Sie sind nicht angemeldet.

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Weitere Informationen

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Sukkulentenforum von Markus Spaniol. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Sonntag, 28. September 2014, 13:10

Hilfe, Wurzelläuse bei Kakteen!

Hallo zusammen,

leider musste ich kürzlich feststellen, dass ich Wurzelläuse in meiner Kakteensammlung habe und möchte sie gerne so umweltschonend wie möglich wieder loswerden.
Zur Gesamtsituation: Die Kakteen stehen in meinem Wohnzimmer, das zum Teil als eine Art Wintergarten gestaltet ist, auf einer Fensterbank, zum guten Teil hinter der Heizung. Die meisten wachsen in handelsüblicher Kakteenerde aus dem Baumarkt (auf Basis von Torf und Quarzsand). Viele davon sind Selenicereen, einzelne Opuntien und einige Kugelkakteen. Weil ich es im Winter mit dem Heizen nicht übertreibe, haben übrigens viele Kakteen trotz der Nähe zur Heizung sehr schön geblüht, insofern denke und hoffe ich, dass die Haltungsbedingungen im Großen und Ganzen OK sind.

Einem älteren Forumsbeitrag habe ich entnommen, dass eine Beimischung von Kieselgur zum Substrat einen Befall mit Wurzelläusen verhindern kann.
Aber funktioniert das auch im Nachhinein?
Meine Idee war, die Pflanzen auszutopfen, das alte Substrat teilweise zu entfernen, ggf. auch Wurzeln zurückzuschneiden und es gegen neue Kakteenerde auszutauschen, die zu 50% Kieselgur enthält. Ich vermute, dass ein rein mineralisches Substrat zumindest für die Selenicereen zu mager wäre. Ein Knackpunkt ist, dass es bei einigen Pflanzen de facto unmöglich ist, das alte Substrat komplett zu entfernen. Würde es reichen, den Wurzelballen zu reduzieren und praktisch komplett mit Kieselgur-haltiger Erde zu umhüllen und darauf zu hoffen, dass sich genügend Kieselgur beim Gießen im ganzen Topf verteilt?
Es würde mich auch interessieren, ob Kieselgur irgendwelche Risiken mit sich bringt, die z. B. die Verwendung im Wohnzimmer verbieten. Z. B. Feinstaub, der in der Heizperiode im Raum verteilt wird.
Oder ob Kieselgur anderweitig problematisch werden kann. Besagtem älteren Beitrag meine ich indirekt entnommen zu haben, dass z. B. Löss harmloser als Kieselgur ist, aber wenn ja, warum?
Wenn in einem solchen aktuen Fall doch erst mal die chemische Keule ran muss, freue ich mich natürlich auch über Hinweise, auch wenn ich sie nur sehr ungern einsetze.

Viele Grüße,

Tobias

2

Sonntag, 28. September 2014, 15:15

Moin Tobias,

zuerst einmal herzlich willkommen hier bei uns im Forum!

Leider, wenn Du die "Viecher" wirklich loswerden willst, muß das gesamte alte Substrat entfernt werden!
Leider ist dieses "Baumarktgemisch" wirklich zu nichts zu gebrauchen, was auch nur entfernt mit Sukkulenten zu tun hat.
Besser ist es da auf jeden Fall sich einige mineralische Bestandteile zu besorgen(Siehe Linkliste) und für die Selenies etwas normale Gartenerde unter zu mischen, die ist allemal besser als diese Torfgemische!
Zum Vorgang;
Sollte das alte Gemisch zu trocken sein zum Lösen, dann giesse einmal richtig durch, damit es nass ist, läßt sich dann einfacher entfernen.
Leider verbleiben auch dann noch Reste, die Du mit einem scharfen lauwarmen Wasserstrahl abspülen kannst.
Im Anschluß lässt Du alles erst einmal eine Woche zum Trocknen liegen.
Eine Weile vergeht ja eh, bis das neue Substrat vorhanden ist.
Kieselgur ist ein Sediment, welches in den Eiszeiten durch die Ablagerung von abgestorbenen Kieselalgen entstand.
Nach dem Trocknen kannst Du alle Pflanzen eintopfen und erst einmal ca. 14 Tage mit dem Giessen warten, damit sich die Wunden an den Wurzeln erholt haben und sich auch neue gebildet haben.
Zwischendurch darfst Du gerne etwas sprühen oder nebeln. :thumbup:
Sukkulentenfieber ist eine schwere Krankheit! Wer sich infiziert hat, ist nicht zu retten!
Hauptsache, der frühe Vogel säuft nicht meinen Kaffee!!
Tom

