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1

Montag, 2. Februar 2009, 17:59

Nassbeizung mit Kaliumpermanganat

hallo,

ganz unverhofft stehe ich nun unmittelbar vor meinem ersten aussaatversuch (stapelia ambiqua hybr.). die 13 samen stammen vermutlich aus dem jahr 2006 oder 07 ... also mal gespannt, ob da noch was geht.

ich möchte sie mit kaliumpermanganat nassbeizen, konnte aber in keinem forum - ja auf überhaupt keiner seite im internet hinweise dazu finden. ich bin aber totaler neuling, was aussaat anbelangt, und darum auf tipps angewiesen. (bisher wusste ich nur, dass man holz und lachs beizt ;) )

also - wie geht nassbeizen ... zubereitung / dauer?
und dann wasser anstauen?

hülfe!!!
Gruß, Pit

2

Montag, 2. Februar 2009, 19:00

Hallo,

es hat den Anschein als ob bei Saatgut die Nassbeizung nur sehr selten angewandt wird, denn man findet darüber ganz im Gegensatz zur Trockenbeizung, offenbar keinerlei Informationen.

Aber muss man denn Saatgut überhaupt beizen? Ich habe noch nie das Saatgut gebeizt und dennoch keine nennenswerten Ausfälle gehabt. Auch bei meiner bald bevorstehenden Lithops-Aussaat werde ich weder das Saatgut beizen noch hinterher mit Chinosol anstauen.

3

Montag, 2. Februar 2009, 20:03

8) Moin Markus,

enthält Dein Aussaatsubstrat auch schon Kieselgur? Damit wäre ja das Problem des möglichen Schimmelbefalls schon im Vorwege erstickt, oder?

Ansonsten würde ich schon Chinosol anstauen. Allerdings, gebeizt habe ich auch noch nie!



ciao, Tom.
Sukkulentenfieber ist eine schwere Krankheit! Wer sich infiziert hat, ist nicht zu retten!
Hauptsache, der frühe Vogel säuft nicht meinen Kaffee!!
Tom

4

Dienstag, 3. Februar 2009, 10:01

Hallo Pit,

ich habe bei meinen Aussaaten bisher auch nicht gebeizt und hatte dennoch nie einen Pilz. Diesmal überlege ich mir aber auch, mit KMnO4 zu beizen, da ich viele Coryphantha-Samen aus privater Quelle habe, die angeblich sehr zum Verpilzen neigen. Der zweite Grund ist, dass ich in einem Labor arbeite und das Zeug für lau bekomme... 8)
Die Methode an sich ist einfach, aber aufwendig: die KMnO4-Lösung wird sehr verdünnt angewendet: gerade so viel Salz lösen, dass sich eine leicht violette, aber noch durchsichtige Lösung bildet. Da reichen wirklich ein paar Krümel. Die Samen darin kurz schütteln, dann abfiltrieren und an der Luft trocknen. Danach ganz normal aussäen. Klingt einfach, aber wenn ich an meine ca. 50 Portionen mit teils sehr feinen Samen denke, graut es mir. Gewähr gibts nicht, wie gesagt, ich habe es selbst auch noch nie ausprobiert, die Methode auch nur irgendwo gelesen.
Und noch etwas: schön sauber arbeiten, KMnO4 gibt schöne braune Flecken...

@Thomas: ich habe zwar schon viel Gutes über Kieselgur gehört (und werde es diesmal auch erstmals verwenden), aber dass es Schimmel vorbeugt ist mir neu. Ist das wirklich so?

Viele Grüße
Stefan

5

Dienstag, 3. Februar 2009, 16:24

8) Moin Stefan,

entweder Markus oder Edmund, einer von den Beiden hats im Kieselgurthema geschrieben.

ciao, Tom.
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Tom

6

Dienstag, 3. Februar 2009, 17:12

vielen dank für die tipps.
habe sie heute eingesetzt und bin gespannt, ob die alten dinger noch kommen :s
werde sie auch künftig mit KPM gießen / sprühen.
Gruß, Pit

7

Dienstag, 3. Februar 2009, 17:51

werde sie auch künftig mit KPM gießen / sprühen.
das würde ich wiederum nicht machen. Erstens hinterläßt es auch auf den Kakteen häßliche braune Flecken und zweitens ist Kaliumpermanganant ein starkes Oxidationsmittel. Und wenn es stark genug ist, Pilzsporen zu killen, dann möchte ich es an den zarten neuen Wurzeln nicht ausprobieren...

@tom: meinst du den "Nie wieder Wurzelläuse"-thread? Da steht nur etwas über insektizide Wirkung (und da stimme ich voll zu), aber nichts über Schimmel/Pilze. Oder bin ich gerade betriebsblind?

8

Dienstag, 3. Februar 2009, 18:29

Hallo,

was Tom meinte ist folgendes Zitat von Edmund aus dem Thema "Nie mehr Wurzelläuse"


Ausserdem wirken Löss und wahrscheinlich auch Kieselerde gegen Schimmelpilze.

