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1

Sonntag, 24. Juli 2011, 18:52

Crassula ovata - Kulturprobleme

hallo,

diese riesigen Crassula ovata cv. Gollum haben wir im winter gekauft ... eine pracht war das. ende des winters zeigt sie auch schöne kleine blüten, so dass wir sie für zufrieden und gesund einstuften.

aber im laufe der monate bis jetzt hat sich ihr zustand zusehends verschlechtert:
- abgeworfene (scheinbar gesunde) triebe
- abgestorbene / eingetrocknete triebe
- blätter die gelb werden und eintrocknen


auf der suche nach den ursachen ist uns nichts schlüssiges aufgefallen ... nur wenige trauermücken sichtbar, und auch mit starker lupe keine beißenden sauger auf den jungen blättchen zu sehen. trotzdem letztes wochenende mal sicherheitshalber mit axoris-gießlösung gegossen.
das substrat ist sehr humös, aber darin hat sie sich ja jahrelang prächtig entwickelt. standort war beim vorbesitzer und ist auch bei uns gedämpfter südblick.
wir haben es erst eine zeit lang mit weniger gießen versucht, dann wieder etwas mehr. aber sie fängt sich einfach nicht.


hat jemand tipps / ähnliche erfahrungen?
Gruß, Pit

2

Sonntag, 24. Juli 2011, 22:14

Austopfen, Wurzeln angucken und in ein neues mineralisches Substrat eintopfen.

Jens

3

Dienstag, 26. Juli 2011, 13:20

Moin Pit,

mach Dir mal nicht so viele Gedanken, die sind robust. Ich kenne den Triebabwurf bei Trockenheit. Wie Jens geschrieben hat, solltest Du auf jeden Fall die Wurzeln anschauen, wenn die verfault sind ist das für die Pflanze ja wie eine Trockenzeit und die Reaktion dieselbe. Auch wenn sie beim Vorbesitzer in Torf gestanden hat, mische auf jeden Fall gröberes mineralisches Substrat hinzu, der Vorbesitzer wird anders gegossen haben als Du, bzgl. des Wasserbedarfs spielt ja auch die Temperatur eine große Rolle. Die Reaktion heute muss nicht auf Deine derzeitige Pflege zurückzuführen sein, vielleicht ist da schon vor einiger Zeit was falsch gelaufen und Du siehst die Konsequenzen erst jetzt.
Topf sie um, schneide ggf. die Wurzeln zurück und lass sie abwerfen was sie abwerfen will, die berappelt sich schon wieder.

Aufmunternde Grüße
vom TOM

4

Dienstag, 26. Juli 2011, 13:39

hallo jens und tom,
danke für eure antworten - das macht mut :)
wäre zu schade für den prächtigen kerl^^
Gruß, Pit

5

Dienstag, 26. Juli 2011, 15:26

wäre zu schade für den prächtigen kerl

Das ist er auf jeden Fall!
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969

6

Sonntag, 21. August 2011, 20:12

nachdem ihr zustand einfach nicht besser wurde, hatten wir eine 2-wöchige gießpause eingelegt und heute den substratwechsel in angriff genommen.

das alte humuszeugs war für mein gefühl eher wenig durchwurzelt, so dass wir am rand sehr schnell weiterkamen, aber nach innen hin ging es erwartungsgemäß schlecht ab. wir haben dann mit dem gartenschlauch nachgeholfen, aber es tut auch "im herzen" weh, am gesunden wurzelballen herumzupuhlen, denn dabei verursacht man halt doch sehr viele verletzungen. irgendwann haben wir dann die aktion abgebrochen, nachdem der größte teil des alten substrats entfernt war. abgestorbene wurzeln hatten wir keine entdeckt.