3

Sonntag, 28. September 2014, 16:51

Einem älteren Forumsbeitrag habe ich entnommen, dass eine Beimischung von Kieselgur zum Substrat einen Befall mit Wurzelläusen verhindern kann.
Aber funktioniert das auch im Nachhinein?


Nach meinen Erfahrungen ist Kieselgur auch im Nachhinein ein absolut wirksames Mittel gegen Wurzelläuse. Ansonsten hat Tom (Thomas Kühlke) ja bereits die wichtigsten Punkte angesprochen,

4

Sonntag, 28. September 2014, 17:55

Da ich in diesem Jahr auch einen heftigen Befall in meiner Sammlung hatte, kann ich Dir ja mal meine Erfahrungen schildern. Und die sind so, daß nur die chemische Keule gegen die Biester hilft. Ich habe das alte Substrat komplett ausgespült, eine 0,15%zige Giftbrühe hergestellt und die Wurzeln der Pflanzen darin 24Stunden stehen lassen. Nach zwei Wochen habe ich diesen Vorgang wiederholt wegen der eventuell geschlüpften Brut. Danach blieben die Pflanzen einige Tage liegen. Die Töpfe habe ich sorgfältig gereinigt und desinfiziert, danach wurde alles in neues Substrat gepflanzt. Dieser ganze Vorgang zog sich vom Frühsommer bis zum August hin. Nachdem sich die Pflanzen nach dieser Gewaltkur berappelt hatten, explodierten sie förmlich und blühten auch z.T. noch wunderschön. Grade gestern habe ich eine der am stärksten befallenen Pflanzen ausgetopft, um mal zu sehen, wie die Wurzeln inzwischen sind. Was ich gesehen habe, hat mich sehr erfreut - ein kräftiger, gesunder Wurzelballen!
Meine Meinung zu Kieselgur ist hier im Forum hinlänglich bekannt - ich mische das seit Jahren dem Substrat bei, bei mir hat es nicht geholfen....Ich wünsche Dir viel Erfolg,ich weiß, wie das ist, wenn man die Viecher entdeckt, ich war völlig fertig mit der Welt. Urs

5

Sonntag, 28. September 2014, 20:10

Hallo Tobias,

herzlich Willkommen hier im Forum!

Wurzelläuse sind was Fieses... Wenn du sie wirklich ohne chemische Keule loswerden willst, dann hilft nur dies hier (Punkt VI, Schädlinge): http://home.arcor.de/kokert/arti_gym.htm - aufwendig aber bei Wurzelläusen genauso effektiv wie bei Nematoden. Das Eiweiß der Biester beginnt bei dieser Temperatur irgendwann zu gerinnen und das war´s dann.

Einfacher ist aber die in diesem Schritt schon beschriebene chemische Keule. Allerdings ist es jetzt, kurz vor der Winterruhe, halt auch ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt. Notfalls musst du das ganze Prozedere bis zum Frühling verschieben. Im Winter legen ja auch die Biester eine Ruhephase ein.

Viel Erfolg - Shamrock (aka Matthias)
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


6

Sonntag, 28. September 2014, 21:24

Im Winter legen ja auch die Biester eine Ruhephase ein.
Also da wage ich mal zu widersprechen - meine waren im Winter höchst lebendig. Und ich habe mal irgendwo gelesen, daß grade der Winter den Viechern entgegen kommt. Aber ich weiß natürlich, daß meine Methode dann nicht angewendet werden kann. Dann hilft nur ausgetopft liegen lassen. Urs

7

Sonntag, 28. September 2014, 21:33

Bis zum Frühjahr würde ich definitiv nicht warten, bis dahin sind die Wurzeln hinüber! Ich habe zwar schon etliche Jahre keine Wurzelläuse mehr, aber früher haben diese sich auch nicht in den Winterschlaf begeben!
Sukkulentenfieber ist eine schwere Krankheit! Wer sich infiziert hat, ist nicht zu retten!
Hauptsache, der frühe Vogel säuft nicht meinen Kaffee!!
Tom

