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1

Sonntag, 5. Januar 2014, 07:19

Welches Substrat?

Guten Morgen,

habe mal eine Frage bezüglich verschiedener Substrate. Nachdem ich mich hier im Forum etwas informiert habe, würde ich nun doch gerne wissen, wie das mit den Substraten ist. Ich gehe doch recht in der Annahme, dass das Substrat am Besten 70%-80% mineralisch, also Lava/ Bimsgemisch, sein sollte? Wenn nicht, bitte ich um die richtige Substratmischung. Außerdem wüßte ich gerne, wie ich sonst noch mit Kakteenerde mischen kann, auch die Verwendung von Sand? Woher beziehe ich außerdem die div. Substrate? Hier im Gartencenter (Dehner) war nur Blähton und Kakteenerde zu beziehen. Ansonsten habe ich, obwohl dies kein spezieller Sukkulentenmarkt ist, doch schon einige interessante Sukkulenten ergattert. Siehe Euphorbien hier im Forum!

LG Theresia :rolleyes:
Gib dich dem Zauber der Sukkulenten hin,-und Du spürst und siehst deren Schönheit und Harmonie ! :love:

2

Sonntag, 5. Januar 2014, 09:43

Hallo Theresia,

die Substratfrage bei den Sukkulenten ist so alt wie das Hobby selbst. Wird (auch heute noch) oft heftigst diskutiert. Dabei wird dieses Thema m.E. viel zu wichtig genommen. Standort, Temperatur, Dünger und Wassergaben sind eigentlich von größerer Bedeutung. Letzlich spielt aber alles zusammen.

Ich würde Dir empfehlen, 50% Seramis, 25% Streulava (gibt's im Winter in jedem Super-/Baumarkt) und 25% Rhododendronerde zu verwenden. 90% aller Sukkis sind damit hoch zufrieden. Einige Spezialisten wünschen allerdings humusfreie Substrate. Da dann besser die Erde weglassen. Bims ist sicherlich eine tolle Sache, leider aber je nach Region - insbesondere in kleinen Mengen - nur im Versandhandel zu beziehen. Ist aber auch nicht wirklich erforderlich. Blähton ist nicht gleich Blähton - aufpassen. Das was für Hydrokultur angeboten wird, ist allenfalls zur Auflockerung sinnvoll, da nur wenig Feuchtigkeit gespeichert wird. Seramis ist auch Blähton, kann dagegen aber gut die Feuchte speichern, ohne Staunässe zu verursachen.

Grüßle
Robby

3

Sonntag, 5. Januar 2014, 10:11

Wenn nicht, bitte ich um die richtige Substratmischung.
Ich befürchte die "richtige" Substratmischung kennt nicht einmal der Liebe Gott... Frag mal 100 KuaS-Sammler nach ihrem Substrat und du bekommst 120 verschiedene Meinungen... Ich persönlich bin ein großer Fan von Kieselgur im Substrat aber ist das "richtig"?

Aber machen wir es nicht komplizierter als es ist. Da bin ich ganz bei Robby! Mineralisch ist immer gut. Einfach mal kurz überlegen wo und wie KuaS am heimischen Standort wachsen: Eher in sandiger Erde oder eher im Moor mit Torf? Dann erklärt sich die Substratfrage fast von selbst.
Somit kommt man auch schnell zu dem Schluss, dass das was in Baumärkten als Kakteenerde angeboten wird nur so heißt, weil es für Kakteen ganz sicher völlig ungeeignet ist. Zumindest kann ich mir es nicht anders erklären. ;)
Wichtig ist, dass der Topf nach dem Gießen relativ schnell wieder komplett trocknen kann - und das ist bei mineralischen Mischungen auf jeden Fall deutlich einfacher. Die Wurzeln und deine Pflanzen werden es dir danken!

Natürlich geht es aber auch in Humus und Torf. Das beweisen ja auch die massenhaft herangezogenen Baumarkt-KuaS. Allerdings herrschen in diesen Großgärtnereien ganz andere Grundvoraussetzungen, als wir bieten können. Dies nur so am Rande.

Schönen Sonntag noch!
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


4

Sonntag, 5. Januar 2014, 10:57

Woher beziehe ich außerdem die div. Substrate?


