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Jörg H.

unregistriert

1

Donnerstag, 30. Januar 2014, 22:00

Fäulnis

Hallo, meine Frage poste ich bewußt in diesem Bereich, da ich einfach mal grobe Pflegefehler ausschliesse.
Nach langer Zeit musste ich mich heute mal wieder von einer Pflanze (Euphorbia enopla) verabschieden. Sie schien regelrecht von innen her zu verfaulen; es waren so viele Glieder am Ende betroffen, daß ich Rettungsversuche unterlassen habe.
Was ich nicht verstehe - Sie stand bis zuletzt in einem lockeren, mineralischen Substrat und seit November relativ kühl (ca. 17 Grad) und trocken. Diese Pflanze hab ich eh nie viel gegossen.
Gibt es irgendwelche andere Kranheiten/Schädlinge, die solche Auswirkungen haben können?
Ich find es extrem schade, zumal sich die Enopla sehr gut gemacht hat und würde gern so etwas in Zukunft vermeiden.

Einfach mal als Frage in die Runde....

Gruß

Jörg

2

Donnerstag, 30. Januar 2014, 23:15

Hallo Jörg,

sehr schade - mein Mitgefühl ist dir gewiss!

Ja woran lag´s? Irgendeine Pilzinfektion mal eingefangen und jetzt im Winter, wo der Stoffwechsel der Pflanze runtergefahren ist und sie sich somit nicht mehr richtig wehren konnte, kam der Durchbruch. Natürlich nicht schön aber passiert im Winterquartier immer wieder mal. Zumal auch im Winter die Luftfeuchtigkeit häufig recht hoch ist und das ist für Pilze natürlich sehr förderlich.
Oder halt doch mal zu kalt gestanden. Viele Euphorbien sind da etwas sensibel wobei ja aber auch 17°C nicht wirklich kalt ist. Hat sie vielleicht doch mal kurzfristig deutlich niedrigere Temperaturen über sich ergehen lassen müssen?
Soweit zumindest meine Theorie.
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


Jörg H.

unregistriert

3

Donnerstag, 30. Januar 2014, 23:28

Danke für Deine Erklärungsversuche, Matthias!

Also das mit den deutlich niedrigeren Temperaturen kann ich absolut ausschliessen.
Vielleicht war die Luftfeuchtigkeit zu hoch, das erscheint mir eher plausibel.

Dann werde ich wohl in Zukunft noch vorsichtiger sein müssen.....

Hat mich wirklich geärgert und auch etwas traurig gestimmt, da gerade diese Pflanze sich 2013 so prächtig entwickelt hatte.

Auf ein Neues..... :thumbup:

Jörg H.

unregistriert

4

Freitag, 31. Januar 2014, 22:00

Danke für Eure Hilfe!
:thumbup:

5

Dienstag, 11. Februar 2014, 18:14

lüften, lüften, lüften - reduziert die Fäulnisgefahr ganz erheblich. Bin sicher, ein Propeller über der Pflanze hätte geholfen ;)
Ach ja, auch das Entfernen von Blütenresten ist immer zu empfehlen, wenngleich das auch ziemlich stressig ist, außer bei den Gymnos, da macht das richtig Spaß..

Grüßle Robby

6

Sonntag, 16. Februar 2014, 13:36

Das Problem habe ich auch

Bei mir macht gerade meine Gruppe Mammi gracilis schlapp, sie wird von unten her immer weicher und sogar die Dornen scheinen zu welken. Das merkwürdige daran ist, dass ich die Pflanzen schon ewig besitze und sie (trotz fehlender Fachkenntnis) schon immer wunderbar zurechtkamen. Umgetopft habe ich sie zuletzt vor ca. 2 Jahren. Zuerst dachte ich, sie hätten vielleicht zu viel Wasser abbekommen, aber der Zustand hat sich nicht gebessert. An manchen Pflanzen bildeten sich auch außergewöhnlich viele Arme, wohl um Nachkommen zu sichern. Jetzt weiß ich nicht ob ich sie noch retten kann.
Hier mal ein Bild von der Gruppe im schlechtesten Zustand:
»acker« hat folgendes Bild angehängt:
  • mammi_gracilis_1_passig_gemacht.jpg

7

Sonntag, 16. Februar 2014, 13:50

Sieht nicht gut aus! Zerschneide mal so ein Exemplar und guck dir die Leitbündel an. Wahrscheinlich läuft es auf Arme absammeln hinaus. Die steckst du dann auf ein mineralisches Substrat und in drei bis vier Jahren hast du wieder eine nette Gruppe beisammen.

