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1

Mittwoch, 29. Dezember 2010, 21:40

Fäulnis (?) am Gymno im Winterquartier

Moin moin Ihr Lieben,

täglich inspiziere ich im Gewächshaus alle Pflanzen auf mögliche Schäden. Aber erst gestern fiel mein Blick auf einen Gymno, der im Scheitel und seitlich davon ein deutlich helleres, fahles Areal zeigt. Bei Licht betrachtet, ist die Schadstelle schon relativ groß. Die Frage ist nun, sind es nur Kälteflecken, die vielleicht wieder eintrocknen und sich verwachsen oder doch (was ich befürchte) Fäulnis? Ich möcht ja nicht ohne Not zum Messer greifen, weil es schon ein älteres Exemplar ist. Warum erwischt es auch immer die größten und schönsten und die, von denen man nur ein einziges Exemplar hat!? :S

Nun meine Frage an Euch, was würdet Ihr tun: Abwarten oder Köpfen? Würde im Fall des Köpfens Eurer Erfahrung nach der untere Teil wieder austreiben (sofern die Leitbündel nicht auch schon betroffen sind)? Zurzeit steht die Pflanze bei 5°C im GH. Er stand in der letzten Reihe direkt an der Wand. Auf dieser Seite befindet sich auch die Schadstelle. Im Sommer hat er noch schön geblüht.

Danke und schöne Grüße von lorbaer

P.S. Für eine Artbestimmung wär ich auch sehr dankbar. Gekauft hab ich ihn als G. asterium, was nach G. Charles das veraltete Synonym für G. quehlianum wäre. So sieht er aber irgendwie nicht aus?
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  • comp1_Gymno_asterium_2.jpg
  • comp1_Gymno_Sommer2010.jpg

2

Mittwoch, 29. Dezember 2010, 22:34

Hi lorbaer,

direkt an der Wand... Könnte Feuchtigkeit im Spiel sein?
Ich persönlich würde abwarten (ggf. isolieren) und immer wieder etwas mit dem Finger drücken. Solange die Epidermis fest ist, bleibe ich in solchen Fällen auch ganz entspannt. Gibt die Epidermis aber auffallend nach, dann kannst du immer noch das Messer auspacken (und hoffen, dass die Leitbündel noch unversehrt sind).

Tja, und warum immer die Größten und Schönsten? Wir werden halt alle nicht jünger...! Auch ein Kakteenleben ist begrenzt und manchmal ist es halt Altersschwäche...

Zur Bestimmung können andere hier sicher mehr beitragen. Mir verbleibt nur das Daumen drücken!
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


3

Donnerstag, 30. Dezember 2010, 20:16

Hi Shamrock,

Feuchtigkeit könnte indirekt sein, denn am Rand scheint es doch deutlich kälter zu sein, so dass sich dort ev. Feuchtigkeit niederschlagen könnte. Wir haben diesmal die Folie innen am GH angebracht, ich hab aber in Punkto Kondenswasserbildung noch keinen Unterschied zm Vorjahr feststellen könne, als wir die Isolierung außen hatten. Nun wie dem auch sei, nach heutiger genauer Betrachtung hab ich im Scheitel Pilzsporen entdeckt, scheint also wohl doch Pilzbefall zu sein :-/ D.h. ich werde vermutlich morgen zum Messer greifen müssen. .. Werde über das weitere Schicksal berichten.

Schöne Grüße einstweilen und guten Rutsch, falls wir uns nicht nochmal lesen
lorbaer

4

Freitag, 31. Dezember 2010, 16:36

8) Moin lorbaer,

wo liegt denn der Vorteil, wenn die Folie innen statt außen befestigt wird?

ciao, Tom.
Sukkulentenfieber ist eine schwere Krankheit! Wer sich infiziert hat, ist nicht zu retten!
Hauptsache, der frühe Vogel säuft nicht meinen Kaffee!!
Tom

5

Freitag, 31. Dezember 2010, 17:25

P.S. Für eine Artbestimmung wär ich auch sehr dankbar. Gekauft hab ich ihn als G. asterium, was nach G. Charles das veraltete Synonym für G. quehlianum wäre. So sieht er aber irgendwie nicht aus?