Spezielle Zuschlagstoffe zur Herstellung von Substraten wie z. B. Kieselgur, Zeolith, Vermiculit, Perlite, Quartzsand, etc. sind wie bereits von Robby angesprochen wurde, in der Regel nur über den Versandhandel zu beziehen. Siehe auch Unterforum -> Bezugsquellensammlung für mineralische Komponenten

5

Sonntag, 5. Januar 2014, 15:45

Woher beziehe ich außerdem die div. Substrate?


Hallo Theresia,

in manchen Gartenmärkten gibt's Lechuza-Pon, ein Lava/Bims/Zeolith-Gemisch, welches man für sehr viele Sukkulenten verwenden kann. Ich hab's einige Jahre pur oder als Hauptbestandteil verwendet, und kann dieses Granulat durchaus empfehlen. Allerdings ist es relativ grob. Derzeit teste ich die aus Bims und ein wenig Lava bestehende feinkörnigere "Kakteenerde" von Vulkatec ( http://www.vulkatec-onlineshop.de ). Die "Kakteenerde Premium" ist dem Lechuza-Pon sehr ähnlich, aber ebenfalls feinkörniger. Auf der Website gibt's noch einiges an weiteren Substratmischungen und Substratbestandteilen.

Grüße
Alex

6

Sonntag, 5. Januar 2014, 18:10

Hallo ,

vielen Dank für die wohlmeinenden Ratschläge, werde damit ganz bestimmt klarkommen.

LG Theresia 8)
Gib dich dem Zauber der Sukkulenten hin,-und Du spürst und siehst deren Schönheit und Harmonie ! :love:

7

Montag, 6. Januar 2014, 16:59

Das von Alex H. erwähnte Kakteensubstrat von Vulkatec werde ich dieses Jahr auch einmal testen. Ich weiß nur noch nicht genau, was ich beimische. Da meine Hybriden ziemlich hungrig sind, muß ich denen schon noch etwas "zum Knabbern" dazu geben. Der bis jetzt verwendete Wurmhumus wird mir langsam zu teuer. Evtl. versuche ich es mit Graberde.

Frank

8

Montag, 6. Januar 2014, 17:34

Hallo Frank,

bei meiner Charge - einem 25 Liter Sack - sind sowohl recht grobe sowie ziemlich feine Bestandteile dabei. Die groben verwende ich zum Abdecken der Abzugslöcher, damit mir die meist ein bis fünf Millimeter messenden Hauptbestandteile nicht unten aus dem Topf rieseln. Die Bestandteile unter einem Millimeter stören wohl nicht, da diese auch im angefeuchteten Zustand beim Zusammendrücken in der Hand nicht verkleben sondern beim Öffnen der Hand wieder auseinander fallen.
Bei hungrigeren Pflanzen misch' ich einfach ein wenig feine Blumenerde darunter.

Grüße
Alex

9

Montag, 6. Januar 2014, 18:43

Evtl. versuche ich es mit Graberde

Dann aber unbedingt darauf achten, dass es sich um eine naturschwarze- und nicht um eine mit Ruß oder anderen Schwarzfärbungsmitteln eingefärbte Erde handelt.

10

Montag, 6. Januar 2014, 21:56

Graberde

............und auf die Knochen aufpassen! :wacko:
Sukkulentenfieber ist eine schwere Krankheit! Wer sich infiziert hat, ist nicht zu retten!
Hauptsache, der frühe Vogel säuft nicht meinen Kaffee!!
Tom

11

Montag, 6. Januar 2014, 22:22

Hallo Theresia,

wie die Jungs schon geschrieben haben, kannst du mit einem mineralischen Substrat nicht viel verkehrt machen.
Leider habe ich mit der Euphorbia bublerifolia (eine Pflanze und ein Sämling) kein Glück gehabt, beide sind mir eingegangen, was allerdings schon ein paar Jahre her ist.
Ich drücke dir jedenfalls die Daumen.

Noch mal zum Bezug der Sustrate. Dieses von Alex erwähnte Lechuza gibt es nur in ausgewählten Gartenmärkten (z.B. KLEE), alternativ wäre hier noch Zeoponic, welches die gleichen Bestandteile hat und etwas günstiger ist.
Zum Substrat selbst muss ich sagen, dass die Körnungen sowohl bei Lechuza, wie auch bei Zeoponic von Verpackung zu Verpackung doch ganz schön abweichen können. Ich hatte bei beiden schon recht grobes und auch feineres Substrat. Hier mal ein Vergleich meiner zwei lezten Zeoponic-Mischungen:



Auch bei anderen Anbietern variiert die Zusammensetzung immer mal etwas. Hier einmal Bims aus 2011 sowie die Kakteenerde von Vulcatec aus einer Lieferung von 2011 und 2013:



Die letzte Kakteenerde war recht grob und ähnelte doch sehr dem Bims, welchen ich zwei Jahre zuvor erworben hatte.

