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Samstag, 27. Dezember 2008, 19:25

Mineralisches Substrat

Mineralische Bestandteile sind durch Verwitterungsprozesse gesteinsbildender Mineralien entstandene Festkörper ohne organische Substanz (Humus).

Mineralischer Komponenten:
Bentonit, Bims, Blähton, Dolomit, Gneis, Gips, Granit, Holzkohle, Kalkstein, Kieselgur, Klinoptilolith, Marmor, Quarzsand, Quarzkies, Lava, Lehm, Löss, Perlite, Schichtsilikate, Schiefer, Ton, Urgesteinsgruß, Vermiculit, Zeolith, Ziegelsplitt.

Hinweis zu den einzelnen Komponenten:
Bei der Auswahl der Komponenten ist unbedingt zu beachten, dass einige den pH-Wert sehr stark nach oben oder unten beeinflussen können und damit nicht gleichermaßen für alle Arten als Substratbestandteil geeignet sind.

Man unterscheidet zwischen offenporigen Komponenenten (u.a. Bims, Blähton, Kieselgur, Schiefer), die in der Lage sind Wasser im Inneren zu speichern und bei Bedarf abzugeben und geschlossen Komponenten (u.a. Quarzsand, Quarzkies) ohne Saugwirkung.

Eine gewisse Speicherfähigkeit von Wasser ergibt sich bei allen Komponenten aus der Oberflächenspannung des Wassers. Winzige Hohlräume zwischen den Körnern ermöglichen eine Tropfenbildung darin und auch eine oberflächliche Benetzung der Körner.

Eine Sonderstellung nehmen dabei Löss oder Lehm ein. Diese Komponenten änderen bei großer Wasseraufnahme ihre Struktur, wodurch die Gefahr besteht dass sehr feine Bestandteile ausgeschwemmt werden. Dies kann verhindert werden, indem man die Gefäße im Anstauferfahren bewässert.

Vorteile Mineralischer Substrate:
Keine Bodenflora (Pilze, Algen, Bakterien) wodurch besonders die Gefahr der Fäulnisbildung bedingt durch Pilze auf ein Minimum reduziert wird
Nährstoffzufuhr im Vergleich zu humosem Substrat leicht regelbar
Physikalische und chemische Stabilität
Selten Umtopfen erforderlich
Wurzelsystem kann sich ungestört entwickeln
Leichtes Angießen auch nach langer Trockenheit
Hohe Wasserspeicherfähigeit ohne gefährliche Staunässe
Gute Durchlüftung
Stabiler pH-Wert
Hohe Kapillarität

Anbei ein Bild auf dem von links nach rechts Kieselgur, Vermiculit, Bims, Schiefer, Lehm und Lava zu sehen sind.

PS: die Mitarbeiter am "Beitrag für die KuaS" aus dem alten Forum, werden hier sicherlich einige Zitate aus dem nie zustande gekommenen Beitrag vorfinden. ;)
»Markus Spaniol« hat folgendes Bild angehängt:
  • Mineralische Komponenten.jpg

2

Sonntag, 28. Dezember 2008, 09:30

Hallo Markus,

Zeolith würde m.M. auch noch dazu passen.

Was hälst du perönlich davon?
Grüsse aus dem Frankenland
Dieter
:thumbup:

3

Sonntag, 28. Dezember 2008, 10:43

Hallo Dieter,

danke für den Hinweis. Ich habe die Liste der Komponenten jetzt um Zeolith erweitert. Über Zeolith kann ich persönlich nichts sagen, da ich es bisher noch nicht verwendet habe.

Ich habe mir das ohnehin so vorgestellt, dass wir am besten gemeinsam alles wissenswerte über Mineralische Substrate in diesem Thema zusammenzutragen sollten.

Dornenfan

unregistriert

4

Sonntag, 28. Dezember 2008, 12:26

Hallo,

weiß jetzt nicht genau obs hier mit reinpasst, aber falls ja, würde ich evtl auch Gips mit aufführen, Gips wird in erster Linie für Aztekium oder Geohintonia verwendet, was auch gleichzeitig den Standort nachahmt.