8

Montag, 29. September 2014, 10:21

Okay, dann nehme ich meine Winteraussage umgehend zurück. Da die meisten Insekten im Winter auf Ruhemodus schalten, habe ich dies bei den Wurzelläusen auch vermutet. Aber eben, lediglich vermutet. Somit sollte man bei der Bekämpfung wohl wirklich nicht mehr warten...
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


9

Sonntag, 5. Oktober 2014, 11:48

Erstmal ganz vielen Dank für die vielen, konstruktiven Kommentare, mit denen ich so schnell gar nicht gerechnet hatte!
Einige der vorgeschlagenen Maßnahmen sind allerdings leider bei vielen meiner Pflanzen schwer umzusetzen, weil sie inzwischen recht groß und sperrig sind und dicke Wurzelballen besitzen, die sich schlecht komplett ausspülen oder in heißes Wasser hängen lassen (eine ganze Menge Erde würde ich aber natürlich entfernen können). Und meine räumlichen Verhältnisse sind auch so, dass es nicht so einfach wäre, alle Kakteen auszutopfen und sie erstmal ohne Erde den Winter über irgendwo hinzulegen.

Aber zum Verständnis: Warum wäre das eigentlich so wichtig, die Wurzeln komplett und mehrfach auszuspülen, wenn man sowieso nach dem Eintopfen in Kieselgur-haltiges Substrat für Verhältnisse sorgt, in denen die Viecher nicht leben können? Müsste doch eigentlich wurst sein, wenn da erst mal ein paar Eier überleben, weil die Jungtiere doch dann sowieso im Kieselgur vertrocknen oder nicht?

@ Markus: Hilft Kieselgur eigentlich auch bei anderen Parasiten als Wurzelläusen? Habe leider auch ein paar Schmierläuse, die ihre Eier ja auch gern an Wurzeln legen (sind aber nicht viele). Wenn Kieselgur in tropischen Ländern zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt wird, geht es dabei doch bestimmt nicht immer nur um Wurzelläuse, oder?

@ Thomas: Was ist so schlimm an der stinknormalen Kakteenerde auf Torfbasis? Meine Kakteen sind darin bis jetzt gut gewachsen (bis die Wurzelläuse kamen...) Bei Kugelkakteen aus sehr trockenen Lebensräumen oder solchen mit dicken oder empfindlichen Wurzeln leuchtet mir der Sinn mineralischer Substrate ja sehr ein, aber bei Selenicereen oder Opuntien? Ein Bekannter hat seine Königin der Nacht meines Wissens sogar einfach in Blumenerde stehen und das ist mit die schönste Pflanze, die ich kenne und sie blüht auch sehr zuverlässig. Hier in Rostock ist Gartenerde oft sehr lehmig und weil wir hier sehr kalkhaltiges Leitungswasser haben, vermute ich, dass auch die Erde recht viel Kalk enthält. Das möchte ich meinen Kakteen eher nicht zumuten. Und leider habe ich auch keinen Garten.

Ich vermute, einfach alle Kakteen mit einem systemischen Insektizid zu gießen, z. B. mit Calypso (von dem ich schon Positives gelesen habe), wäre die mit Abstand einfachste Maßnahme. Aber wie gesagt, ich würde, sofern überhaupt möglich, gern ohne Gift auskommen. Als pflanzliche Alternative wurde auch schon mal irgendwo Neem genannt, das angeblich auch systemisch wirkt. Hat jemand aus dem Forum damit schon mal Erfahrungen gemacht?

Viele Grüße, Tobias

10

Sonntag, 5. Oktober 2014, 12:01

aber bei Selenicereen oder Opuntien?

