‚normalen’ Kakteen evtl. noch Leuchtenbergia principis.

Ach ja, bevor ihr nach dem Substrat und so fragt.
Genommen, weil noch da, habe ich Aussaaterde von Kakteen Schwarz welche mit eigenem Humus gestreckt wurde. Die Töpfe wurden in Chinosol-Lösung angestaut und werden mit Chinosol-Ackerschachtelhalm-Lösung besprüht. Stehen tuen die Töpf z.T. in einem alten Aquarium. Da mir da eine Lampe ausgefallen ist, hab ich denen einen Tränkenwärmer (die Hühner brauchen den jetzt nicht mehr) drunter gelegt. Der andere Teil steht im GWH auf einem beheizbaren Modul ohne Zusatzlicht.

LG
Frauke

44

Dienstag, 3. März 2015, 00:36

Wenn das hier beschriebene Substrat auch das ist, was sie verkaufen, wäre gar kein Humus drin...Widerspricht dann aber auch Norberts Aussage, dass es Betriebsgeheimnis wäre.

Auf der Webseite von Kakteen-Haage steht als Beschreibung der Kakteenerde: "nach altem Haage-Rezept hergestellte Spezialmischung". Dort wird auch auf die gute Qualität der Erde aufmerksam gemacht. Sie sei nicht mit der Baumarkterde vergleichbar, an der Pflanzen "nicht lange Freude haben".

Die Aussaaterde von Haage ist nicht völlig identisch mit der von uns benutzten Kakteenerde. Ich habe zwei Handvoll von der Kakteenerde genommen, die Erde gesichtet, ein paar verschiedene Bestandteile extrahiert und fotografiert.



- links oben: lange Fasern trocken ...darunter ein kleines Stücken Holz?
- links unten: klumpig, feucht faserig
- Mitte oben: klumpig, etwas feucht, nicht-organisch
- Mitte mittig: mineralisch
- Mitte unten: mineralisch
- rechts unten: das Substrat selbst

Was das im Einzelnen ist, kann ich nicht beurteilen. Ich kann nur Vermutungen anstellen: Kokosfasern, Torf, Blähschiefer, Bims, Löss/Lehm. Ich fand auf die Schnelle keinen Hinweis auf Sand. Die Erde selbst ist viel leichter und luftiger als torfhaltige Baumarkterde und nicht so feucht (vorbehandelt?) und klumpig. Aus diesem Grunde vermutete ich, sie enthalte eher Humus. Jetzt, nach der kleinen Inspektion, muß ich Anton recht geben, und bin auch ich davon überzeugt, daß in der Kakteenerde von Haage kein oder kaum Humus enthalten ist. Übrigens: die Standard Kakteenerde von Uhlig besteht aus 15% Weißtorf, 15% Kokosfasern und 70% mineralischen Bestandteilen.

Gruß,
Norbert

45

Dienstag, 3. März 2015, 12:17

@Frauke: Das macht mir ja Mut mit den Ariocarpen - einige Nachzügler haben meine Anzahl auf 4 erhöht...

Da habe ich ja gleich die Spezialistin hier: ich hatte ja meine blühenden Epis anfang Februar bestäubt (siehe hier) und das Ganze hat geklappt. Beide Pflanzen haben eine Frucht :) . Nur: ich habe damit bei Epis keinerlei Erfahrung... muss man warten bis die Frucht vergilbt und abfällt? Und am Besten dann gleich aussäen oder besser im nächsten Jahr?

Viel Spaß beim Schlüpfen-Zuschauen!

@Norbert: danke für die Analyse! Das Substrat links unten ist für mein Dafürhalten reiner Torf...

46

Dienstag, 3. März 2015, 13:54

Mammillaria fraileana
Sehr gute Wahl! :thumbup:

Und besten Dank an Norbert für die gelungene Substratanalyse!
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969

47

Dienstag, 3. März 2015, 14:50

@Frauke: Das klingt aber auch interessant, was du da alles ausgesät hast :thumbup:
Sind ja quasi eigene Hummel-Wundertüten....... ^^ Bin gespannt auf die Ergebnisse! Und was bezeichnest du als "eigenen" Humus? Ist das Kompost oder sterilisierte Gartenerde?

@Norbert: Danke für die Analyse ;) !
Du hast aber die Standard-Kakteenerde von Haage untersucht, oder? Aus was das Uhlig-Substrat besteht ist kein Geheimnis - das steht auf jedem Sackerl und im Internet auch. Allerdings ist das Aussaatsubstrat von Uhlig (das ich benutze) rein mineralisch.
Torf ist ja prinzipiell nichts Schlimmes - und solange man extra den mit den längeren Fasern nimmt, verbäckt da auch über Jahre nichts - also zumindest sehen die Wurzelballen meiner Kakteen auch nach Jahren in Uhligs Standardsubstrat gut aus. Mich stört am Torf nur, dass der Torfabbau so ätzend für die Natur ist................ :S

@Matthias: Danke :D

48

Dienstag, 3. März 2015, 15:03

@Norbert: danke für die Analyse! Das Substrat links unten ist für mein Dafürhalten reiner Torf...

