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Samstag, 17. Januar 2009, 15:13

Echinocereus pectinatus v. rubrispinus will nicht blühen

In meiner Sammlung befindet sich ein Echinocereus pectinatus v. rubrispinus Lau 088, den ich 1997 in blühendem Zustand gekauft habe. Der Kaktus hat sich über die Jahre ganz normal entwickelt, nur blühen will er nicht so recht. Es sollte nämlich 9 Jahre dauern bis er mich 2006 endlich mal wieder mit Blüten erfreute. Dies war wohl eine Ausnahme, denn seitdem war nichts mehr mit Blüten.

Ist diese Art grundsätzlich so schwer zum blühen zu bringen oder benötigt sie dazu besondere Kulturbedingungen?

Anbei die beiden Blüten aus dem Jahre 2006


2

Samstag, 17. Januar 2009, 20:14

Gute Frage - hier freu ich mich auch auf Antworten. Mein Exemplar hab ich vor vier Jahren bei Uhlig erworben und vorletztes Jahr hat er erstmals geblüht. Letzten Sommer gab es drei Knospenansätze, die sich jedoch keinen Millimeter weiterentwickeln wollten... Wobei für mich als nicht "Echinocereen-Fan" die Pflanze selbst auch ohne Blüten herrlich ist.
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


3

Montag, 19. Januar 2009, 12:29

Hallo ihr beiden,

wie pflegt ihr denn eure Echinocereen und ab wann fangt ihr an zu gießen?

Meiner Meinung nach braucht er keine besonderen Kulturbedingungen und ist auch nicht schwer zum Blühen zu bringen. Meine blühen jedes Jahr fleißig.
Sie bekommen bei mir - wie alle anderen Echinocereen - schon im zeitigen Frühjahr, also vor Wachstumsbeginn, die ersten Wassergaben und die sogar ziemlich kräftig. Wenn es das Wetter zulässt also meistens so Anfang März oder sogar schon End Februar, daraufhin bilden sich schnell die ersten Knospen. Das Substrat sollte dann nicht mehr austrocknen, ansonsten bleiben sie gerne stecken. Bei der 2. oder 3. Wassergabe kommt bei mir dann auch etwas Baldrian dazu und danach auch erste schwache Düngergaben. Das alles richtet sich natürlich immer etwas nach dem Wetter.
Nach der Blüte zwischen Ende Mai und Mitte Juni gieße ich ganz normal (ab und zu mit Dünger) und lasse sie auch zwischendrin mal etwas austrocknen (Hochsommer-Spätherbst).
Ansonsten stehen alle Echinocereen bei mir im Winter sehr kühl, bei 2-8 °C, was sicher auch wichtig für die Blütenanlage ist. Der oben genannte verträgt sogar einige Minusgrade (-12 bis -15 °C). Mein zweites Exemplar steht diesen Winter zum 1. Mal im unbeheiztem Terassen-GWH, weil sie dann angeblich noch reicher blühen sollen - mal schauen, ob ich einen Unterschied feststelle. Mehr als -13 °C hat er aber bis jetzt noch nicht abbekommen (und werde ich ihm erst mal auch nicht zumuten, dafür ist er mir zu schade)

Grüße,
Alessandra

4

Montag, 19. Januar 2009, 19:30

Hallo Alessandra,

so pflege ich meinen Echinocereus pectinatus v. rubrispinus:

Die Ruhezeit verbringt er völlig trocken bei ca. 10 bis 12 °C am Fenster/Treppenhaus. Von Frühjahr bis Herbst (frostfrei) steht er auf dem überdachten Balkon, wo er viel Licht, Luft und Sonne bekommt. Die Menge und Häufigkeit der Wassergaben richtet sich dabei nach der Temperatur. Ab und zu wird er dann noch mit Dünger versorgt.