überrascht waren wir, 2 würmer im substrat zu finden. wir haben es nicht sonderlich gründlich durchsucht ... vielleicht waren ja noch mehr drin. sie waren ca. 15 und 30 mm lang, im durchmesser dünner als ein regenwurm, die farbe dunkler, bräunlicher. könnten die mit dem kränkeln zu tun haben?

die neue vollmineralische substratmischung besteht aus 2 teile bims 0-4 mm. 2 teile granitsplitt 2-8 mm und 1 teil lavasplitt 2-8 mm. mindestens 2 wochen lang (meint ihr das reicht?) bekommt er nun kein wasser, damit die vielen wurzelverletzungen abheilen können. höchstens mal nach heißen tagen etwas sprühen.

so, und jetzt heißt es nix tun und hoffen :)
Gruß, Pit

7

Sonntag, 21. August 2011, 20:29

überrascht waren wir, 2 würmer im substrat zu finden. wir haben es nicht sonderlich gründlich durchsucht ... vielleicht waren ja noch mehr drin. sie waren ca. 15 und 30 mm lang, im durchmesser dünner als ein regenwurm, die farbe dunkler, bräunlicher. könnten die mit dem kränkeln zu tun haben?

Könnten sie. Theoretisch zumindest - aber dazu hätten sie einiges an Wurzeln abknabbern müssen... Laut deiner Beschreibung haben sie das aber anscheinend nicht getan. Keine Ahnung um was für Würmer es sich handelt aber ich denke mal eher an Larven. Beispielsweise Rüssekäferlarven können Wurzeln ziemlich übel zusetzen - auch wenn diese, laut deiner Beschreibung, wohl nicht im Substrat hausten.

Ich würde empfehlen, die Crassula erstmal nicht einzutopfen. Die Wurzelverletzungen können an der frischen Luft sowieso besser verheilen und ein nettes Wurzelbad mit reichlich systemischen Insektizid kann so eine Party im Topf jäh beenden. Zudem kann die Crassula sogar noch mal einen kräftigen Schluck zu sich nehmen. Ob die Würmer etwas mit dem Kränkeln zu tun haben oder nicht, schaden kann es auf keinen Fall!

War das Substrat nach den zwei Wochen Gießpause eigentlich noch etwas feucht oder wirklich komplett durchgetrocknet?

Ich drück die Daumen!
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969

8

Montag, 22. August 2011, 00:00

Pit, Ich hab Dir mal meine eingestellt, ich habe sie in praller Sonne außen stehen, das letzte Mal vor etwa 4 Jahren umgetopft, das heißt ich habe sie in einen etwas größeren Topf gesetzt und um das versteinerte Wurzelwerk etwas neues Substrat gestreut, damit Halt ist im Topf, mehr nicht.. Ich gieße sie im Sommer zwar fast täglich, aber nur etwa 100ml pro Tag (Weiß ich deshalb, weil meine Ballbrause so viel faßt)..Wenn ich weniger gieße, bröseln immer wieder mal die unteren Blätter ab.

Shamrocks Vorschlag hat aber was für sich, schaden kann ein Wurzelbad keinesfalls, sollten doch irgendwelche Viecher drauf sitzen. Ansonsten würde ich ihm einfach ein größeres Gefäß geben, hin und wieder düngen und abwarten.
»sabel« hat folgendes Bild angehängt:
  • SDC18429_120.jpg
Alles Liebe
Sabel

9

Dienstag, 23. August 2011, 22:05

Rüssekäferlarven können Wurzeln ziemlich übel zusetzen - auch wenn diese, laut deiner Beschreibung, wohl nicht im Substrat hausten.

Ich würde empfehlen, die Crassula erstmal nicht einzutopfen. Die Wurzelverletzungen können an der frischen Luft sowieso besser verheilen und ein nettes Wurzelbad mit reichlich systemischen Insektizid kann so eine Party im Topf jäh beenden. Zudem kann die Crassula sogar noch mal einen kräftigen Schluck zu sich nehmen. Ob die Würmer etwas mit dem Kränkeln zu tun haben oder nicht, schaden kann es auf keinen Fall!

War das Substrat nach den zwei Wochen Gießpause eigentlich noch etwas feucht oder wirklich komplett durchgetrocknet?

nein, glücklicherweise keine rüssis.

das eintopfen haben wir ja schon am sonntag gemacht. wir möchten ihn jetzt 2 wochen lang nicht anrühren, nur als mal etwas ansprühen wegen der hitze. ab jetzt heißt es warten und hoffen.

das substrat war noch feucht, und ich hab mal gleich 10 abflusslöcher in die schale gebohrt. die bestehenden 2 löcher waren eher kaminförmig, so dass erst bei viel wasserstau was hätte ablaufen können.