Völlig korrekt! Ausnahmen bestätigen die Regel!
Gehe immer davon aus, woher Deine Pflanzen ursprünglich kommen. Also nicht vom Gärtner, sondern wo sich das natürliche Habitat befindet.
In der Regel sind dies Trockengebiete ohne Torf! Gewisse Species haben sich aber soweit arrangiert, dass sie auf jedem Boden wachsen, siehe Opuntia!
Torfgemische verwenden nur "Gärtnereien", die Pflanzen möglichst schnell, möglichst groß bekommen wollen, um Profit machen zu können. Die Pflanzen sind dann eher verweichlicht, weil sie nicht abhärten können und gehen dann in anderer Kultur als die Aufzucht, schnell ein. Darauf spekulieren diese Firmen, damit schnell "Ersatz" gekauft wird. X(
Sukkulentenfieber ist eine schwere Krankheit! Wer sich infiziert hat, ist nicht zu retten!
Hauptsache, der frühe Vogel säuft nicht meinen Kaffee!!
Tom

11

Sonntag, 5. Oktober 2014, 12:13

@ Markus: Hilft Kieselgur eigentlich auch bei anderen Parasiten als Wurzelläusen?

Ich gehe davon aus, dass Kieselgur auch gegen andere Schädlinge wirksam eingesetzt werden kann, unter der Voraussetzung dass die Insekten, bzw. die Larven oder Eier mit dem Kieselgur in Berührung kommen. Siehe auch -> Nie wieder Wurzelläuse

12

Sonntag, 5. Oktober 2014, 12:50

Hallo Thomas,

ja, wäre eher interessant, ob es überhaupt einen Kaktus gibt, der in der Natur auf torfhaltigem Boden wächst...
Gilt vermutlich ja auch für diverse andere Pflanzen. Ich würde davon ausgehen, dass über 90% diverser Zimmer-, Balkon- und Gartenpflanzen in der Natur ebenfalls nicht in Torf wachsen. Ich will hier auch ganz und gar keine Lanze für Torf im Allgemeinen brechen, aufgrund der Umweltproblematik. Bei meinen Nichtkakteen versuche ich das, wo es geht, zu vermeiden und verwende Substrate auf anderer Basis (z. B. torffreie Blumenerde und eben Gartenerde).

Gruß, Tobias

13

Sonntag, 5. Oktober 2014, 14:03

torffreie Blumenerde und eben Gartenerde

Lobenswerter Gedanke dieser!
Gartenerde ist zumeist natürlich "gewachsen", enthält also auch Microorganismen, die einer Bewurzelung etc. sehr hilfreich sein können. :thumbup:
Sukkulentenfieber ist eine schwere Krankheit! Wer sich infiziert hat, ist nicht zu retten!
Hauptsache, der frühe Vogel säuft nicht meinen Kaffee!!
Tom

14

Sonntag, 5. Oktober 2014, 19:47

Müsste doch eigentlich wurst sein, wenn da erst mal ein paar Eier überleben, weil die Jungtiere doch dann sowieso im Kieselgur vertrocknen oder nicht?
Spätestens jetzt müsste man genau wissen, was und wie Kieselgur bewirkt, dass Wurzelläuse und Co. dort nicht leben können. Da mir dies nicht bekannt ist, sehe ich es einfach mal andersrum: Sobald es um ihr eigenes Überleben geht, können sich Tierchen mit allem möglichen arrangieren. Wie kommt eine Wurzellaus zum Kaktus? Ist diese zumindest zeitweise über der Erde mobil und kann sich ihr Opfer aussuchen? Dann würde sie wahrscheinlich Kieselgur einfach meiden, da es ihr absolut keine optimalen Bedingungen bietet. Aber werden die Tierchen darin geboren, dann bleibt ihnen erstmal gar nichts anderes übrig, als sich mit den Gegebenheiten zu arrangieren. Die Alternative wäre der sofortige Tod aber der Selbsterhaltungstrieb sagt kämpfen...
Anders formuliert: Für mich sind da noch ein paar Fragezeichen offen und insofern würde ich schon erstmal die vorhandene Wurzellauspopulation vollständig ausrotten.
Irgendwie habe ich alles viel zu kompliziert formuliert aber ich hoffe mal, du verstehst worauf ich hinaus will... ;)


ja, wäre eher interessant, ob es überhaupt einen Kaktus gibt, der in der Natur auf torfhaltigem Boden wächst...
Naja, Kakteen haben sich die Nische der Sukkulenz gesucht um sich gegenüber anderen Pflanzen behaupten zu können. Dieser Vorteil würde durch ein Wachstum auf Humus oder Torf am Standort wegfallen und andere Pflanzen würden sie glatt überwuchern. Kakteen wachsen langsam und haben keine Chance, sobald dort andere Pflanzen wachsen und gedeihen können. Nur mal so als Beispiel. Selbstverständlich gibt es auch Kakteen mit gering ausgeprägter Sukkulenz, aber die wachsen dann meist auf Bäumen, wo man auch selten Torf findet. ;)