5

Montag, 19. Januar 2009, 23:09

Hallo Markus,

ich denke 10 bis 12 °C sind etwas zu warm für Echinocereen. Als ich meine Kakteen noch im unbeheizten Zimmer überwintern musste, hat mein EC pectinatus v. rubispinus, wenn überhaupt, auch nur spärlich und sehr selten geblüht. Wie gesagt, es ist auch wichtig, sie schon vor dem Wachstumsbeginn gut zu wässern, damit die Blüten mit dem Neutrieb zusammen kommen.
Am besten du probierst es dieses Frühjahr einfach mal aus. ;)

Gruß,
Alessandra

6

Dienstag, 20. Januar 2009, 08:58

Hallo,

mein Echinocereus pectinatus v. rubrispinus hat minus 14°C ertragen müssen. Ich hoffe mal, dass er es überstanden hat, zumindest ist er auch im aufgetauten Zustand noch fest ;)

Wenn richtige Kälte ein wichtiger Faktor für die Bildung von Blüten ist, muss ich ja "nur noch" rechtzeitig mit dem Gießen beginnen 8o Also Aless, wenn ich das richtig verstanden habe, muss ich ihn behandeln wie die frostharten Opuntien. Ist das richtig?

Liebe Grüße

vom TOM

7

Dienstag, 20. Januar 2009, 09:35

Hallo Tom,

die -14 °C wird er bestimmt überleben, wenn er bereits etwas abgehärtet war, aber mehr würde ich ihm nicht zumuten. Ob er dann aber wirklich reichlicher blüht, werden wir sehen - wie gesagt, das hatte ich auch nur gelesen. Bin gespannt, was du nächstes Frühjahr zu berichten hast! ;)
Ja stimmt, ich behandle ihn (und meine anderen Echinocereen) im zeitigen Frühjahr eigentlich wie die frostharten Opuntien, die bekommen da auch kräftige Wassergaben. Wenn du Knospen am EC siehst, dann nicht zu lange trocken stehen lassen bis zum nächsten Gießen.

Vielleicht hat aber jemand hier auch ein ganz anderes "Patenrezept" um ihn zur Blüte zu bringen - würde mich interessieren, wie das andere so machen!

LG,
Aless

8

Dienstag, 20. Januar 2009, 17:11

8) Moin,

also ich bin mir bei den Echinocereen nicht immer so ganz sicher, aber ich meinte mal gesagt bekommen zu haben, dass man diese sehr kühl und absolut trocken überwintern ( macht ja wohl auch jeder mit den meisten Pflanzen so ), sowie die Knospenbildung vor dem ersten Giessen abwarten soll.



ciao, Tom.
Sukkulentenfieber ist eine schwere Krankheit! Wer sich infiziert hat, ist nicht zu retten!
Hauptsache, der frühe Vogel säuft nicht meinen Kaffee!!
Tom

9

Dienstag, 20. Januar 2009, 20:40

Hi Aless,

danke für die Tips! Ich war gleich mal mutig und hab mein Exemplar raus auf dem Balkon gestellt. Mit dem Gießen hab ich es gemäß deiner Empfehlung gehalten - wobei er im Frühjahr wohl etwas sehr knapp in Sachen Wassergaben gehalten wurde. Auch da werde ich dieses Jahr mutiger sein. Danke nochmal und viele Grüße!
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


10

Mittwoch, 21. Januar 2009, 08:35

Hi Schamrock,

deiner Pflanze würde ich jetzt aber nicht zu viel Frost zumuten. Sie konnte sich nicht allmählich an die niedrigen Temperaturen gewöhnen. Das ist wie bei den Eisbadern. Die fangen auch nicht erst im Winter mit dem Baden an.

Viele Grüße.
Jens

11

Mittwoch, 21. Januar 2009, 10:47

deiner Pflanze würde ich jetzt aber nicht zu viel Frost zumuten. Sie konnte sich nicht allmählich an die niedrigen Temperaturen gewöhnen.
Jens, du sprichst genau das an, was ich auch denke!
Mein Echinocereus pectinatus v. rubrispinus steht seit Jahren im GH in einer kalten Ecke sehr nah an der Scheibe,
dass er nach und nach im Laufe des Winters auch ein paar Grad Frost erwischt (dieses Jahr war es bestimmt mehr).
Das bekommt ihm gut, -14 Grad hat er allerdings noch nie aushalten müssen, er blüht aber trotzdem regelmäßig.