vielen dank an alle :)
Gruß, Pit

10

Mittwoch, 9. November 2011, 10:26

kleines update:

leider sehen wir immer noch keine verbesserung ... die pflanze wirft nach wie vor "zweige" - tlw. kann man schon von ästen sprechen - ab.
hier nochmal so ein typischer anblick, wie die triebe sich von den spitzen her degenerieren, um dann abzufallen:

man sieht schön, dass die blätter dabei größtenteils gesund aussehen und voll im saft stehen, während die triebe einschrumpeln. weiter links sieht man auch ein "astloch", wo mal wieder ein ganzer trieb abgefallen ist.
wir sehen also keinerlei fortschritte, eher ein unbekümmertes fortschreiten der bisherigen degeneration.

hat keiner die rettende lösung?
Gruß, Pit

11

Mittwoch, 9. November 2011, 19:08

Also ich habs mir jetzt nochmal alles durchlesen, weil ich ratlos bin:
Wie weit vom Fenster weg ist Dein gedämpfter Südblick? Das einige, das ich mir noch vorstellen kann, ist daß sie zu wenig Licht erhält, aber das kann ich mir bei einem Profi wie Dir ja nicht vorstellen.
Wie gießt Du denn derzeit?
Die restliche Pflanze sieht ja ansonsten knackig grün und top aus!
Alles Liebe
Sabel

12

Donnerstag, 10. November 2011, 10:09

hallo sabel,

danke dass du dir nochmal den kopf zerbrichst.

die pflanze steht nah am fenster - lediglich wegen ihrer größe nicht auf dem fensterbrett (siehe 2. bild von oben). unterm fenster ist eine heizung, die jedoch so gut wie nie eingeschaltet ist. vorm fenster ragt noch ca. 1,50m weit der balkon der nächsthöheren etage heraus und schränkt damit den direkten einfall der sonnenstrahlen ein, aber der lichteinfall ist trotzdem sehr gut - richtung süd-südost.

gegossen wird zur zeit 1x / woche ca. 300 - 400 ml bei einer gesamten substratmenge von schätzungsweise 5 liter.

sooo knackig grün ist der rest der pflanze nicht - nur die grünen blätter. viele blätter sind auch schon grau eingetrocknet zu abgefallen, und viele fallen auch grün ab - die einen einzeln, die anderen mit ihren trieben. schätzungsweise die hälfte aller triebspitzen sind +/- am einschrumpeln.

thema schädlinge (die ich oberhalb des substrats auch nicht mit ner starken lupe und taschenlampe finden konnte):
die würden sich doch wohl eher an die saftigen dicken blätter machen, als an die triebe, oder?
Gruß, Pit

13

Donnerstag, 10. November 2011, 10:40

Hallo Pit,
bei Crassula ovata muss einiges berücksichtigt werden. Da sie auf der südlichen Halbkugel unserer Erde wächst, ist ihre Vegetationszeit gerade umgedreht, besser gesagt, ab Juli bis in den Herbst trocken halten.
Das richtige Wachstum setzt bei meinen Pflanzen erst ab Januar wenn die Tage wieder länger werden ein.
Blüten erscheinen bei dieser Pflege nur an älteren Pflanzen. (Meine zwei Minibäume setzen gerade Knospen an)
Aber auch schon bei Null Grad, können die Pfl. darunter leiden, und werfen Blätter und Äste ab.
Ein sicheres Zeichen, dass sich unsere Crassula ovata wohlfühlt sieht man an den rot um ränderten Blättern.
Grüße Hansi.

14

Donnerstag, 10. November 2011, 10:41

Hallo Pit,
kommt wohl immer auf die Schädlinge an.
Wenn es welche im Wurzelbereich gibt, ist denen sicher egal, ob die Blätter saftig grün sind oder nicht :-(

Vielleicht auch einfach mal die Nikotinkeule schwingen? - Was meinen die anderen dazu?
CABAC:"Und außerdem sind Lithops [...] gut für die Seele. Kakteen sind dagegen nur gut für das Ego. How, ich habe gesprochen!"