Und klar, über 90% der Zimmer-, Balkon- und Gartenpflanzen wachsen in Kultur in einem anderen Substrat, als das gewohnte vom Standort. Aber dafür werden sie ja in Kultur betüddelt, damit sie damit auch zurecht kommen. Die Pflanzen, die nicht mit den gängigen Kultursubstraten zurecht kommen, kommen auch nicht als Kulturpflanzen in Umlauf. Man kann schlecht Geld mit etwas verdienen, was sofort die Grätsche macht oder wo man mehr investieren muss, als durch den Verkauf wieder reinkommt. ;) Hier finden höchstens Liebhaber ihre Nische.

Der brutale Raubbau an der Natur im Rahmen der Torfgewinnung steht sowieso auf einem ganz anderen Blatt.
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


15

Sonntag, 5. Oktober 2014, 21:44

Spätestens jetzt müsste man genau wissen, was und wie Kieselgur bewirkt

...es löst den Schutzfilm auf dem Chitinpanzer von Insekten und zerstört durch Austrocknen die äußeren Zellschichten des Panzers. Somit trocknen die Insekten förmlich aus. :thumbup:
Sukkulentenfieber ist eine schwere Krankheit! Wer sich infiziert hat, ist nicht zu retten!
Hauptsache, der frühe Vogel säuft nicht meinen Kaffee!!
Tom

16

Sonntag, 5. Oktober 2014, 21:45

Somit trocknen die Insekten förmlich aus. :thumbup:
Aber nicht zwangsläufig...!!

17

Sonntag, 5. Oktober 2014, 21:48

Jaaaaa, Urs!
Bei Dir nicht, haben wir mittlerweile verstanden! 8o
In der Regel aber immer!! :thumbup:
Sukkulentenfieber ist eine schwere Krankheit! Wer sich infiziert hat, ist nicht zu retten!
Hauptsache, der frühe Vogel säuft nicht meinen Kaffee!!
Tom

18

Sonntag, 5. Oktober 2014, 21:58

Zitat

haben wir mittlerweile verstanden!
Dann ist es ja gut!

In der Regel aber immer!!
Nein, auch das nicht! Außer mir gibt es noch mehr Leute, die glauben, daß die Wirkung von Kieselgur überschätzt wird. Urs

19

Montag, 6. Oktober 2014, 20:07

Urs, welchen Kieselguranteil hast Du denn im Substrat? Oder weiß jemand, ob es Bestandteile gibt, die die Wirkung des Kieselgurs reduzieren?

Fragt sich Tobias

20

Montag, 6. Oktober 2014, 23:00

zu Shamrock: Bei der riesigen Vielfalt an Kakteenlebensräumen würde ich fest davon ausgehen, dass auch die Böden, in denen sie wachsen, sehr vielfältig sind. Ich könnte mir schon vorstellen, dass z. B. in nebelgeprägten Lebensräumen Kakteen auch gemeinsam mit Moosen wachsen können, und das wäre dann ja schon fast Torf. In Costa Rica habe ich Säulenkakteen gesehen, die irgendwo zwischen Büschen, Gräsern und Bäumen standen, und kletternde Kakteen, die im Trockenwald in die Bäume wachsen, wurzeln bestimmt auch in Erde mit einem gewissen Humusanteil. Im Mittelmeerraum wachsen Opuntien z. T. in total lehmigem Boden, kriegen im Sommer 1/2 Jahr kein Wasser ab, dafür im Winter aber umso mehr - Bedingungen, wie man sie in Deutschland nie halten würde. Insofern ist doch sicher das Allermeiste, was man so an Substraten zusammenmischt, ein Kompromiss, der sich bewährt hat, aber nicht zwingend dem entspricht, was die Kakteen in ihrer Heimat vorfinden - schön, dass sie so anpassungsfähig sind!

Ähnliche Themen