Wie war das auch wieder mit links und rechts? Ich meinte natürlich rechts unten ...

49

Dienstag, 3. März 2015, 18:38

Hallo Anton,

da gratuliere ich erst mal zum Nachwuchs.
Also, bei den Epis kann es schon eine ganze Weile dauern bis zur Ernte. Kommt dabei auch vor allem darauf an, was es für eine Hybride ist und ob die Frucht eher klein, so 1 - 2 cm oder größer bis zu 5 cm wird.
Bis zu einem halben Jahr solltest du jedenfalls rechnen. Die Früchte verfärben sich zu Ende der Reifezeit und ich ernte dann immer, wenn die Frucht leich abzumachen geht. Wie beim normalen Obst, da gehen die meisten Früchte auch erst ohne Gewalt ab, wenn sie richtig reif sind.
Gestern hatte ich eine Frucht von einer Bestäubung Ende Juli letzten Jahres geerntet, die war 30 x 40 mm groß, an zwei Epis hab ich noch Früchte aus Ende Juli und diese sind noch grün und fest. Bei den sind wir nun schon bei 7 Monaten.

Zur Aussaat schreib ich dann noch mal an anderer Stelle.

LG
Frauke

50

Dienstag, 3. März 2015, 19:13

Danke für die Info! Die Früchte haben nach einem Monat 3 bzw. 4 cm. Das kann also noch eine Weile dauern. Dann hat das mit der Aussaat ja auch noch ewig Zeit ;) .

51

Dienstag, 3. März 2015, 21:34

Und was bezeichnest du als "eigenen" Humus? Ist das Kompost oder sterilisierte Gartenerde?


Na ja, ganz eigener Humus war es nicht. Da unser neuer Garten noch nicht so die richtige Güte hat, holt mein Mann immer mal einen Hänger voll von der Stelle, wo die Dorfaufräumer die gesammelten biologischen Abfälle lagern. Vor drei Jahren war der Humus noch nicht so durch und ich berichtete vom Käferfund. Letztes Jahr aber war die Fuhre richtig schön durch, feinkrümelig und ohne Fremdkörper, da hatte ich mir einen großen Eimer beiseite genommen. Und nein, sterilisiert habe ich da nichts. Hab ich auch noch nie gemacht.

LG
Frauke

52

Dienstag, 3. März 2015, 23:36

Ich sehe humose, unbehandelte Substratbestandteile für die Aussaat nach wie vor skeptisch. Solange dort Pilze beinhaltet sind muß die Chinosolkonzentration gesteigert werden, was durchaus ein wenig keimhemmende Wirkung haben kann.
Sukkulentenfieber ist eine schwere Krankheit! Wer sich infiziert hat, ist nicht zu retten!
Hauptsache, der frühe Vogel säuft nicht meinen Kaffee!!
Tom

53

Freitag, 6. März 2015, 20:01

Lieber Anton - gibts was Neues von den Sämlingen?
Nachdem meine Tomaten schon erstaunlich weit sind, bin ich fleissig am Pikieren der einen Aussaat und werde morgen oder übermorgen die nächste Runde einläuten.....
Was machen die Arios?

Schönen Abend! Sabine

54

Sonntag, 29. März 2015, 10:00

Die Aussaat 2015 ist in die 2e Phase gegangen - am 11.3 habe ich 18 Eriosyce-Portionen ausgesät. Da ich mit Eriosycen sehr schlechte Keimquoten hatte in der Vergangenheit, habe ich mir dieses Mal mehr Gedanken gemacht. Bis jetzt bekamen die Eriosycen bei mir eine Standardbehandlung bzgl. Aussaat.

Friedrich Ritter schreibt in 'Kakteen in Südamerika', Bd.3, Seite 867 über ein kühl-feuchtes Keimklima für die Neoporteria- und Neochilenia-Arten und ähnliche Sachen hatte ich auch sporadisch im Netz gefunden. Also habe ich das Zimmergewächshaus absonnig ins WQ gestellt und die Töpfe auch 1-2 cm ins Wasser gestellt. Die Temperatur geht hier nachts im Zimmergewächshaus bis auf 10 Grad runter; tagsüber kam es im Anfang kurz über 20 Grad, aber in den letzten kalten und grauen Tagen kaum über 15.