15

Donnerstag, 10. November 2011, 22:59

Hallo Pit,
ich hab jetzt nochmals gegoogelt, weil ich noch überlegt hab, ob denn Viren oder ähnliches Zeugs an die Crassulas gehen könnten, hab aber nix gefunden.
Einzig diesen Thread ( http://gaertnerblog.de/blog/2007/pfennigbaum-von-1967/ ), darin wird Dein Problem von einigen geschildert, aber offenbar wars bei denen immer entweder zu feucht gehalten oder grundlegende Änderungen in den Haltungsbedingungen (Besitzerwechsel..).. Ich würd nochmals mit den Wurzeln anfangen, den Kerl austopfen, abtrocknen lassen, Substrat von den Wurzeln entfernen und in mineralisches Substrat setzen.

Hallo Hansi,
die rot umrandeten Blätter hat aber nur die Crassula arborescens, oder?! Mein Gollum hat jedenfalls keine.
Alles Liebe
Sabel

16

Freitag, 11. November 2011, 09:36

Hallo Hansi,
die rot umrandeten Blätter hat aber nur die Crassula arborescens, oder?! Mein Gollum hat jedenfalls keine.

Ich bin zwar nicht Hansi aber ich kenne die Crassula ovata auch mit roten Blatträndern:


Ansonsten finde ich aber sehr interessant was Hansi dazu schreibt. Ich habe bisher über die Kultur meiner C. ovata nie weiter nachgedacht und diese wie Kakteen überwintert (inkl. gleiches Winterquartier). Wasser gibt´s (im Gegensatz zu den Kakteen) so ca. 3 bis 4 mal im Winter in kleinen Schlücken und die Temperaturen können schonmal auf 0°C runtergehen. Bisher scheint sie das nicht weiter zu stören. Ein paar Blättchen vertrocknen und machen Sauerei aber das war´s dann auch.

Aber das hilft jetzt alles Pit auch nicht weiter. Auch ich habe schon eine Weile gegrübelt welche Maßnahmen jetzt noch ergriffen werden können aber außer einem erneuten "Wurzelrundumschlag" fällt mir auch nichts weiter ein (wie schon in Beitrag 7 erwähnt - soll jetzt aber sicher kein klugsch****n sein). Nikotinkeule wäre einen Versuch wert.

Ich bin weiterhin am Daumen drücken! Wäre ja echt schade um dieses Prachtexemplar...! Toi! Toi! Toi!
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969

17

Freitag, 11. November 2011, 09:43

8) Kann mich da Matze nur anschliessen. Ist bei mir genauso. Blätter fallen im Herbst immer mal welche, aber ein Patentrezept fällt mir nun nicht ein.
Sukkulentenfieber ist eine schwere Krankheit! Wer sich infiziert hat, ist nicht zu retten!
Hauptsache, der frühe Vogel säuft nicht meinen Kaffee!!
Tom

18

Freitag, 9. Dezember 2011, 02:38

Hallo,

Mein Gollum hatte mal ein ähnliches Problem. Der Topf war ihm einfach zu klein geworden. Nach dem Umtopfen in überwiegend mineralische Erde (Bims, Kieselgur, ein Teil Haages Kakteenerde nichtmineralisch und vielen Kieselsteinen) hat er sich prächtigst erholt. Er brauchte allerdings ca. 6-8 Wochen bevor es deutlich wieder aufwärts ging. Auch meine Agaven zeigen durch Gelbwerden einiger Blätter an, dass es Zeit zum Umtopfen wird.

schöne Grüße Jada

19

Freitag, 9. Dezember 2011, 10:20

8) also, meine stehen immer in ausreichend großen Töpfen. Ich denke eher, dass dies Abwerfen einfach normal ist und nichts besonderes zu bedeuten hat.
Sukkulentenfieber ist eine schwere Krankheit! Wer sich infiziert hat, ist nicht zu retten!
Hauptsache, der frühe Vogel säuft nicht meinen Kaffee!!
Tom

20

Sonntag, 8. Januar 2012, 13:54

kurzer zwishenbericht:
die bisherige entwicklung geht leider unvermindert weiter ... ein zustandsfoto erspar ich mir.
aber als wir diese woche ein doch deutliches gespinst zwischen stamm und substrat entdeckt haben, entschieden wir uns zur chemischen keule.
(bild folgt)
heute dann mit Kanemite SC spinnmilbenfrei gespritzt und mit Bi58 gegossen.
Gruß, Pit

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