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Freitag, 13. Mai 2011, 22:25

Totgesagte leben länger! (Frosthärte bei Gymnocalycien)

Hallo werte Forumgemeinde!

Ich fang mal hiermit an:

Links und rechts G. gibbosum (angeblich frosthart bis -12°C) und dazwischen G. horridispinum (L. 517, La Mudana Cord., Argentinien, 1.200 m., MG 46´ 72). Die Sämlinge haben sich prima und gesund entwickelt. Die angebliche Frosthärte wurde letzten Winter nach Gefühl ausgetestet. Bei dauerhaften Minus-Temperaturen kamen sie ins Treppenhaus und bei nächtlichen Minusgraden durften sie draußen bleiben. Haben sie auch sehr gut weggesteckt. Für diesen Winter war prinzipiell die gleiche Strategie geplant - nur wurden sie irgendwann und irgendwie draußen vergessen. Und dieser Winter war ja bekanntlich kalt. Bitterkalt!
Entsprechend sahen sie im Frühjahr aus wie eben auf dem Bild oben. Ein klarer Fall für die Biomülltonne dachte ich. Nur beim G. gibbosum rechts hatte ich noch eine leise Hoffnung.

Allerdings wurde das Gewebe nicht weich und Platz auf dem Balkon war auch noch vorhanden. Also durften sie erstmal stehenbleiben. Und plötzlich war ein Neutrieb im Scheitel zu erkennen! Also weiter abwarten dachte ich mir. So sehen sie aktuell aus. Nicht wirklich hübsch aber sie leben!


Das G. gibbosum vom ersten Bild links zeigt zudem seine allererste Knospe.


In Zukunft werde ich besser auf die Kleinen acht geben - versprochen!

Viele Grüße - Matthias (aka Shamrock)
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Shamrock« (15. September 2011, 14:15)


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Freitag, 13. Mai 2011, 22:37

Ein sehr interessanter Beitrag. Obwohl der Frost deutliche Spuren hinterlassen hat, haben die Pflanzen offensichtlich keine lebensbedrohlichen Schäden davongetragen. Halte uns bitte auf dem Laufenden wie sich die Gruppe weiterentwickelt.
Gruß Markus

3

Freitag, 13. Mai 2011, 22:58

8) Moin Matze,

das ist wirklich sehr erstaunlich!
Ich hätte wohl mit der Vernichtung auch gewartet, aber keinen Pfifferling für dieses Resultat gegeben!

ciao, Tom.
Sukkulentenfieber ist eine schwere Krankheit! Wer sich infiziert hat, ist nicht zu retten!
Hauptsache, der frühe Vogel säuft nicht meinen Kaffee!!
Tom

4

Montag, 6. Juni 2011, 21:09

Halte uns bitte auf dem Laufenden wie sich die Gruppe weiterentwickelt.

Ein Update nach gerade mal einem halben Monat ist zwar sehr früh aber seht selbst:


Man soll zwar nie die Selbstheilungskräfte der Natur unterschätzen aber das grenzt ja schon an Wunderheilung! 8|
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969

5

Montag, 6. Juni 2011, 22:44

Sehr schön, sehr schön!Erstaunliches Ergebniss :thumbsup: . Aber "Frosthart" ist sone Sache ;) Aber ich sage mal, nach zwei-drei Jahren Kultur sieht man es den nicht mehr an das die mal so "schlecht" ausgesehen haben.

6

Mittwoch, 8. Juni 2011, 11:56

8) Moin Matze,

gerade bei Gymnos war ich immer der Meinung, die halten nicht sehr viel an niedriger Temperatur aus.
Wieder etwas gelernt! Nur die Schadstellen, stören etwas. Nun die hat man ja auch mal bei anderen "Empfindlichen".

ciao, Tom.
Sukkulentenfieber ist eine schwere Krankheit! Wer sich infiziert hat, ist nicht zu retten!
Hauptsache, der frühe Vogel säuft nicht meinen Kaffee!!
Tom

7

Mittwoch, 8. Juni 2011, 21:53

Wenn bei uns der Frost sehr lange und streng ist, bekomme ich auch schon mal Frost im Bereich um -1 bis -3 Grad ins Gewächshaus. Das stecken die Gymnos locker weg! Nur ständiger Frost, das habe ich mir nicht getraut auszuprobieren bei der Masse die ich habe.

Aber, ein paar Pflanzen die ich ausgetopft habe, bei denen sich irgend ein "gymno" sich eingeschlichen hat, habe ich schon mal vergessen im Umtopfraum vor dem Gewächshaus wo es auch unter 0 werden kann. Die haben es auch überlebt. Denoch bin ich sehr vorsichtig mit "frosthart".