9

Dienstag, 3. Februar 2009, 18:56

8) Moin Markus,

enthält Dein Aussaatsubstrat auch schon Kieselgur? Damit wäre ja das Problem des möglichen Schimmelbefalls schon im Vorwege erstickt, oder?


Hallo Tom,

ich verwende für Aussaaten praktisch das gleiche Substrat wie auch zur späteren Kultur und damit enthält es ca. 50% Kieselgur. Ob Kieselgur so wie wie Edmund vermutet auch eine pilzhemmende Wirkung hat, weiß ich nicht. Dass meine Aussaaten bisher von Schimmelpilzen verschont blieben führe ich in erster Linie darauf zurück, dass ich die Aussaat frühzeitig der frischen Luft aussetzte und so den Pilzen das für sie notwendige feuchtwarme Klima entziehe.

10

Dienstag, 3. Februar 2009, 19:20

Hallo,

was Tom meinte ist folgendes Zitat von Edmund aus dem Thema "Nie mehr Wurzelläuse"



Ausserdem wirken Löss und wahrscheinlich auch Kieselerde gegen Schimmelpilze.
uuups, das hab ich übersehen, sorry :S Mal schauen, ob Edmund da mehr darüber berichten kann.

11

Dienstag, 3. Februar 2009, 20:02

8) Moin Markus,

das lüften geht bei mir schon los, wenn die ersten Sämlinge geschlüpft sind. Ich schliesse zwar immer wieder die Hauben, aber die Dauer der Lüftung wird von Mal zu Mal länger, bis die Hauben dann konstant entfernt werden.

ciao, Tom.
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Tom

12

Mittwoch, 4. Februar 2009, 21:38

Abend! Ich benutze sehr schwache Lösung zum anstauen und besprühen von Saatgut; Sämlingen und gieße 2-3 mal im Jahr alle Pflanzen damit. In meinen alten Büchern steht, dass das Zeug desinfeziert und schwach düngt. Ob das tatsächlich so ist oder schon wieder ein altes Märchen ist- kann ich nicht sagen; aber geschadet hat es definitiv nicht.

LG, Vicky

13

Samstag, 7. Februar 2009, 20:13

Zitat

Chinisol


Moin,

mal eine frage, weil cih dieses jahr auch aussäen will und keine erfahrungen damit habe ?(

Und zwar welche sorte von Chinosol, weil als ich wie mir in einem Forum gesagt wurde Chinosoltabletten kauft habe davon gibt es aber nur Neon-Chinosol und das soll das falsche sein! welches benutzt ihr???

Und noch eine wo bekomme ich Kaliumpermanganat her aus der Apotheke???
Wer nicht kämpft hat schon verloren, doch wäre nicht aufgibt geht den Weg in menschlicher Würde :thumbup:

Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten!

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Markus Spaniol« (17. Juli 2010, 10:16)


14

Sonntag, 8. Februar 2009, 18:50

hallo Rip,

Chinosol gibt es in der Apotheke in Tablettenform mit 0,5 und 1 g Wirkstoff pro Tablette. Das Neo-Chinosol hat einen anderen Wirkstoff, der angeblich (ich habe es auch nur gelesen) nicht gegen Pilze wirkt. Chinosol gibt es auch in Pulverform z.B. hier.

Kaliumpermanganat solltest du ebenfalls in kleinen Mengen in guten Apotheken bekommen.

ciao

Stefan

15

Montag, 9. Februar 2009, 17:08

Danke :rolleyes:

dann werde ich mal sehen ob wir in unserem ort eine gute apotheke haben
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16

Dienstag, 3. März 2009, 14:46

Hallo,

ich habe heute mal in unsere apotheke nach Klium... nachgefragt und die habe dort gesagt das sie mir das noch nicht verkaufen dürfen (Bin nämlich 16 und ein Keks :cursing: )

Gibt es sonnst noch gute und günstige Beizmittel im Fachhandel???
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17

Dienstag, 3. März 2009, 14:52

dann krall dir doch deine mutter oder deinen vater und gehe mit denen in die apotheke!
so günstig wie KperMNat dürfte nix anderes sein.
Gruß, Pit

18

Dienstag, 3. März 2009, 16:31

Yo auf die idee bin ich mittlerweile auch schon gekommen ;)

Ich habe mich mal informirt (Wikipedia) das Zeug ist ja nicht grad ungefährlich ?( ( das mit dem Chlorgas)
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19

Dienstag, 3. März 2009, 19:47

Na also dazu muss man es schon in Salzsäure streuen und dann noch in grösseren Mengen. Früher hat man sogar die Lösung zum Gurgeln verwendet.

Nassbeizung ist recht gut für feine Samen geeigntet. Also: Samen in Filter oder Löschpapier oder Küchenkrepp packen, die Lösung ansaugen lassen und den Samen ausbringen.

20

Mittwoch, 4. März 2009, 13:56

Kann man die für Mammilarien und Parodien und Orbea variegata benutzen ??

Kann man das auch für andere Samen benutzen, plane nämlich kräuter dieses Jahr anzupflanzen??

:rolleyes:
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