Gruß und schönen Sonntag,
Echinopsis

5

Sonntag, 28. Dezember 2008, 15:09

Hi!

Ist Gips nicht aber nur als Zuschlag gedacht, also mehr in minimalen Dosen zu verwenden? Das Zeug verklebt doch sonst die Wurzeln?!

Gruss,
Marc

Dornenfan

unregistriert

6

Sonntag, 28. Dezember 2008, 15:13

Hallo Marc,

das ist richtig, wenn man z.B eine Mischung für Aztekium herstellt, benötigt man nur ca. 10% Gips, eher weniger.

Gruß,
Echinopsis

7

Sonntag, 28. Dezember 2008, 16:20

Ich habe Gips in die Liste aufgenommen.

Als Zugabe zum Substrat dürfen keinesfalls die in der Baubranche üblichen Sorten wie Stuck-, Mörtel- oder Putzgips verwendet werden, da sie Zusatzstoffe wie Bindemittel, Abbindeanreger, Farbstoffe usw. enthalten und sich später im Substrat unter Wasser- und Wärmeeinwirkung verfestigen würden.

Geeignet ist z.B. gemahlener Gipsstein (Calciumsulfid-Dihydrat CaSO4 . 2 H2O)

8

Montag, 29. Dezember 2008, 10:27

Hallo zusammen,

mir fallen auch noch welche ein: Ziegelsplitt, Holzkohle und Bentonit.
Der Ziegelsplitt kann als günstige Alternative zu Blähton angesehen werden, sollte jedoch vor der Verwendung immer auf seinen pH-Wert getestet werden.Kann unter Umständen basisch reagieren. Bentonit ist ein im Gartenbau verwendeter Hilfsstoff zur Bodenverbesserung. Es handelt sich hier wie bei Vermiculit und Montmorillonit um ein Schichtsilikat, das eine hohe Ionenaustauschkapazität besitzt, aber nicht sehr strukturstabil ist. Wie alle Tonmineralien sollte es nur in geringen Mengen verwendet werden, da es zu einem Verbacken des Substrats führen kann.

Noch einige Anmerkungen zu dem schon geschriebenen:
Zeolith ist ein Sammelbegriff für eine Gruppe von Mineralien, die sich in ihrer chemischen Zusammensetzung und in ihrem Aufbau ähneln (Alumosilikate). Es gibt sowohl natürlich vorkommende Zeolithe sowie für industrielle Anwendungen künstlich hergestellte (z.B. Ionenaustauscher, Molekularsiebe). Der von Markus anfangs schon erwähnte Klinoptilolith ist ebenfalls ein (natürlich vorkommender) Zeolith. Alle Zeolithe besitzen eine hohe Ionenaustauschkapazität und sind zudem äußerst strukturstabil.
Für kalkliebende Arten stelle ich jetzt noch die Verwendung von "Kalk" zur Diskussion. In Form von Kalkstein, Dolomit, Marmor etc. hätte man natürliche Mineralien zur Hand. Verglichen mit dem Zusatz von Gips haben sie den Vorteil, wesentlich geringer wasserlöslich und dadurch längerfristig strukturstabil zu sein. Hat jemand von euch Erfahrung damit?
Und zum Schluss noch ein (Klugscheisser-)Hinweis: Quartz ist englisch, die deutsche Schreibweise ist ohne t: Quarz ;)

ciao
Stefan

9

Montag, 29. Dezember 2008, 11:01

Guten Morgen,

der Modellgips ist geeignet, nach Anrühren, Abbinden und Zerkleinern versteht sich. Es ist das Abbinden, das ein eine kompakte Masse ("Verkleben") entstehen lässt.
Die wenigstens werden Gips als Mineral leicht bekommen können und so kann man sich das Dihydrat ja selbst herstellen.