. . . Kakteensubstrat von Vulkatec werde ich dieses Jahr auch einmal testen. Ich weiß nur noch nicht genau, was ich beimische. Da meine Hybriden ziemlich hungrig sind, muß ich denen schon noch etwas "zum Knabbern" dazu geben.


Frank, für die Hybriden habe ich mir in 2013 die Premium-Pflanzerde bei Vulcatec geholt



Ist zwar etwas fein, aber die hab ich dann noch mit der oben gezeiten Kakteenerde (Bims?) und ein wenig torffreier Blumenerde gemischt. Bis jetzt stehen alle noch gut da.
Wie sie sich entwickeln, kann ich erst nach dieser Saison sagen.

LG
Frauke

12

Dienstag, 7. Januar 2014, 08:12

Das ist halt dann Natur. Klar, dass die jeweiligen Chargen unterschiedlich ausfallen. Wird wohl noch eine Weile dauern, bis mineralische Substratbestandteile industriell in einheitlicher Größe hergestellt werden. ;)
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


13

Dienstag, 7. Januar 2014, 10:43

Ich merke schon, das wird wieder ein Saisonbeginn mit Experimenten, aber warum nicht.
Frauke, an die Premium-Pflanzenerde von Vulkatec habe ich auch schon gedacht, gemischt mit dem Kakteensubstrat könnte das auch was werden.
Da ich dieses Frühjahr wahrsscheinlich mehr Zeit habe als im Vorjahr, werde ich März/April einige Pflanzen neu eintopfen und verschiedene Mischungen probieren.
Bei den Graberden macht die von "Emsland" den besten Eindruck. Was aber alles beigemischt wurde, konnte ich bisher noch nicht in Erfahrung bringen. (Tom, sollte ich Knochenreste finden, wird Knochenmehl daraus gemacht.)
Meine bisherige mineralische Mischung (Kieselgur, Bims, Lava, Zeolith, Akadama), die ich bei jedem Umtopfen wieder "zurückgewinne", muß ich ja auch noch irgendwie mit unterbringen.

Frank

14

Dienstag, 7. Januar 2014, 13:31

Tom, sollte ich Knochenreste finden, wird Knochenmehl daraus gemacht.

.............für Kunst-Begabte hätte man ja noch etwas "basteln" können............ 8o
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Hauptsache, der frühe Vogel säuft nicht meinen Kaffee!!
Tom

15

Dienstag, 7. Januar 2014, 14:54

Merke: Frank verwendet "alte" Erde vom Umtopfen weiter. Hab da auch schon öfter überlegt, ob ich nun sparsam sein soll oder weg mit dem alten Zeugs. Klar, sobald da irgendwas Verdächtiges an den Wurzeln hängen sollte, dann kommt eine Weiterverwendung sowieso nicht in Frage. Aber da ja mineralisches Substrat eigentlich nicht "auslaugt" könnte man es ja schon weiterverwenden. Könnte, werde es aber wohl dennoch nicht machen. Oder man macht sich die Mühe und sterilisiert (dämpft o.ä.) das Ganze. Würde mich mal interessieren, wie das andere so handhaben.
Öhem, sorry, hab nur mal eben laut überlegt. Gehört ja an sich eh nicht in diesen Thread von Theresia.
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16

Dienstag, 7. Januar 2014, 16:56

Nun ja, als Schwabe muss man ja geizig sein, also ist die Wiederverwendung von Altsubstrat selbstverständlich.

Ich dämpfe nicht und hab auch kein Problem mit Wurzelresten. Allerdings bleibt dieses Recyclingmaterial ausschließlich den Substratfressern vorbehalten, als da wären große Agaven, Aloen etc., so etwa ab Topfgröße 30cm und mehr. Da kommt dann noch 30% Blumenerde und etwas Langzeitdünger dazu und gut ist. Bislang hat das noch keiner Pflanze geschadet. Allerdings macht bei dieser Methode gelegentlich versteckter Oxalis-Samen Probleme.