G. asterium ist ein Synonym von G. stellatum und gilt ebenso für die Varietät G. asterium var. minimum. Eine andere Varietät, nämlich G. asterium var. paucispinum ist dagegen ein Synonym von G. paucispinum. - Gymnocalycium 21(Sonderausgabe 2008): 815 Till H., Amerhauser H. & Till W.)

Wo sich nun deine Pflanze einordnen lässt ist schwer zu sagen, zumal keine Feldnummer bekannt ist.

6

Samstag, 1. Januar 2011, 22:59

Moin Ihrs,

leider musste ich noch im alten Jahr eine Spende an den Kakteenhimmel schicken. Ich hab ihn gestern scheibchenweise aufgeschnitten, da war nix mehr zu machen. Es sah allerdings nicht nach Fäulnis aus, also kein "Matsch" in dem Sinne - allerdings waren die Leitbündel schon gar nicht mehr zu erkennen und zu einer gummiartigen Masse verdichtet mit größeren Löchern dazwischen. Naja, den Stumpf hab ich aus reiner Sentimentalität noch mit Holzkohle bepudert und in ein wärmeres Zimmer gestellt, aber Hoffung hab ich keine, musste zuviel wegschneiden. ;(

@Markus
Danke für die taxonomische Einordnung und die Literaturangabe dazu. Ich werd allerdings aus den verschiedenen Quellen immer noch nicht recht schlau. In der neuen Plant List Datenbank (http://www.theplantlist.org/tpl/record/kew-2835540), die ich grad durchstöbere, wird asterium zu G. bodenbenderianum gestellt. Dort tauchen auch G. stellatum ssp. occultum und G. stellatum var. paucispinum als Synonyme auf. Die Art stellatum selbst wird wiederum unter G. platense geführt. Bei G. Charles (Gymnocalycium in Habitat and Culture, 2008 ) siehts wieder anders aus: G. stellatum wird als Synonym unter G. quehlianum geführt, ebenso wie G. asterium. Da blicken wohl nur noch die Spezies durch?

@Tom
Die Folie innen anzubringen hat wahrscheinlich ähnlich viele Vor- und Nachteile wie außen anbringen. Ich hätte die Folie auch lieber außen angebracht, da ich das vermehrte Kondenswasser fürchtete. Ausserdem dichtet es das GH von außen besser ab und man muss nicht erst alle Pflanzen im schon vollgepackten GH hin- und herräumen. Der Grund, die Folie diesmal (im 2. GH-Jahr) innen anzubringen war folgender: Die Alltop-Stegdoppelplatten sind ja sowas von klar und durchsichtig, dass ich mein GH nicht wie einen "Käse-Igel" außen mit den Klebe-Elementen verunstalten wollte (wehe jetzt lacht jemand! :rolleyes: ). Also haben wir im ersten Jahr die Folie außen so zurecht geschnitten und zusammengeklebt, dass wir sie als 8m x 8m breites Stück über den First ziehen konnten (was nicht unbedingt Freude macht, bei 2.63m Firsthöhe). Dann noch den hinteren und vorderen Giebel dran gefriemelt und alles mit einem großen Vogelschutznetz abgespannt. Eine wirkliche grauslige Aktion bei Minusgraden... Alles war soweit gut. Aber als wir die Folie in diesem Frühjahr wieder abhatten, konnte man an einigen Stellen sehen, wie die Folie, obwohl sie nagelneu war, auf den Stegdoppelplatten gescheuert hatte und hier und da blinde Flecken entstanden sind. Liegt wohl daran, dass die Platten, obwohl ja auch neu, doch ganz kleine Sandpigmente drauf hatten, die durch den ständigen Wind bei uns hier wie Schmirgelpapier gewirkt haben. Tja, und das wollte ich dann diesen Winter auf jeden Fall vermeiden, zumal sich das ganze auch nicht wirklich gut verspannen lässt. Jetzt ist die Folie innen, war zwar viel Bastelarbeit (um die Lampen, Steckdosen und Querverstrebungen rundrum), aber bisher hab ich sonst noch keine Nachteile erkennen können. Und man konnte es beim Folie anbringen drinnen schön warm haben :)

Schöne Grüße von lorbaer
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  • comp1_Gymno_2_31122010.jpg
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7

Samstag, 1. Januar 2011, 23:07

8) Moin Lorbaer,

mein Mitgefühl!
Da ist wohl jede Hoffnung am Ende!
Bin gespannt, wie die Folie im Frühjahr das herausnehmen verkraftet.....

ciao, Tom.
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Hauptsache, der frühe Vogel säuft nicht meinen Kaffee!!
Tom

8

Sonntag, 2. Januar 2011, 11:49

Danke für die taxonomische Einordnung und die Literaturangabe dazu. Ich werd allerdings aus den verschiedenen Quellen immer noch nicht recht schlau.