"Gips" Calciumsulfat-Dihydrat CaSO4 . 2 H2O (Sulfate sind Salze der Schwefelsäure, Sulfide sind Salze die vom Schwefelwasserstoff abgeleitet werden)

Dieses Salz ist verhältnismässig gut löslich und damit ist natürlich auch der Salzgehalt einer wässrigen Lösung verhältnismässig gross. Eigentlich werden damit Verhältnisse geschaffen, die für Pflanzen in der Regel eben nicht sehr günstig sind. Es gibt natürlich Pflanzen, die Versalzung tolerieren oder sogar darauf angewiesen sind. Letzter bezeichnet man auch als obligate Halophythen. Sukkulenz ist nicht nur als Anpassung an aride Gebiete sondern auch an "physiologische Trockenheit" zu sehen.
Nach einem Beitrag von Dr. Ulrich Tränkle in der DKG-Mailing-Liste erwies sich eigentlich nur Turbinicarpus lophophoroides als obligate Salzpflanze, bei der der Zusatz von Gips zum Substrat nötig war.

10

Montag, 29. Dezember 2008, 12:59

....Für kalkliebende Arten stelle ich jetzt noch die Verwendung von "Kalk" zur Diskussion. In Form von Kalkstein, Dolomit, Marmor etc. hätte man natürliche Mineralien zur Hand. Verglichen mit dem Zusatz von Gips haben sie den Vorteil, wesentlich geringer wasserlöslich und dadurch längerfristig strukturstabil zu sein...


Ob bestimmte Pflanzen nun wirklich "kalkliebend" sind, sprich auf einen höheren Calciumanteil angewiesen sind oder nicht, das mag dahingestellt sein. Mein erster Beitrag geht darauf z.T. ein. Was jetzt beispielsweise die Verwendung von Kalkstein im Substrat angeht, kann man genauso gut annehmen, dass er das Absinken des pH-Werts verhindert.

Wir müssen auch ganz streng zwischen den Bedingungen im Habitat und in der Kultur unterscheiden. Wenn wir beispielsweise sagen: Kalkstein ist strukturstabiler und uns die Wurzelentwicklung von Pflanzen, die im Habitat auf reinem Gips wachsen, ansehen, dann werden wir bemerken, dass sie im ausgelaugten porösen Gipssubstrat ausserordentlich gut ist. Wenn pH-Werte vom Standort gegeben sind, dann bedeutet das nicht unbedingt, dass diese mit den optimalen Werten in Kultur in rein mineralischen Substraten übereinstimmen. Man hat es ja am Standort häufig mit humosen Substraten zu tun in denen ein Abbau von organischen Substanzen durch die Mikroflora erfolgen muss usw.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Edmund« (29. Dezember 2008, 13:38)


11

Montag, 29. Dezember 2008, 14:04

So, ich habe jetzt die obige Liste um die hier noch genannten Bestandteile erweitert und die zu recht beanstandeten Rechtschreibfehler verbessert. ;)

Zudem habe ich folgenden Hinweis eingefügt: Bei der Auswahl der Komponenten ist unbedingt zu beachten, dass einige den pH-Wert sehr stark nach oben oder unten beeinflussen können und damit nicht gleichermaßen für alle Arten als Substratbestandteil geeignet sind.

12

Montag, 29. Dezember 2008, 16:22

Ob bestimmte Pflanzen nun wirklich "kalkliebend" sind, sprich auf einen höheren Calciumanteil angewiesen sind oder nicht, das mag dahingestellt sein. Mein erster Beitrag geht darauf z.T. ein. Was jetzt beispielsweise die Verwendung von Kalkstein im Substrat angeht, kann man genauso gut annehmen, dass er das Absinken des pH-Werts verhindert.
Hallo Edmund,

genau um solche Fragestellungen geht es mir. Ich hatte schon diverse Diskussionen zu diesem Thema (die eigentlich anfangs immer das Thema Wasserhärte hatten), es konnte mir bisher aber noch niemand schlüssig erklären, ob manche -besonders mexikanische- Arten einen erhöhten Ca-/Mg-Bedarf haben oder diesen einfach nur tolerieren. Dabei geht es mir nicht um Halophilie*, sondern um "normale" Bedingungen in Anwesenheit kalkhaltiger Mineralien.
Darüber hinaus ist mir bekannt, dass diese Arten (Astrophytum, Ariocarpus etc) empfindlich gegenüber sauren Bedingungen sind. Frag mich jetzt aber nicht, wo ich das gelesen habe... Aber um eine Versauerung des Substrats zu verhindern sind diese Mineralien prima geeignet.