Grüßle Robby

17

Dienstag, 7. Januar 2014, 19:06

Hallo Allerseits,

nochmals Danke für die zahlreichen Infos. Bzg. der von Robby angesprochenen Oxalis (bei mir tetraphylla), also ich empfinde diese nicht als "Abfallprodukt", ich habe sogar einen extra großen Kübel voll mit dem "Glücksklee". Ich warte jeden Frühjahr schon sensüchtig auf das Erscheinen der ersten grünen Blätter. Im Herbst hat mir jemand erzählt, dass er die Pflanze nicht ins WQ befördert, sondern sie draußen überwintern lässt. Die Oxalis erscheint dann lediglich einige Wochen später, aber sie kommt doch. Nun habe ich die Pflanze geteilt und habe die eine Hälfte draußen im Garten eingebuddelt und die andere Hälfte wie üblich ins WQ gestellt. Mal schauen was daraus wird!

Nun habe ich mir auch einen Exkurs in einen anderen Thread erlaubt und hoffe, mir sei verziehen. 8)

Bzgl. der Substrate verwendete ich bisher die von Shamrock "ach so verschmähte Kakteenerde" 8) 8) (mal was zum schmunzeln!!) gemischt mit Blähton und feinem Sand. Bin aber immer wieder dankbar für andere Vorschläge.

Einen schönen Abend noch.

LG Theresia
Gib dich dem Zauber der Sukkulenten hin,-und Du spürst und siehst deren Schönheit und Harmonie ! :love:

18

Dienstag, 7. Januar 2014, 20:33

Bzgl. der Substrate verwendete ich bisher die von Shamrock "ach so verschmähte Kakteenerde" 8) 8) (mal was zum schmunzeln!!) gemischt mit Blähton und feinem Sand.
Aber ganz gut gemischt mit mineralischen Zuschlagstoffen bitte. Maximal, aber wirklich maximal, 1/4 von dieser Pseudokakteenerde aus dem Baumarkt. Das ist purer Humus mit etwas Quarzsand gestreckt und entspricht nicht annähernd dem, was sukkulente Pflanzen von ihrem Habitat kennen. Ich würde dir trotzdem eine rein mineralische Mischung empfehlen. Wenn du ab Frühjahr dann wirklich Börsenbesuche einplanst, dann kannst du dort vielleicht auch was Vernünftiges ergattern. Hier ein Säckchen und dort ein Säckchen ergibt immerhin auch schonmal eine gute Ausgangsbasis. Oder halt doch was bestellen.

Und Oxalis tetraphylla entspricht nicht der Oxalis, welche Robby gemeint hat. Guck mal hier: Oxalis corniculata L. Deutsche Namen: Horn-Sauerklee, Gehörnter Sauerklee, Springklee

@ Robby: Stimmt, jetzt wo du´s sagst... Für Großpflanzen hab ich auch schon Substratwiederverwertung betrieben. Sonst kriegt man ja auch diese Riesen-Pötte nie voll und der mühsam ergatterte Substratvorrat ist ruckzuck wieder verschwunden. Pragmatisch sinnvoll neigen also auch wir Franken manchmal zur Sparsamkeit.
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19

Dienstag, 7. Januar 2014, 23:14

Outing!!Outing!!
Jaaaaahaaa,ich verwende ca. 10% Altsubstrat untergemischt zum Sukkulentensubstrat(Mineralisch).
Ansonsten hätte ich den Garten ja schon mineralisiert..................... 8o
Sukkulentenfieber ist eine schwere Krankheit! Wer sich infiziert hat, ist nicht zu retten!
Hauptsache, der frühe Vogel säuft nicht meinen Kaffee!!
Tom

20

Mittwoch, 8. Januar 2014, 10:04

Aber da ja mineralisches Substrat eigentlich nicht "auslaugt"
Dem möchte ich ein wenig widersprechen, lieber Matthias. Mineralisches Substrat verliert mit der Zeit sehr wohl seine MINERALIEN und Spurenelemente, welche die Pflanzen verbrauchen, oder ausgewaschen werden. Es sei denn, diese Mikronährstoffe werden durch Spezialdünger wieder hinzugeführt. Aber als Füllmaterial taugt verbrauchtes rein minealisches Substrat in großen Töpfen allemal!
Gruß
Stefan

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