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Sonntag, 28. Dezember 2008, 17:36

Kakteen im Blumenkasten

Seit einigen Jahren kultiviere ich sämtliche Kakteen frei ausgepflanzt in Blumenkästen (L= 60cm) mit entsprechendem Untersetzer und habe damit beste Erfahrungen gemacht.

Vorteile:
Pflanzen und Wurzeln können sich wesentlich besser ausbreiten.
Selten Umtopfen, da sich in dem größeren "System" Störungen im Vergleich zum winzigen Topf weniger bemerkbar machen und dadurch das "System" nicht so schnell umkippt.
Bessere "Isolierung" gegen extreme Hitze- und Kälteeinwirkung auf das Substrat und den Wurzelbereich. Das Substrat eines winzigen Topfes kann sich z.B. im Sommer innerhalb kurzer Zeit extrem aufheizen.
Leichte Bewässerung, durch Gießen in den Untersetzer (Anstauverfahren) oder direkt von oben.
Kein umkippen, bzw. herunterfallen der Pflanzen durch Wind oder Unachtsamkeit.
Schnelles Einräumen bei drohendem Frost.
Gutes optisches und natürliches Aussehen

Nachteile:
Es können nur Pflanzen mit nahezu gleichen Kulturansprüchen in einen Kasten gepflanzt werden.
Eventuell auftretende Schädlinge können schnell übergreifen. (Womit ich jedoch seit Jahren keine Probleme habe).
Hohes Gewicht. Je nach verwendetem Substrat und Bepflanzung wiegt ein Kasten bereits in trockenem Zustand ca. 12 Kg.

Zum Balkonkasten:
Der Kasten sollte nicht länger als 60 cm sein, da er sonst zu schwer und unhandlich wird. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass im Boden genügend Löcher, bzw. Schlitze zur Be- und Entwässerung befinden. Am besten mit der Bohrmaschine noch einige Löcher besonders im Mittleren Bereich dazugeben.
»Markus Spaniol« hat folgende Bilder angehängt:
  • Kasten.jpg
  • G. horstii.jpg
  • G. baldianum.jpg
  • G. mihanovichii.jpg
  • Wasserschlitze.jpg

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Sonntag, 28. Dezember 2008, 18:18

8) Moin Markus,

es gibt Momente im Leben, da wird man durch jemand anderen auf Erleichterungen aufmerksam gemacht.

Sicher ist darauf zu achten, dass die Kästen sehr stabil sein müssen, gerade an den Längsseiten darf sich nichts biegen, sonst löst sich bei jedem Transport das Substrat.



ciao, Tom.
Sukkulentenfieber ist eine schwere Krankheit! Wer sich infiziert hat, ist nicht zu retten!
Hauptsache, der frühe Vogel säuft nicht meinen Kaffee!!
Tom

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Sonntag, 28. Dezember 2008, 18:56

8) Moin Markus,
Sicher ist darauf zu achten, dass die Kästen sehr stabil sein müssen, gerade an den Längsseiten darf sich nichts biegen, sonst löst sich bei jedem Transport das Substrat.


Stabil müssen die Kästen natürlich sein. Ich hebe die Kästen zum Transport übrigens unter dem Untersetzer an, denn dadurch verbiegt sich nichts.

Dornenfan

unregistriert

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Montag, 29. Dezember 2008, 09:13

Hallo zusammen,

meine Erfahrungen dazu: Hatte in diesem Frühjahr auch zwei Kästen (leider einfache Balkonkästen, die sich verformen) hergenommen, und mir diversten Kakteen wie Opuntia, Echinopsis spec., Chamaecereus silvestrii o.ä bepflanzt. Alle Kakteen sind darin gut bis sehr gut gewachsen, die Echinopsen haben fast das dreifache an Körpergröße zugenommen.

Der Nachteil, wie schon berichtet wurde, war das Gewicht der Kästen, sowie, das meine nicht stabil genug waren. Aus Fehlern lernt man eben. Jetzt habe ich alle in der letzten Zeit wieder aus den Kästen genommen, zurück in Vierkanttöpfe gepflanzt, ist mir doch so lieber, obwohl die Kastenmethode wirklich erfolgversprechend ist, wie ich anhand meiner Erfahrungen belegen kann.

Wünsche schönen Tag,
Dornenfan