*bei den Begriffen Halophilie bzw. Halophyten geht es doch meistens um erhöhte NaCl-Konzentrationen, oder irre ich mich da?

ciao
Stefan

13

Montag, 29. Dezember 2008, 17:36

Bei Halophilie geht es immer um die Störung der Elektrolytkonzentration, also handelt es sich um ein beliebiges Salz. Kochsalz weist jedoch die höchste Toxizität auf. Meist dürfte es ich bei der "Kalkliebe" um Toleranz gegenüber der Elektrolytkonzentration handeln, Turbinicarpus lophophoroides dürfte eine Ausnahme sein. Ob in diesem speziellen Fall wirklich ein erhöhter Calciumbedarf vorliegt - keine Ahnung - mit Gips scheints zu gehn.

Ariocarpen wachsen auch ganz gut auf Torf, aber der springende Punkt scheint hier die Wachstumsgeschwindigkeit zu sein. Ist nun mal so, dass langsam gezogene Pflanzen stabiler sind, aber das gilt nicht nur für Mexikaner. Nach dem was ich so weiss, wachsen die Pflanzen einfach auf alkalisch reagierenden Substraten langsamer.

14

Dienstag, 30. Dezember 2008, 08:12

Den Begriff "-phil", also "-liebend", halte ich bezüglich der Besiedlung von bestimmten Gebieten durch Pflanzen generell für schief. Schließlich geht es um eine notwendige Anpassung der Pflanzen an spezielle Situationen.

Bestimmte Pflanzen, nicht nur Kakteen bzw. Sukkulenten sondern auch andere, haben sich im Lauf der Evolution in Struktur und im Stoffwechsel so sehr verändert, daß sie Gebiete besiedeln konnten, die wir sonst als lebensfeindlich bezeichnen würden. Dabei entwickelten sie allerdings auch Empfindlichkeiten gegenüber konträren Umgebungsbedingungen.

Zu einem Teil können sie dann andere Situationen noch tolerieren, wenn gleichzeitig bestimmte Pflegemaßnahmen getroffen werden. Häufig genug sind sie allerdings auch dann über die Zeit dem Untergang geweiht. Ein krasses Beispiel sind die Sukkulenten, die von einigen Zuchtbetrieben zwecks schneller Vermarktung regelrecht in Torf/ Kokohum o.ä. gemästet werden und dann in kurzer Frist beim Konsumenten sterben. Boshaft gesagt kann man dahinter sogar Absicht vermuten - dann kann man schneller neue Pflanzen verkaufen.

Um hier einmal den Begriff "artgerecht" zu strapazieren, ich halte eine bestmögliche Anpassung bei der hiesigen Pflege an die heimatlichen Bedingungen für die richtige Haltung; eingeschränkt sollte dies nur insoweit sein, wie wir bestimmte Faktoren hier nicht einfach nachahmen können (z.B. Licht, Hitze, Luftfeuchte), also zu Kompromissen bezüglich Substrat und Gefäßen gezwungen werden.

Wenn also z.B. Ariocarpus in Massen ein Flußbett bzw. Schwemmlandgebiet besiedelt, dabei zeitweise unter Wasser steht und zu anderen Zeiten monatelang keinen Tropfen Wasser erhält, so kann ich sehr wohl die Bodenbeschaffenheit des Heimatstandortes kopieren - allerdings muß ich dabei auch mein Gießverhalten und das Düngen entsprechend einrichten. Und ich muß für entsprechendes Licht und für entsprechendeTemperaturen/Luftbewegung sorgen.

Als Fazit kann ich aus meiner Erfahrung heraus sagen, daß sich einige Gruppen von Sukkulenten bei uns gut in einem einheitlichen Mineralgemisch für alle Pflanzen dieser Gruppen halten lassen; die Bestandteile und ihre Anteilsmengen sind dabei von sekundärer Bedeutung, sofern das Substrat bestimmte Anforderungen erfüllt. Diese Art von Pflege läßt sich bestimmt noch optimieren, wenn man auch ansonsten einen deutlich erhöhten Pflegeaufwand betreiben will.
"Du kommst überall hin, wenn du lange genug gehst"

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Markus Spaniol« (19. März 2010, 11:30)


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Dienstag, 30. Dezember 2008, 09:42

Anpassung führt häufig zur Abschwächung anderer Fähigkeiten, die unter anderen Umständen nützlich wären: Der CAM-Mechanismus, der zur Minimierung des Wasserverlusts führt, bedingt langsameres Wachstum. Verschiedene Schutzmassnahmen gegen Sonnenlicht etc. bedingen höheren Lichtbedarf etc. Der Begriff "zu schnelles Wachstum" kann durch "dem Lichtbedarf unangemessen schnelles Wachstum" erläutert werden. Der Extremfall wäre "Vergeilen".