Vielleicht hast du auch Glück und es ist nur eine normale Alterserscheinung (Verkorkung) von unten her. Sind sie weich oder fest? Kommt halt auch etwas darauf an, wie flott sich der Zustand zum aktuellen Erscheinungsbild hin geändert hat. Verkorkung geschieht normalerweise eher langsam...

Haben sie im kühlen Winterstand vielleicht mal Feuchtigkeit abbekommen oder waren nicht 100%ig trocken beim Einräumen? In so einem Substrat kann sich ja mitunter Feuchtkeit lange halten.
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


8

Sonntag, 16. Februar 2014, 14:15

Da sie bei mir im Zimmer stehen, bekommen sie keine richtige Winterruhe, aber daran liegt es vermutlich nicht, weil sie ja, wie gesagt schon immer mit den Bedingungen zurechtgekommen sind.. Die Pflanzen sind recht schnell sehr weich geworden, also ist es vermutlich auch eine Fäulnis?
Ansonsten danke für den Rat, dann mach ich mich da mal so schnell wie möglich dran! Wie lange muss ich die Arme dann trocken halten bevor ich sie einpflanze?

9

Sonntag, 16. Februar 2014, 14:23

Wie lange muss ich die Arme dann trocken halten bevor ich sie einpflanze?
Eine Woche bis 10 Tage, das reicht locker.

Wenn du sie dann in einen neuen Topf gesteckt hast, dann kannst du mit dem Gießen auch locker bis April warten, wo´s dann eh wieder losgeht. Die bewurzeln normalerweise ruckzuck, spätestens wenn´s wieder Wasser gibt. Ein bissl Restgefahr besteht aber auch immer, dass sie von der Infektion schon etwas abbekommen haben, auch wenn man es ihnen aktuell noch nicht anmerkt. Eine Leitbündelkontrolle gibt da zwar auch keine 100%ige Sicherheit aber schaden kann sie nie.
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


10

Sonntag, 16. Februar 2014, 14:26

Was genau versteht sich unter so einer Leitbündelkontrolle?

11

Sonntag, 16. Februar 2014, 14:31

Wenn du den Kaktus zerschnippelt hast, dann siehst du in der Mitte die Leitbündel. Die sollten schön saftig grün sein. Sobald da irgendwelche dunklen Verfärbungen sichtbar sind, gibt´s als Alternative nur noch den Mülleimer.
Beispielsweise sollte es so absolut nicht aussehen:


Ein bissl ähnlich der Blutvergiftung bei einem Menschen... ;)

EDIT: Ganz, ganz wichtig --> Bei Verfärbungen vor einem neuen Schnitt unbedingt das Messer desinfizieren. Sonst verteilst du die Infektion umgehend ins gesunde Gewebe. Bei Säulen mit einer basalen Infektion kann man sich so beispielsweise scheibchenweise nach oben bis zum gesunden Kopf arbeiten. Erst ab der Stelle, wo die Leitbündel keine Verfärbungen haben, lohnt sich ein Bewurzelungsversuch des Kopfteiles.
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


12

Sonntag, 16. Februar 2014, 14:53

Nun scheinen meine Leitbündel in Ordnung zu sein. Kommen vielleicht andere Krankheiten in Frage?
»acker« hat folgendes Bild angehängt:
  • leitb__ndel_passig_gemacht.jpg

13

Sonntag, 16. Februar 2014, 17:31

Ja, das sieht gut aus!!
Somit lass die Gruppe, wie sie ist und gieße erst einmal nicht weiter.
Kommt schon einmal vor, dass sie ihre Köpfe hängen lassen, wenn es im Frühjahr wieder los geht mit dem Gießen, dann werden sie sich auch wieder aufpumpen und wie eine Eins dastehen!
Die abgeschnittenen Köpfe behandelst Du, wie von Matze beschrieben. :thumbup:
Sukkulentenfieber ist eine schwere Krankheit! Wer sich infiziert hat, ist nicht zu retten!
Hauptsache, der frühe Vogel säuft nicht meinen Kaffee!!
Tom

14

Sonntag, 16. Februar 2014, 20:28

Blitzsauber! Sieh die gezeigten Köpfe als Notfallbackup und warte mal ab. Solange nichts wirklich weich ist, besteht auch kein Handlungsbedarf (außer ein verschärfter Blick auf die ganze Angelegenheit).
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