So "plötzlich" nach draußen stellen würde ich auch nicht ...


Gruß,
Ingrid

12

Mittwoch, 21. Januar 2009, 16:01

Hallo,

da muss ich Jens und Ingrid recht geben! Wenn er nicht abgehärtet ist und bisher eher wärmer überwinter wurde, kann das bitter enden. Mein 2. Exemplar wurde auch erst langsam an die Kälte gewöhnt und stand letzten Winter zumindest schon bei -6 Grad draußen.

Gruß,
Aless

13

Mittwoch, 21. Januar 2009, 20:35

Danke für die Hinweise! Aktuell hat es hier so um die 0°C. Falls es wieder abkühlen sollte, werde ich ihn auf jeden Fall wieder ins Treppenhaus holen. Lieber ein paar mal hin und her tragen und dafür mit Blüten belohnt werden. Ich vermute vergangenes Jahr lag es eher am Wassermangel im Frühjahr da ja bereits 3 Knospen angesetzt wurden.
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Samstag, 24. Januar 2009, 17:41

Zunächst mal vielen Dank für eure Tipps, dann wird es in meinem Fall wohl hauptsächlich an der zu warmen Überwinterung liegen.

15

Samstag, 24. Januar 2009, 22:34

Ach, ääähm, meiner war wohl noch nicht ganz aufgetaut als ich ihn das letzte Mal gemustert habe, mittlerweile ist er wie Pudding im Dornenkleid ;(

16

Sonntag, 25. Januar 2009, 00:09

Oh nein... 8|
Tom, hattest du ihn langsam an die Kälte gewöhnt (also auch schon die vorhergehenden Winter immer kälter gehalten) oder diesen Winter quasi ins "eiskalte Wasser" geworfen?

Gruß,
Aless

17

Sonntag, 25. Januar 2009, 21:18

Im letzten Winter musste er schon leichten Frost ertragen und hat ihn unbeschadet überstanden. Er stand diesen Winter völlig abgetrocknet in einem Foliengewächshaus ohne Tür, welches von morgens bis mittags von der Sonne beschienen wird - sofern sie denn scheint. Er war vielleicht 12 cm hoch, schon schade :S Aber ich habe heute noch andere Pflanzen zu Grabe tragen müssen und schaffe es ganz gut die Enttäuschung und den Ärger über meinen Leichtsinn zu verdrängen :pinch:

18

Donnerstag, 21. Mai 2009, 17:47

Heute bemerkte ich bei meinem Echinocereus pectinatus v. rubrispinus am Scheitel eine winzige Erhebung, die man auch auf dem Bild sehen kann. Ob sich daraus endlich mal wieder eine Blüte entwickeln wird? 8o


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Donnerstag, 21. Mai 2009, 22:10

Heute bemerkte ich bei meinem Echinocereus pectinatus v. rubrispinus am Scheitel eine winzige Erhebung, die man auch auf dem Bild sehen kann. Ob sich daraus endlich mal wieder eine Blüte entwickeln wird? 8o


Glückwunsch! Auch mein Exemplar glänzt derzeit mit drei (deutlich größeren) Knospen. Wenn ich es nicht vergesse, werde ich demnächst noch ein Bild einstellen. Also: Ab jetzt auch nicht mit Wasser geizen! :thumbup:
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Freitag, 22. Mai 2009, 15:08

Aless hatte mit dem mutig kühlerstellen halt doch recht behalten. So, und nun folgt das angedrohte Bild.
@ Markus: Etwa genausoweit wie bei deiner Knospe kam ich letztes Jahr auch, nur ging es eben danach keinen Millimeter weitern. Ich vermute, dass ich zu sparsam mit dem Wasser war...
»Shamrock« hat folgendes Bild angehängt:
  • E.pectinatusRubispinus_klein.jpg
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969