Dornenfan

unregistriert

16

Dienstag, 30. Dezember 2008, 10:47

Moin,

gerade auch aus diesem Grund finde ich, sollte man zumindest beim Substrat versuchen, Standortverhältnisse nachzuahmen, Wetterbedingungen wie bei den Standorten können wir ihnen leider nicht schaffen, aber meine Meinung ist grundsätzlich z.B Lophophora auch so mineralisch zu halten, zumindest zu imitieren, wie es an den Standorten auch ist, also nicht einfach in humose Standarterde setzen. Bisher wachsen meine Kakteen auch so bestens.

Gruß,
Dornenfan

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Dienstag, 30. Dezember 2008, 20:01

Eine Sonderstellung nimmt auch Perlite ein, denn davon gibt es eine wasseraufnehmende und eine wasserabweisende Variante. Ich hatte in Unkenntnis vor Jahren leider die an winzige Styroporkügelchen erinnernde wasserabweisende Variante gekauft und dem Substrat beigemischt. Dies hatte zur Folge, dass die extrem leichten Kügelchen nach und nach zur Oberfläche wanderten, was dann die Oberfläche sehr unnatürlich aussehen lies.

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Mittwoch, 31. Dezember 2008, 10:57

Es kommt bei festen Substanzen immer auf die "Vorgeschichte" an. Bims kann, wenn er z.B. aus Gründen der Gewichtsreduktion bzw. Transporterleichterung getrocknet worden ist, unter Umständen ein Grossteil seiner Wasserspeicherfähigkeit verlieren. Wer sich "sein" Substrat zusammenbaut, der sollte alle Einzeilkomponenten testen.

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Dienstag, 15. Dezember 2009, 13:50

Tipp

An alle großen Substratmischer:
Hab zufällig beim REWE 40 kg Säcke mit "Streulava" (natürlich salzfrei!) entdeckt. Den Preis hab ich mir natürlich nicht merken können... Die Körnung konnte ich durch die dicken Plastiksäcke kaum ertasten, hat sich aber relativ brauchbar angefühlt. Also, wer fürs Frühjahr noch unkompliziert Lava besorgen will - jetzt wisst ihr wo. ;)
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


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Donnerstag, 17. Dezember 2009, 21:44

Es kommt bei festen Substanzen immer auf die "Vorgeschichte" an. Bims kann, wenn er z.B. aus Gründen der Gewichtsreduktion bzw. Transporterleichterung getrocknet worden ist, unter Umständen ein Grossteil seiner Wasserspeicherfähigkeit verlieren. Wer sich "sein" Substrat zusammenbaut, der sollte alle Einzeilkomponenten testen.
Ein früheres Mitglied dieses Forums hat mir großzügiger Weise mal einen 50l Sack feinkörnigen Bims zum "Selbstkostenpreis" überlassen. Substratgemische mit großen Anteilen mit diesem Bims (alles bewährte Sachen jedoch nicht besagter Bims) zeigten auf einmal bei den Pflanzen einen Kümmerwuchs, der wohl zum Großteil auf fehlende Wasserhaltung zurückzuführen war, dar. Der Bims wurde daraufhin zur Bodenlockerung im Kleingarten verwendet 8) . Ich fand diese "fachmänische" Unterstützung nicht so überzeugend. Ich fragte mich damals schon warum er das Zeug los werden wollte. Wieder gelernt-menschlich und fachlich.
@Shamrock
Danke für den Tip. Mal sehen was das Lava kostet und ob in der Region Berlin im Angebot.
Viele Grüsse

Christoph