Nach einer Woche war ich noch sehr skeptisch - außer Napina und Laniceps fast keine Keimung ;( . Aber nach ca. 10 Tage fing es an und in den letzten richtig nass-kalten Tagen (also nach 2,5 Wochen) spriesst es richtig. Die Durchschnittskeimquote liegt bei 45% und wird sicher noch höher, da immer noch täglich weitere Samen keimen. Mag sein, dass andere das auch im warmen Klima schaffen, für mich ist das ehrlich gesagt ein Traumergebnis :) .

In der Neoporteria-Gruppe gibt es bis jetzt einige Ausfälle, die den Schnitt runterdrücken. Vallenarensis ist als einzige Art noch ohne Keimung, Microsperma und Multicolor sind noch sehr dürftig. Die sonstigen liegen im Schnitt bei 50%, was mich vor allem bei Senilis (obwohl ja eigentlich das Gleiche wie die kaum keimenden Mulicolor...) freut - die habe ich schon öfters erfolglos ausgesät..
Bei den Neochilenen ein ähnliches Bild. Crispa keimt bis jetzt fast gar nicht, die verschiedenen Taltalensis-Arten sehen gut aus - Keimquote deutlich über 50%.

Fazit: ein durchschlagender Erfolg :D :D :D .

Übrigens: bei den Astrophyten sehe ich immer noch keinen Unterschied zwischen den Sämlingen im mineralischen und humosen Substrat. Beide sind mittlerweile einigermaßen veralgt. Ich werde die Oberschicht mal austrocknen lassen und feinen Aquarienkies in den Zwischenräumen schütten....

Arios sind doch noch ein Paar gekommen und es sind jetzt 4 Stück ;( .

Gruß, Anton

55

Sonntag, 29. März 2015, 10:33

Besten Dank für das ausführliche Update.
Gruß Markus

56

Sonntag, 29. März 2015, 11:29

Sehr interessant, Anton.
Ich hatte mit meiner Frühjahrsaussaat eigentlich immer sehr gute Ergebnisse, gerade bei den Chilenias fast 80-100% Quote, Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel.
Sukkulentenfieber ist eine schwere Krankheit! Wer sich infiziert hat, ist nicht zu retten!
Hauptsache, der frühe Vogel säuft nicht meinen Kaffee!!
Tom

57

Sonntag, 29. März 2015, 16:36

Solche Prozentzahlen kenne ich eigentlich nur von Rebutien, Echinopsen, Echinocereen, Mammillarien u.ä. Die Chilenen lagen bei mir aus irgendeinem Grund eher bei 10% ;( .

58

Sonntag, 29. März 2015, 17:51

Guckst Du hier Aussaat 2012 :thumbup:
Sukkulentenfieber ist eine schwere Krankheit! Wer sich infiziert hat, ist nicht zu retten!
Hauptsache, der frühe Vogel säuft nicht meinen Kaffee!!
Tom

59

Montag, 30. März 2015, 13:08

Dort zähle ich doch auch 10 von 24 Arten mit Quoten unter 25% und einen Schnitt von knapp über 50%. Ungefähr vergleichbar mit meinen jetzigen Resultaten, aber deutlich höher als das was ich in der Vergangenheit hatte...

60

Mittwoch, 15. April 2015, 18:52

Bei meiner Eriosyce-Aussaat sind mittlerweile 5 Wochen verstrichen. Wie ich schon vorher geschrieben hatte, habe ich sie sehr kühl und nass gehalten.

Zu meinen früheren Ausführungen kann ich hinzufügen, dass erstaunlich ist wieviel in den letzten Wochen noch gekeimt hat. Mehr als die Hälfte aller Keimlinge keimten erst nach mehr als 16 Tagen! Hat vielleicht mit den anderen Bedingungen zu tun!? Bei vallenarensis, der als einzige noch nicht gekeimt hatte, gab es in Woche 5 noch 2 Treffer, multicolor, crispa , villosa , occulta und microsperma fingen erst in Woche 3 und 4 an!

In der Tabelle die Anzahl der Samen, dann die Keimlinge nach 16 Tagen, dann nach 33 Tagen. (ich weiss, das 43 Keimlinge aus 40 Samen etwas komisch erscheinen mag... ;) )

Von der Astrophyten-Aussaat berichte ich ein anderes Mal - aber es geht denen wunderbar :) .

Gruss, Anton

napina 40 28 43
castanea 20 3 13
laniceps 20 15 12
litoralis 20 9 17
microsperma 20 0 4
multicolor 20 0 10
nigrihorrida 20 5 17
senilis-weiss. 20 4 13
senilis-schwarz 20 6 22
vallenarensis 20 0 2
villosa 10 1 9
echinus 20 13 17
crispus 20 0 4
floccosus 20 4 19
occultus 20 1 8
paucicostatus 20 3 17
setosiflorus 20 15 22
odieri 10 3 5