Hallo lorbaer,

es wird immer unterschiedliche Auffassungen über die taxonomische Einordnung von Arten geben.

Was die Erforschung der Gattung Gymnocalycium anbelangt, möchte ich die Österreichische Arbeitsgruppe Gymnocalycium (AGG) als die mit Abstand kompetenteste Forschergruppe auf diesem Gebiet bezeichnen. Im Gegensatz zu der von dir genannten Quelle, beschäftigt sich die AGG ausschließlich mit der Gattung Gymnocalycium und dies bereits im 24. Jahr.

9

Sonntag, 2. Januar 2011, 18:43

Hallo Tom,

Danke für Dein Mitgefühl ^^ :). Mit der Folie, nun wir werden sehen. Es sollte aber eigentlich keine Probleme machen, die wieder heil abzukriegen. Wir haben Folienhalter (gibts u.a. bei Hunnecke) genommen, die halten prima in den Alunuten und beschädigen die Folie auch kaum.

@Markus

Du hast schon Recht bezüglich der AGG, ich sehe dort auch die bei weitem größte Kompetenz zur taxonomisch-systematischen Einordnung der Gattung. In diesem Sinne bekommt mein Gymno nun "posthum" den Namen stellatum verliehen :)

Schöne Grüße (und Euch allen natürlich nachträglich noch ein gutes neues Jahr)
lorbaer

10

Sonntag, 2. Januar 2011, 20:41

Und man konnte es beim Folie anbringen drinnen schön warm haben

Das ist wirklich ein absolut plausibles und nachvollziehbares Argument! ;)

Mein Beilied für das verschiedene Gymnocalycium! :( Jetzt würde mich interessieren ob jemand einen Verdacht hat, was dieses Schadbild evtl. ausgelöst hat...? Evtl. wirklich Altersschwäche?

Abschliessend noch ein kleiner Sicherheitshinweis: Messer immer mit der Schneide nach innen hinlegen! ;)
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


11

Montag, 3. Januar 2011, 13:04

8) Moin,

ist natürlich alles spekulativ.
Zumindest erweckt es den Eindruck, als wenn die Schädigung von den Wurzeln nach oben gekommen ist, da sich das Schadbild zum Scheitel hin verjüngt.
Also mal den Wurzelbereich erkunden, vielleicht ja Kondenswasser, was seitlich in den Topf gelangt ist und die Wurzeln dann "befäult" hat.

ciao, Tom.
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Hauptsache, der frühe Vogel säuft nicht meinen Kaffee!!
Tom

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Dienstag, 4. Januar 2011, 21:06

Moin Ihrs :)

Danke für den Tipp mit dem Messerchen, ist das Lieblingsmesserchen von meinem Freund, das ich aber auch zum Kaktustöten benutzen darf :whistling: . Nun aber wieder zum Kaktus: Ich bin mir noch unsicher, ob das wirklich von den Wurzeln kam. Dafür spräche aber, dass im Scheitel äußerlich keine Verletzung sichtbar war und der Stumpf jetzt trotz Holzkohle weiterschimmelt und schon stark in sich zusammengesunken ist. Ich werde ihn morgen vor der Mülltonne nochmal genau im Wurzelwerk inspizieren.
Schöne Grüße von lorbaer

13

Dienstag, 4. Januar 2011, 22:20

8) Moin lorbaer,

wenn es nicht die Wurzeln wären, müßte ja irgendwo an der Epidermis ein Schaden sein oder im Bereich des Wurzelhalses. Eine Verletzung beim Ein/Umräumen vielleicht. Manchmal reicht ein Stich des Mitteldorns der Nachbarpflanze schon aus. Wärend der Wachstumsphase heilt sowas wieder ab, in der Winterruhe hast Du meist keine Chance, weil Du es nicht erkennen kannst.