Gruß kaktus

8

Mittwoch, 8. Juni 2011, 22:10

Denoch bin ich sehr vorsichtig mit "frosthart".

Und das mit Recht wie man oben sieht!
a) können sicherlich nur manche Gymnos kurzfristig Frost schadlos überstehen
b) ist frosthart immer sehr relativ (was den einen Winter hier gut geht, kann im nächsten Winter ein glatter Pflanzenmord sein)
c) ist auch sehr das Herbstwetter ausschlaggebend! Nur wenn die Pflanze vom Wetter dazu gebracht wird, das Wasser außerhalb der Zellen zu lagern und chemisch einzudicken, kann sie auch den Frost im Winter temporär oder dauerhaft wegstecken
d) ist der Winter am Standort im Regelfall überhaupt nicht mit dem Winter in Mitteleuropa vergleichbar

Die Ursachenforschung warum es dann doch nicht geklappt hat, wird eh immer eine Verkettung von vielen Umständen bleiben.
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969

9

Mittwoch, 8. Juni 2011, 23:42

Die Ursachenforschung warum es dann doch nicht geklappt hat, wird eh immer eine Verkettung von vielen Umständen bleiben.

8) Moin Matze,

gut, dass sich immer genügend "Forschermaterial" findet, um alles zu ergründen!

ciao, Tom.
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Tom

10

Donnerstag, 9. Juni 2011, 08:58

Da stellt sich halt die Frage: Muss man alles wissen? Oder eher: Kann man alles wissen?
Zum Glück hat die Natur ihren eigenen Kopf und überrascht uns Menschen doch immer wieder! 8o
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Donnerstag, 9. Juni 2011, 12:19

8) Moin Matze,

das "Forschermaterial" weiß alles!!

ciao, Tom.
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Tom

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Donnerstag, 15. September 2011, 13:05

Bevor´s demnächst so langsam wieder Richtung Winter geht mal wieder ein kleines Update, wie sich die Gymnos im Laufe des Sommers entwickelt haben. Dafür dass sie eigentlich schon fast reif für die Biotonne waren, sind die Schäden kaum mehr sichtbar:


Ich werde die Gymnos diesen Winter definitiv wieder auf dem Balkon draußen unterbringen aber bei Dauerfrost (auch tagsüber) umgehend ins Treppenhaus umräumen. Es liegt halt auch etwas am weiteren Verlauf des Herbstes, wie die Pflanzen auf Frost im Winter vorbereitet werden. Da ich dies nicht beeinflußen kann, kann und werde ich aber darauf zumindest reagieren...
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Donnerstag, 15. September 2011, 13:35

8) Moin Matze,

spitze, wie die sich erholt haben! Das bestätigt meine Einstellung zu "Hilfebedürftigen" in unserem Hobby. Das Gros unserer Kakteenfreunde entsorgt Pflanzen, sobald auch nur der geringste Schaden entstanden ist. Bei mir gibt´s Asyl! 8)
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Tom

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Donnerstag, 15. September 2011, 14:25

Also das ist ja wirklich toll! Urs

15

Donnerstag, 15. September 2011, 14:44

Bin da ganz bei Tom. Es muss ja keine extra Portion hätscheln oder eine sonstige Sonderbehandlung sein aber einfach sich auf die Kräfte der Natur sowie auf die Selbstheilung verlassen. Entweder oder...! Eine Chance bekommen diese kränkelnden Exemplare auf jeden Fall bei mir.
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Donnerstag, 15. September 2011, 14:45

8) Wie oft habe ich schon Pflanzen bekommen, die einen Spinnmilbenschaden hatten. Anfangs häßlich, aber später.............. 8)
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Hauptsache, der frühe Vogel säuft nicht meinen Kaffee!!
Tom

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Donnerstag, 15. September 2011, 18:19

Erstaunlich, wie gut die Pflanzen die Kälteschäden überstanden haben. :thumbup:
Gruß Markus

18

Donnerstag, 15. September 2011, 22:32

Wirklich schön sind die geworden! :thumbsup:
Alles Liebe
Sabel

19

Dienstag, 19. Juni 2012, 22:00

Nach langer Zeit mal wieder ein kleines (abschließendes?) Update:
Gleiche Überwinterung ohne jegliche Frostschäden. Um ehrlich zu sein, mittlerweile sieht man ihnen gar nichts mehr an! :D


Gemäß CABAC´s Scabrosemineum-Erfahrungen dürfte dann auch so in zwei bis vier Jahren mit den ersten G. horridispinum-Blüten zu rechnen sein.
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969

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Dienstag, 19. Juni 2012, 22:08

Aber richtig fit!! Klasse, wie die sich gemacht haben!
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Tom