ciao, Tom.
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Tom

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Samstag, 15. Januar 2011, 18:53

Moin Ihrs,

war eine Weile nicht online, daher mit Verspätung noch das Ende der Geschichte. Wurzelwerk war, soweit ich es sehen konnte, in Ordnung. Die wirkliche Ursache werd ich nun wohl nicht mehr rausfinden. Entweder hast Du Recht, Tom, und es gab irgendwo eine Verletzung in der Epidermis, die ich übersehen habe oder es war ein reiner Kälteschaden. Leider war es nicht der einzige Verlust, vorgestern hat mein Noto graessneri die Hufe hoch gerissen :( Hab zwar welche ausgesät, aber das sind noch echte Winzlinge.

In diesem Sinne wünsch ich Euch allen einen möglichst Kaktus-Verlustfreien Winter :)
Schöne Grüße von lorbaer

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Urs« (15. Januar 2011, 21:11)


15

Samstag, 15. Januar 2011, 19:00

8) Moin lorbaer,

ja, so ist das halt im Winter. Ein kommen und gehen.
Ich hab bis dato noch keinen Winter ohne Verlust gehabt, besonders 2009/2010 war tragisch.
Aber sieh es mal positiv, so hast Du wieder Platz für "Neue"!

ciao, Tom.
Sukkulentenfieber ist eine schwere Krankheit! Wer sich infiziert hat, ist nicht zu retten!
Hauptsache, der frühe Vogel säuft nicht meinen Kaffee!!
Tom

16

Mittwoch, 19. Januar 2011, 21:36

@lorbaer

Zitat

In diesem Sinne wünsch ich Euch allen einen möglichst Kaktus-Verlustfreien Winter :)
Das gibt es nicht!? Zumindest kenne ich keinen Kakteenfreund, der langfristig ohne Verluste über den Winter kommt. Aber wünschen kann man es natürlich. Ich habe in diesem Winter schon 4 Kakteen zu Grabe getragen. Das ist wohl die "natürliche" Auslese in unseren Sammlungen.

Viele Grüße.
Jens

17

Donnerstag, 20. Januar 2011, 21:59

Eben, (fast) nichts ist für die Ewigkeit. Ich hab zwar erst zwei Verluste zu bedauern aber dafür welche, die ganz besonders weh tun. So wie die hier: Kuriositäten (Beitrag 9)
;(
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


18

Donnerstag, 20. Januar 2011, 22:19

8) Moin Matze,

jaja, gestern hab ich meine beiden tollen Strombis entsorgen müssen............................

ciao, Tom.
Sukkulentenfieber ist eine schwere Krankheit! Wer sich infiziert hat, ist nicht zu retten!
Hauptsache, der frühe Vogel säuft nicht meinen Kaffee!!
Tom

19

Freitag, 21. Januar 2011, 20:45

Moin Ihrs,

Ihr habt ja recht, ohne Verluste gehts ja über den Winter fast nie aus. Aber wie schon gesagt, immer sinds die, die einem besonders ans Herz gewachsen sind und von denen man nur genau ein Exemplar hat.

@Tom
Mein Mitgefühl für die Strombis, da haben meine guten Wünsche ja leider nix geholfen.

Na mal schauen, wenn der Februar rum ist, dann müsste das Schlimmste eigentlich überstanden sein. Zurzeit ist aber zumindest bei uns mal wieder "Fäulniswetter": Keine Sonne schon seit Tagen und draußen eine so hohe Luftfeuchte, dass Lüften durch GH-Tür aufmachen auch nix bringt.

Schöne Grüße von lorbaer

20

Samstag, 22. Januar 2011, 00:08

Hallo

Es handelt sich um Grauschimmel oder Borytis der leider im Winter gerne zuschlägt. Besonders im Gewächshaus. Früher hatte ich dieses Problem nicht.

Der erste Winter mit neuem Gewächshaus war verheerend.

Diesen Winter wollte ich klüger sein und habe im Herbst allen ein Pilzmittel verabreicht das gegen alles hilft, außer gegen Borytis :cursing:

Gruß

Helga